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Testbericht

28. Juni 2012

Aus zwei mach eins: Der neue Maserati Gran Turismo Sport ersetzt die bisherigen Varianten S und Automatic, ist aber weiterhin sowohl mit automatisiertem Schaltgetriebe als auch mit Sechsgang-Wandlerautomatik erhältlich. Alles klar? Egal, beim ersten Gasstoß im Maserati Gran Turismo Sport verweht der wollüstige Klang des Ferrari-V8 alle Grübeleien. Der 4,7-Liter ist 20 PS stärker als bisher und noch ganz der Alte – ein Italiener: laut, lebendig, impulsiv. Sein von 180 Grad Kurbelwellenkröpfung geprägter Sound steht im Kontrast zu sonstigen Wummer-V8.

Maserati Gran Turismo Sport mit Kurvenlicht Zur Mitte des Lebenszyklus haben sie auch am äußeren Eindruck des 4,88 Meter-langen Maserati Gran Turismo Sport gearbeitet. Neue Scheinwerfer mit Xenon, Kurvenlicht und LED-Tagfahrstreifen sowie ein veränderter Frontspoiler rücken es in Richtung des verblichenen MC Stradale. Innen stützen neue Sitze vorn und hinten die Insassen fürsorglicher, beim Navigationssystem besteht noch Nachholbedarf. Komplizierte Bedienung und eine Grafik wie Kindergartenmalereien lassen den Maserati Gran Turismo Sport hier gegenüber der Konkurrenz abfallen. Doch freuen wir uns lieber an den mattblau eloxierten Brembo-Bremszangen plus neuen Rädern außen sowie Leder, Carbon und Alcantara innen. In Fahrt macht der Maserati Gran Turismo Sport seine stattlichen Abmessungen schnell vergessen. Bei der Version mit sequenziellem Getriebe sitzt dieses vor der Hinterachse und schaltet mit spürbaren Pausen, klopft die Gänge jenseits 5.000/min richtig trocken rein. Ansonsten nicken die Köpfe, gleichzeitig gehen die Mundwinkel nach oben, wenn der Gran Turismo nach Zwischengasfanfare beim Runterschalten wieder Fahrt aufnimmt.

Diesseits der Peinlichkeitsgrenze Seine Federung mit Adaptivdämpfern gibt sich im Normalmodus verbindlich, in Sport mit festem Händedruck. Passend dazu stellen die Auspuffklappen auf Durchzug – der Maserati Gran Turismo Sport wechselt vom Gentleman-Sportler zum Viersitzer-Macho diesseits der Peinlichkeitsgrenze. Wer es geschmeidiger mag, sollte die preisgünstigere Automatik-Variante wählen. Sie wechselt die Stufen fixer und flüssiger, was den etwas schlechteren Wirkungsgrad verschmerzen lässt. Doch welcher Maserati-Fan schert sich schon um den Wirkungsgrad?

 

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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2012-06-28

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