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Testbericht

23. Dezember 2010

Selbst im Vorstand von Infiniti scheinen sie inzwischen einen Spurhalte-Assistenten zu haben. Einen, der die noch junge Edelmarke von Nissan auf Kurs hält, unbeirrt die Expansion in Europa vorantreibt und für attraktive Modelle sorgt, die nicht Mainstream, aber auch nicht neben der Spur sind.

Infiniti EX mit sportlicher Optik So eines wie den Infiniti EX eben, ein kompaktes Sport Utility Vehicle, das es mit dem Sport noch ernster meint als sein erklärter Rivale BMW X3. Vor allem optisch: Mit seinem rundlichen Dach, das sich flach über dem bulligen Unterbau wölbt, wirkt der nur 1,58 Meter hohe Infiniti EX (X3: 1,66 Meter) wie ein verkleinerter Porsche Cayenne. Infiniti spricht dagegen von einem Coupé-Crossover, was schon mal auf - äh - gewisse Entbehrungen einstimmt. Denn vorne mangelt es wegen der hohen Sitzposition an Kopffreiheit, hinten zudem an Beinraum und Einstiegskomfort. Die größte Ernüchterung folgt beim Blick ins Gepäckabteil des Infiniti EX, das mit 340 bis 1.175 Liter Volumen nicht nur weit hinter den Konkurrenten zurückbleibt, sondern sogar weniger als ein VW Golf bietet. Immerhin lässt es sich dank der geteilten, elektrisch klappbaren Rücksitzlehne schnell und mühelos erweitern. Infiniti EX mit umfangreicher Ausstattung Versöhnlich stimmen auch das hochwertige, geschmackvolle Interieur und die umfangreiche Ausstattung des Infiniti EX. Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, Einparkhilfe, Bluetooth und schlüsselloser Zugang sind stets an Bord, für 6.800 Euro Aufpreis kommt die getestete Topversion GT Premium sogar serienmäßig mit Leder, Navigation sowie Spurhalteassistent und feinfühlig regelndem Abstandstempomat: Er beschleunigt flott, bremst früh und bis zum Stillstand.

Weniger überzeugt im Fahrbericht hingegen die komplizierte Bedienung des Infotainments - über Tasten und Touchscreen - sowie die Kooperation der Siebengangautomatik mit dem Common- Rail-Diesel. Das Getriebe lässt den Dreiliter-V6 des Infiniti EX selbst bei Bummeltempo in der Stadt mit 2000/min drehen, manuelle Eingriffe per Wählhebel (keine Schaltwippen) werden oft nicht oder zu zögerlich umgesetzt. Auch der von Renault stammende Motor verwöhnt zwar mit üppigem Drehmoment (550 Nm) und kräftigem Durchzug, ist aber nicht eben sparsam (Testverbrauch 9,8 L/100 km). Gute Traktion dank Allradantrieb Da machen sich die über zwei Tonnen Leergewicht des Infiniti EX ebenso bemerkbar wie beim eher satten als leichtfüßigen Handling, obwohl die Lenkung im Fahrbericht recht präzise und sensibel anspricht. Gleiches gilt für das sportlich-straff, aber insgesamt harmonisch abgestimmte Fahrwerk mit hohen Sicherheitsreserven und guter Traktion dank Allradantrieb. Nur: All das und manches mehr gibt es auch bei der Konkurrenz, abgesehen vom Design fehlt es dem Infiniti EX an starken Argumenten. Doch was der Infiniti EX auch immer nicht haben mag: Er hat was.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-12-23

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