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Testbericht

22. April 2008


Klein, sparsam, günstig und praktisch sollen sie sein, dazu den Wunsch nach Sicherheit, Komfort und Umweltschonung befriedigen. Ein Spagat, den nach dem Peugeot 107 und seinen technisch baugleichen Geschwistern Citroën C1 und Toyota Aygo jetzt auch der neue Hyundai i10 versucht. Der Koreaner tritt die Nachfolge des verhärmten, kantig-schmalen Atos an.

Länge und Radstand blieben unverändert, aber die Breite wuchs um sieben Zentimeter. Obwohl der i10 mit 3,57 Meter Länge zu den kürzestenViertürern auf dem Markt gehört, überragt er den Peugeot noch deutlich - 14 Zentimeter sind in dieser Klasse nicht wenig. Bemerkbar macht sichdieser Unterschied beim Entern der Rückbank und beim Öffnen derGepäckraumklappe. Mit 225 Liter Volumen hat der Hyundai nicht wirklichviel zu bieten. Doch im Vergleich fällt der schmale und über eine hoheLadekante schlecht zugängliche Schacht im Peugeot (130 Liter) geradezu winzig aus.

Zwei Winzlinge zum kleinen Preis

Zur Ausstattung der getesteten i10-Einstiegsversion Classic E für 9.990 Euro gehören bereits Servolenkung und Zentralverriegelung (ohne Fernbedienung) sowie ein CD-Radio mit AUX-Anschluss für externe Abspielgeräte, allerdings weder Seitenairbags noch ein Heckwischer. Beides ist neben anderem im Style-Paket für 1.000 Euro enthalten. Um das Niveau des Peugeot in der 11.400 Euro teuren Urban Move-Variante zu erreichen, fehlt zudem die Klimaanlage für 790 Euro. Damit ist der Preisvorteil des Hyundai dahin. Kopfairbags, beim Peugeot für 260 Euro bestellbar, werden für den i10 überhaupt nicht angeboten.

Vorteile im Stadtverkehr

Ihre Trümpfe spielen die beiden Kleinwagen ohnehin am besten im Stadtverkehr aus. Kleiner Wendekreis und geringe Abmessungen machen die Parkplatzsuche zum Vergnügen. Dank der tiefgezogenen Heckscheibe ist der Peugeot beim Rückwärtsfahren besonders gut einzuschätzen. Trotzdem gäbe es an der Übersichtlichkeit noch einiges zu verbessern: Das vordere Ende entzieht sich jeweils dem Blickfeld des Fahrers, und die breiten C-Säulen können beim Rechtsabbiegen durchaus einen Radfahrer verdecken.

Knapp 70 PS starke Triebwerke unter den kurzen vorderen Hauben lassen auch außerhalb der Stadtgrenzen auf muntere Fahrleistungen hoffen - besonders im 853 Kilogramm leichten 107. Sein ebenso dreh- wie vibrationsfreudiger Einliter-Dreizylinder bringt ihn flott auf Trab, sofern es gelingt, mit der wenig exakten Schaltung auf Anhieb den richtigen Gang zu treffen. Im Hyundai funktioniert das deutlich präziser. Der erhöht angeordnete Schalthebel liegt gut zur Hand und flutscht exakt durch die klar definierten Gassen. Aber selbst fleißiges Sortieren der fünf Gänge kann das träge Temperament des knapp 100 Kilo schwereren i10 kaum kaschieren.

i10: Mehr Hubraum, dennoch schwächer

Sein Triebwerk verfügt zwar über einen Zylinder und 88 cm³ mehr, erweist sich aber als zäh und drehunwillig. In der Stadt stört das weniger als auf der Autobahn, wo der Koreaner nur mit viel Geduld über Tacho 140 beschleunigt und bereits bei geringen Steigungen an Tempo verliert. Leise ist er dabei nicht, wenngleich eine Spur ruhiger und kultivierter als der in allen Lebenslagen sonor-brummige Peugeot-Motor. Unterlegen ist der Hyundai vor allem beim Verbrauch, der mit über sieben Litern pro 100 Kilometer für dieses Segment eindeutig zu hoch ausfällt.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-04-22

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