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Testbericht

1. September 2015
Keine Frage, der einst biedere Kia Cee’d sieht auch drei Jahre nach seiner Verwandlung zum sportlich-attraktiven Kompaktmodell durch Designer Peter Schreyer noch immer frisch und modern aus. Das Facelift der zweiten Generation kommt dennoch genau zur richtigen Zeit, fällt allerdings optisch kaum auf. Die größten Modifikationen verbergen sich unter der Karosserie, schließlich soll der im slowakischen Zilina produzierte Cee‘d auch in Sachen Technik nicht den Anschluss an die Konkurrenz verlieren. Eine der wichtigsten Änderungen findet unter der Haube statt: Nach Ford, Peugeot und VW folgen nun auch die Koreaner dem Downsizing-Trend und bieten den Cee‘d künftig mit einem Dreizylinder-Motor an. Der aufgeladene Einliter-Benziner bietet dank einer Ausgleichswelle viel Laufruhe, klettert sportlich-knurrend das Drehzahlband empor und stellt bereits ab 1.750 Touren sein maximales Drehmoment von 171Nm bereit. Die Leistung gibt Kia mit 120PS an. Das Zeug zur Sportskanone hat der Cee‘d mit dem neuen Aggregat allerdings nicht. Das verrät alleine schon die 0-100-Werksangabe von 11,1 Sekunden.

Kia Cee’d mit neuer GT-Line
Mit dem knackig geführten Sechsgang-Schaltgetriebe, der in drei Stufen (Normal, Komfort, Sport) einstellbaren Servolenkung und der elektronisch gesteuerten Drehmomentverteilung an der Vorderachse zur Reduzierung des Untersteuerns bietet er dennoch eine ordentliche Portion Fahrspaß. Optisch wird er dabei von der neuen GT-Line unterstützt, die unter anderem breitere Stoßfänger, 17 Zoll große Leichtmetallfelgen, das auffällige Vier-Spot-LED-Tagfahrlicht beinhaltet. Hinzu kommt eine straffere Abstimmung des ebenfalls überarbeiteten Fahrwerks, welches aber dennoch viel Restkomfort bietet und Unebenheiten zuverlässig wegschluckt. Den Innenraum werten ein schwarzer Dachhimmel, Aluminium-Pedale und ein Leder-Lenkrad auf. Neues gibt es auch bei den Assistenzsystemen: Je nach Ausstattungslinie sind ein Spurwechsel- sowie ein Querverkehrwarner und eine Verkehrszeichenerkennung verfügbar. Der Parkpilot beherrscht nun auch das Einparken in parallel zur Fahrbahn gerichtete Parklücken. Optional wird zudem eine induktive Ladestation für Smartphones angeboten. Ein Abstandsregel-Tempomat oder ein adaptives Fahrwerk fehlen auf der Optionsliste. Dafür wird es erstmals ein Doppelkupplungsgetriebe geben. Das Siebengang-DCT überzeugte während einer ersten Fahrt mit einer stets passenden Gangauswahl und sanften Schaltvorgängen, ist allerdings nur in Verbindung mit dem 1,6-Liter-Diesel verfügbar.Nach seiner Premiere auf der IAA geht der neue Kia Cee’d ab dem 26. September in den Handel. Die Preise für die Dreizylinder-Version, die zum Start ausschließlich in Verbindung mit der GT-Line verfügbar ist, beginnen bei 22.390 Euro.
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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-09-01

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