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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 13. Januar 2015
Mächtige SUV und Pick-Up-Trucks gehören zu einer amerikanischen Automesse, wie das Eis in die Coca Cola. Schließlich sind die robusten Kraxler jenseits des Atlantiks beliebter denn je.

Die Zuneigung der Amerikaner zu den Pick-Up-Trucks ist ungebrochen. Die modernen Lastwagen sind in vielen Gegenden der USA als echte Arbeitstiere geschätzt und in den Metropolen als rustikales Ich-bin-ein-harter-Junge-Fahrzeug geliebt. Alleine der Ford F-150 verkaufte sich im vergangenen Jahr trotz Modellwechsel über 750.000 Mal, gefolgt vom Chevrolet Silverado (530.000 Stück) und dem Ram (circa 440.000 Einheiten). Neben neuen Modellen dürften die purzelnden Benzinpreise den Run auf die mächtigen Vehikel weiter befeuern.

Auch der Toyota Tacoma sorgt für ordentlichen Geldfluss in den Kassen der Japaner. Seit seinem Debüt 1964 verkaufte sich der Tacoma über sieben Millionen Mal. Das dürfte sich bei dem neuen Modell kaum ändern. Das japanische Arbeitstier präsentiert sich optisch deutlich aggressiver als bisher. Sein Design stammt aus Motortown Detroit. Der Tacoma soll nicht nur die Verkaufszahlen weiter nach oben treiben, sondern auch der amerikanischen Konkurrenz das Fürchten lehren. Eine neue Sechsgang-Automatik und zwei Motoren mit 2,7 und 3,5 Litern Hubraum stehen zur Auswahl.

Eine Nummer größer präsentiert sich auf der NAIAS der Nissan Titan. Sein Modellwechsel war überfällig, denn der Nissan Pick-Up-Truck ist seit rund zehn Jahren auf den Markt. Mit der neuesten Version setzen die Japaner nicht nur auf eine markante Front, sondern erstmals auch auf Turbo-Diesel V8-Power neben den V8- und V6-Benzinern. Der Fünf-Liter-310-PS-Selbstzünder stammt von amerikanischen Motorenspezialist Cummis Engine. Ram will mit dem 1500 Rebel eine bevorzugt junge Zielgruppe ansprechen.

Nicht ganz so rustikal, aber kaum weniger beliebt präsentieren sich in Detroit SUV und Crossover. In Deutschland will Audi will mit dem neuen Q7 die Aufholjagd auf BMW fortsetzen. Mit 182.011 Autos haben die Ingolstädter um 15,2 Prozent zugelegt, müssen aber immer noch BMW (339.738 Fahrzeuge, ein Plus von 9.8 Prozent) und Mercedes 330.391, plus 5,7 Prozent) den Vortritt lassen. Obwohl der große Design-Sprung eher ein Hopser ist, punktet der Audi-SUV mit einer traditionell guten Verarbeitung und einer Diät, bei der, je nach Modellvariante, bis zu 325 Kilogramm purzelten. Solche Werte kommen auch jenseits des Atlantiks gut an. Neben dem üblichen Motorenangebot wird in der nächsten Q7-Generation auch ein Diesel-Hybrid angeboten. Dieser Audi Q7 e-tron quattro hat eine Systemleistung von 275 kW (373 PS). Sein Verbrauch beträgt nur 1,7 Liter pro 100 Kilometer (weniger als 50g CO pro km). Rein elektrisch soll der Audi Q7 e-tron quattro eine Strecke von 56 Kilometern schaffen. Neben dem großzügigen Platzangebot will der 5,05 Meter lange Audi mit einem Füllhorn an Fahrerassistenzsystemen punkten. Das Infotainment bietet unter anderem ein virtuelles Cockpit, Touchpad und zwei 10,1-Zoll große Tablets im Fond. Neu ist auch die Smartphone-Integration von Google Android Auto und Apple Carplay.

Mercedes hat Tal der Tränen längst durchschritten. Mittlerweile ist die Qualität der Sternen-Autos verbessert und auch die Verkäufe ziehen wieder an. Mit dem Erfolg wachsen auch die Ziele: Jetzt wollen die Schwaben dem BMW X6 ans Leder und schicken den GLE mit einiger Verspätung ins Rennen. Beim SUV-Coupé verzichten die Vertriebsstrategen in weiser Voraussicht auf den Vierzylinder-Diesel und füllen den Motorraum mit Sechs- und Achtzylindermotoren. Später wird eine AMG-Version die Modellpalette komplettieren. Alles andere würden die amerikanischen Autokäufer bei einem derartigen Auto auch nicht goutieren. Mit einer Länge von 4,90 Metern muss sich der Mercedes GLE nicht hinter den Wettbewerbern verstecken.

Auch Volvo will mit S60 Cross Country auf den SUV-Zug aufspringen. Ob das mit dem S60 Cross Country gelingt, darf aufgrund des gewöhnungsbedürftigen Designs bezweifelt werden. Das Fahrwerk des Viertürers ist um 6,5 Zentimeter höher als das der normalen Limousine. Beim S60 Cross Country, der im Sommer bei den deutschen Händlern stehen soll, ist die Motorenauswahl zunächst auf zwei Diesel, D4 mit vier Zylindern und D5 mit deren fünf), beschränkt. Restriktionen sind ein Fremdwort für den Cayenne Turbo S, der in seiner aktuellen Ausbaustufe 570 PS leistet. Das sind 20 PS mehr als bisher. Damit gelingt der Sprint von null auf hundert km/h in 4,1 Sekunden. Die Porsche-Ingenieure haben den V8-Bi-Turbo überarbeitet, um das Ansprechverhalten zu verbessern.

Einen ganz anderen Anspruch hat der Guangzhou GAC GS4. Das kompakte China-SUV kommt mit 1.3- und 1.5-Liter-Turbo-Motoren. Mit einer verbesserten Verarbeitung und einem westlichen orientierten Design, das an die VW-CrossBlue-Studien erinnert, wollen sich die Chinesen auf dem amerikanischen Markt etablieren. Etwas, was bisher noch keinem Autobauer aus dem Reich der Mitte geschafft hat. Ähnliches will VW erreichen und wird deswegen im nächsten Jahr einen neuen SUV in den USA auf den Markt bringen. Das Konzept Cross Coupé GTE gibt einen weiteren Ausblick auf die Formensprache des Fahrzeugs. Ein SUV, das noch gar nicht zu sehen ist, ist Gesprächsthema in der Cobo Hall. Bentley gab bekannt, dass das SUV, das Ende dieses Jahres erscheinen soll, den Namen Bentayga tragen wird. Es gab schon passendere Kreationen.
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Quelle: Autoplenum, 2015-01-13

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