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Testbericht

25. April 2010

Nanu, ist das vielleicht schon der Duft der großen weiten Welt, der uns beim Entern des neuen Hyundai-Crossovers etwas herb entgegenweht? Wollen uns die Koreaner damit etwa durch die Blume sagen, dass die Zeit jetzt endlich reif ist, die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten eines Allrad-SUV zu nutzen - bis hin zu einer motorisierten Bezwingung des Okawango-Beckens?

Eine gewisse Note kann man dem ix35 nicht absprechen Oder hat da jemand bei der Endmontage in der Slowakei einfach nur ein Duftbäumchen vergessen? Wie dem auch sei: Eine besondere Note kann man dem Nachfolger des Tucson kaum absprechen. Kräftige Statur, fetzige Linien sowie der markante sechseckige Kühlergrill verkünden das Ende der designfreien Zeit, und das ordentlich verarbeitete Interieur macht sowohl funktional wie optisch was her. Obwohl die Karosserie nur in der Länge (plus acht Zentimeter wegen des Fußgängerschutzes) nennenswert wuchs, gibt es spürbar mehr Bewegungsfreiheit innen und einen deutlich größeren Kofferraum (465 statt 325 Liter). Das Maximalvolumen (1.436 Liter) nahm ebenfalls zu, doch ein VW Tiguan bietet 74 Liter extra, mehr Variabilität und eine ebene Ladefläche. Beim ix35 steigt sie dagegen nach vorn an, weil sich nur die Rückenlehnen und nicht die Sitzfläche umklappen lassen. Auch eine längsverschiebbare Bank oder eine Beifahrerlehne, die sich für Sperrgut flachlegt - Fehlanzeige. Immerhin mangelt es weder an praxisgerechten Ablagen noch an Platz für vier Personen, nur im Fond kommt die abgeflachte Dachlinie Großgewachsenen arg nah. Das Basismodell 2.0 ist bereits gut ausgestattet An Form und Polsterung der Sitze wird die Freundschaft zum ix35 nicht scheitern, und gegen die schlechte Sicht nach hinten hat Hyundai Parkpiepser und Rückfahrkamera in petto. Überhaupt lässt sich das mit ESP, Klimaanlage und CD-Radio bereits gut ausgestattete Basismodell 2.0 (Benziner mit 163 PS und Frontantrieb) für 20.990 Euro nach Herzenslust weiter aufrüsten und glänzt in der getesteten Premium-Version sogar mit schlüssellosem Zugang sowie heizbaren Ledersitzen vorn und hinten. Xenonlicht oder Fahrer-Assistenzsysteme gibt es hingegen ebensowenig wie spezielle Spritspartechnik. Preissensible Kunden dürften auch mit dem neuen Zweiliter-Common-Rail-Diesel ein Problem haben, denn die stärkere 184-PS-Variante kostet wegen der Zwangskopplung mit Allradantrieb und Style-Ausstattung mindestens 28.490 Euro.

Der Vierzylinder ist durchzugsstark Im Gegenzug ist der nicht sonderlich kultivierte, aber durchzugsstarke Vierzylinder (392 Nm bei 1.800/min) entscheidend mitverantwortlich für den agilen, leichtfüßigen Fahreindruck des 1,7-Tonners. Schließlich verfügt diese Variante über einen Turbolader mit elektrisch verstellbaren Schaufeln, die einen schnelleren Druckaufbau und ein spontaneres Ansprechverhalten ermöglichen. Gerade deshalb könnte die optionale Sechsgang-Automatik ruhig etwas seltener schalten, doch das tut sie wenigstens relativ weich. Andererseits ist der Testverbrauch von 9,4 L/100 km wahrlich kein Ruhmesblatt. Angesichts des spritzigen Temperaments erweist sich der stabilitäts- und traktionsfördernde Allradantrieb als sinnvolle Ergänzung, zumal die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung je nach Gaspedalstellung, Lenkwinkel sowie Schlupf blitzschnell bis zu 50 Prozent des Antriebsmoments der Hinterachse zuteilt. Per Knopfdruck lassen sich zudem eine Bergabfahrkontrolle sowie eine Längssperre (bis 38 km/h) aktivieren. Zusammen mit der elektronischen Differenzialsperre hinten via aktiver Bremseingriffe kraxelt der ix35 zumindest leichte Schotterpisten hoch und wieder runter. Fünf Jahre Garantie inklusive Servicearbeiten Außerdem entfällt das fronttrieblertypische Zerren in der etwas indirekten Elektro-Lenkung, die einen akzeptablen Kompromiss zwischen Leichtgängigkeit und Präzision findet. Ähnliches gilt für das Fahrwerk: Die angenehm komfortable Dämpfung nimmt groben Erschütterungen die Härte, während die relativ straffe Federung allzu starke Seitenneigung in Kurven verhindert. Ein Vertreter des flockigen Handlings à la BMW X1 ist der Hyundai zwar nicht, aber weder bei den Fahrversuchen noch beim Bremsen zeigt er echte Blößen. Das gilt freilich auch für die meisten Rivalen, und davon gibt es mehr denn je. Umso wichtiger ist, dass der ix35 etwas vorweisen kann, was sonst keiner hat: fünf Jahre Garantie inklusive Servicearbeiten.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-04-25

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