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Testbericht

23. August 2010

Große Fahrzeuge stehen noch immer am Rande sozialer Akzeptanz, große Geländewagen erst recht. Angesichts eines Grundpreises von 30.015 Euro für einen ordentlich ausgestatteten Allradler mit sieben Sitzen und 174 PS Motorleistung könnte mancher Familienvater überlegen, ob ein Kia Sorento nicht doch als Alternative zu einem Allerwelts-Van in Frage käme.

Kia Sorento mit reichlich Platz und viel Zuladung Ebenfalls verlockend: Der Hersteller packt kostenlos eine Sieben-Jahres-Garantie obendrauf. Ein gutes Angebot also? Auf jeden Fall ein großes, denn nicht nur Fahrer und Beifahrer genießen viel Bewegungsfreiheit, in der zweiten Reihe des Kia Sorento gibt es ebenfalls genug Platz - wenngleich nicht ganz so viel, wie 4,69 Meter Länge vermuten lassen. Dafür können die hinteren Sitze (ab Ausstattung "Vision", 900 Euro Aufpreis) auch von Erwachsenen benutzt werden, ohne dass Gedanken an eine Schmerzensgeld-Klage aufkommen. Selbst eine getrennte Klimatisierung für die letzte Reihe fehlt nicht. Werden die Sitze des Kia Sorento flach im Boden versenkt, bleibt ein glattflächiges Ladeabteil mit 528 Liter Fassungsvermögen übrig, das bis auf 1.582 Liter erweitert werden kann. Die Koreaner haben dabei nicht vergessen, an eine entsprechende Zuladung zu denken. In den rund 1,8 Tonnen schweren Kia Sorento dürfen noch über 700 Kilogramm eingeladen werden - das erübrigt Streitereien vor der Urlaubsreise. Lenkung behält Informationen über Winkel und Haftungsgrenze meist für sich Allerdings sollte der Weg zum Ziel möglichst viele Geraden beinhalten, da schon die weich gepolsterten Sitze ohne nennenswerten Seitenhalt ahnen lassen, welche Philosophie der Kia Sorento verfolgt: bloß keinen Stress. Dass der Kia Sorento in Kurven früh unter deutlicher Seitenneigung über alle vier Räder schiebt und die Lenkung Informationen über Lenkwinkel und Haftungsgrenze meist für sich behält, verwundert die Tester im Rahmen des Fahrberichts daher kaum. Stattdessen wogt der Kia Sorento lieber gemütlich durch die Lande, die Passagiere haben die Welt um sich herum gut im Blick. Bei Bedarf informiert sich der Fahrer über gut ablesbare Rund- oder eher Ellipsen-Instrumente und greift mittels klar gekennzeichneter Bedienelemente in das Geschehen ein - beispielsweise kann er so die Bergabfahrhilfe oder eine starre Kraftverteilung des Allradantriebs aktivieren. Einzig die Menüstruktur des Navigationsgerätes entsprang mit ihrer Verspieltheit offenbar der Fantasie eines Zirkusdirektors. Der 174-PS-Benziner enttäuscht Wird die Fahrbahnqualität schlechter, wankt der Kia Sorento im Fahrbericht deutlich, und die optionalen 18-Zoll-Räder neigen zum Poltern. Den komfortablen Grundcharakter beeinflusst das jedoch weit weniger als der Vierzylinder-Benziner. Das 174 PS starke Triebwerk behält seine Leistung bis 4.000 Umdrehungen konsequent für sich, um darüber den Anflug eines Temperamentausbruchs vorzutäuschen. Spiegeln die Beschleunigungswerte das Phlegma des Antriebs nur unzureichend wider, macht die Ewigkeit der Elastizitätsprüfung klar, warum sich in dieser Fahrzeugklasse viele Kunden für den Kia Sorento mit kräftigem Diesel entscheiden. Zumal der Selbstzünder aufgrund des hohen Drehmoments verhindert, allzu oft zum Schalthebel des nur mäßig exakten Sechsgang-Getriebes greifen zu müssen. Immerhin hält sich der Benziner des Kia Sorento im Rahmen des Fahrberichts bei den Drehzahlorgien akustisch im Hintergrund, genehmigt sich aber gerne einen Schluck aus dem 70-Liter-Tank, durchschnittlich 12,2 L/100 km. Spätestens jetzt dürfte die Bereitschaft des Kunden, zum 2.265 Euro teureren Selbstzünder zu greifen, deutlich gestiegen sein.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-08-23

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