12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

18. Juli 2012

Mitsubishi geht mutige Wege und verabschiedet sich mit der dritten Auflage des Outlander von seiner auffälligen "Jet-Fighter"-Optik. Eine Maßnahme, die wohl auch künftige Lancer und Colt betreffen wird. Das bekannte Trapez musste hierfür einem schmalen, zugeknöpften Grill weichen. Verschwunden sind zudem die markanten Radhäuser sowie eine freistehende Dachreling. Auch das Heck wurde entschlackt. Damit steht der 4,7-Meter-SUV geglätteter da, schüttelt seinen bisherigen Offroad-Look ab und mischt sich unter die große Gruppe der friedlich-freundlichen Familientransporter. Ob das der richtige Weg ist, mehr Kunden in die Autohäuser zu locken, wird sich zeigen. Zumindest muss der Mitsubishi Outlander keine Konkurrenz aus Frankreich fürchten. PSA macht nicht mit, daher wird es diesen SUV weder als Peugeot 4009 noch als Citroën C-Crosser geben.

Mitsubishi Outlander als Fünf- oder Siebensitzer Dem Ausstattungs- und Sitzkonzept ist Mitsubishi aber treu geblieben. Der Outlander ist weiterhin in vier Ausstattungsvarianten als Fünf- und Siebensitzer bestellbar. Immer mit an Bord sind bereits eine Klimaautomatik, CD-Radio mit USB-Schnittstelle, Tempomat, ein schlüsselloser Zugang sowie eine Start-Stopp-Automatik. Unter der Haube des Mitsubishi Outlander arbeitet wahlweise ein zwei Liter großer Benziner oder der bekannte 2.2 Di-D-Diesel. Optional lassen sich die überarbeiteten Aggregate mit einem variablen Allradantrieb inklusive Sperrdifferenzial an der Hinterachse sowie Automatik-getrieben koppeln. Sowohl der zwei Liter große Benziner als auch der 2.2 Di-D leisten 150 PS. Beide Motoren beherrschen zudem den Fahrmodus Eco: Auf Knopfdruck reduziert die Motorsteuerung Leistung und Klimatisierung. Grüne Blätter im Kombiinstrument loben den Fahrer für eine entsprechend sparsame Fahrweise.

Kultivierter Diesel überzeugt mit mächtig Dampf Mitsubishi verspricht für den frontgetriebenen Outlander 2.2 Di-D auf diesem Weg einen NEFZ-Verbrauch von lediglich fünf Liter auf 100 Kilometer. Ein Siebensitzer mit Allrad und Automatik liegt bei 6,1 Litern. Zusammen mit einem Drehmoment von 380 Nm ist der Selbstzünder da schon auf dem Papier klar das empfehlenswertere Aggregat. Auf Achse überzeugt der kultivierte Diesel zudem mit mächtig Dampf - der in Kombination mit seinem präzisen und kurz gestuften Sechsganggetriebe (Benziner nur mit fünf Gängen) sogar den Fahrspaß fördert. Für eine sportliche Gangart ist der Mitsubishi Outlander dennoch nicht geeignet - das weiche Fahrwerk und die sehr indirekte Lenkung des Vorserienfahrzeugs machen selbst Kreisverkehre zum wankelmütigen Abenteuer. Die Mitsubishi-Techniker haben sich die Kritik am straffen Fahrwerk des Vorgängers offensichtlich sehr zu Herzen genommen.

Mitsubishi Outlander mit sieben serienmäßigen Airbags Deutlich verbessert hat sich dafür das Platzangebot im Heck. Die mittlere Dreier-Sitzbank lässt sich nun um 25 Zentimeter längs verstellen (ehemals acht), und auf kurzen Strecken sitzt es sich selbst auf den ausklappbaren (vergrößerten) Sitzen im Kofferraum recht vernünftig. Nachgelegt hat Mitsubishi auch in puncto Sicherheit. Sieben Airbags sind Serie. Einen Spurhalte- sowie einen aktiv eingreifenden Notbremsassistent gibt es optional; allerdings nur für die teure Instyle-Variante mit Automatikgetriebe. Auch wenn es seitens der Produktmanager hierzu noch keine offiziellen Aussagen gibt, dürfte der zugehörige Diesel-Outlander mit Allradantrieb und sieben Sitzen bei 41.000 Euro liegen, der Basis-2WD-Benziner startet bei 25.000 Euro. Markteinführung ist im September. Um danach nicht zu schnell in Vergessenheit zu geraten, kommt 2013 übrigens eine Plug-in-Hybridvariante mit zwei E-Motoren auf den Markt. Zumindest dann dürfte der Mitsubishi Outlander aus der Menge der Großraumwagen herausstechen.

Weiterlesen
Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2012-07-18

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2017-07-14

Outlander Diesel vs Hybrid: Vieles spricht für den DieselOutlander Diesel vs Hybrid: Vieles spricht für den Diesel
Outlander Diesel vs Hybrid: Vieles spricht für den DieselGanzen Testbericht lesen
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2017-05-09

Fahrbericht: Mitsubishi Outlander Plug-In-Hybrid - Strome...Fahrbericht: Mitsubishi Outlander Plug-In-Hybrid - Stromern im Gelände
Stromern im Gelände Fahrbericht: Mitsubishi Outlander Plug-In-Hybrid Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2017-03-06

Das große 4x4 auf dem Genfer Salon - Die 10 wichtigsten O...Das große 4x4 auf dem Genfer Salon - Die 10 wichtigsten Offroad-Pre...
Die 10 wichtigsten Offroad-Premieren aller Zeiten Das große 4x4 auf dem Genfer...Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2016-10-17

Mitsubishi Outlander - Kleine Verbesserungen am großen SUVMitsubishi Outlander - Kleine Verbesserungen am großen SUV
Kleine Verbesserungen am großen SUV Mitsubishi Outlander Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2016-09-14

Elektroautobatterie - Heilen statt tauschenElektroautobatterie - Heilen statt tauschen
Heilen statt tauschen Elektroautobatterie Ganzen Testbericht lesen