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Testbericht

21. November 2007

Ein kleiner, früh ansprechender Turbolader liefert dem Dreiliter-Diesel im X5 3.0sd bereits ab Leerlaufdrehzahl genügend Dampf, so dass sich der rund 2,3-Tonnen-Koloss ohne die geringste Anfahrschwäche sehr temperamentvoll in Bewegung setzt. Bis 50 km/h sogar schneller als der ML 420 CDI, dessen 306 PS starker Vierliter-V8 zwar auch über zwei Turbolader verfügt, die aber parallel jeweils eine Zylinderbank beatmen. Dagegen greift beim X5 der zweite, deutlich größere Lader erst bei steigenden Drehzahlen zunehmend ins Geschehen ein.

Beim maximalen Drehmoment überflügelt der Mercedes den BMW mit 700 zu 580 Newtonmetern deutlich. Entsprechend lässig schiebt der Achtzylinder die nochmals knapp 70 Kilogramm schwerere M-Klasse an, die den Sprint von null auf 100 km/h geradezu beiläufig in unter sieben Sekunden erledigt. Nur eine halbe Sekunde länger benötigt der X5.

X5 bleibt deutlich unter dem ML

Beim BMW-Testwagen müssen zum Grundpreis von 59.500 Euro noch 3.290 Euro für das Adaptive-Drive-System mit Wankstabilisierung und verstellbaren Dämpfern, 1.300 Euro für die Aktivlenkung und 790 Euro für die Luftfederung an der Hinterachse hinzuaddiert werden, da diese entscheidenden Einfluss auf die Bewertung der Eigenschaften haben. Das ergibt einen für die Punktwertung maßgeblichen Preis von 64.880 Euro. Damit bleibt der X5 immer noch deutlich unter dem knapp 69.500 Euro teuren ML 420 CDI.

Der BMW brilliert vor allem in puncto Fahrdynamik. Im direkten Vergleich fühlt sich der X5 an wie ein hoch gesetztes Kart. Kurven umrundet er mit deutlich weniger Seitenneigung als der stark wankende ML. Nicht, dass der bei schnellem Einlenken leicht untersteuernde Mercedes deswegen weniger fahrsicher wäre, aber flottes Kurvenfahren erfordert mehr körperlichen Einsatz vom Fahrer.

Kein K.o.-Sieg

Der theoretische Vorteil des BMW-Downsizing-Konzepts beim Verbrauch bestätigt sich in der Praxis nur bedingt. Der doppelt aufgeladene Dreiliter ist zwar sparsamer als der V8, aber nicht in dem Maße, wie es der Normverbrauch verspricht. Am Ende erlangt der ML einen knappen Punkt-, aber keinen K.o.-Sieg über den X5. Größer als die Differenz nach Punkten sind bei den beiden allerdings die Unterschiede im Charakter: komfortabel-souverän der Mercedes ML 420 CDI, sportlich-agil der BMW X5 3.0sd.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-11-21

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