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Testbericht

21. Januar 2015
Der CR-V ist Hondas wichtigstes Pferd im Stall. Meistverkauftes Modell in Deutschland, millionenfach verkauft auf den Weltmärkten. Dabei ist der CR-V kein Prahlhans oder Aufschneider, er hat im Gegenteil seit der ersten Modellgeneration das Understatement perfektioniert. Statt Protz und Krawall setzt der CR-V auf pfiffige Details, das begann schon mit der zum Campingtisch umfunktionierbaren Laderaumabdeckung im 1996 erstmals angebotenen Ur-Modell.Von ähnlicher Zurückhaltung geprägt ist auch das Statement des Herstellers zur Überarbeitung der vierten Generation CR-V, Modelljahr 2015. Honda spricht hier von einem Facelift, doch tatsächlich wurden bei der Technik grundlegende Umbaumaßnahmen durchgeführt.

Feinarbeit an der Optik
Das neue Modell ist auch von außen schnell zu erkennen. Statt des solitären Kühlergrills der bisherigen Variante laufen zwei Chromstreben in die neu designten, flacheren Scheinwerfer, eine glänzende Einrahmung gab es auch für die jetzt kleineren Nebelscheinwerfer im umgestalteten Stoßfänger, der zudem nun mit einer modischen Einlage im Unterfahrschutz-Look auf sich aufmerksam macht. Ähnlich verhält es sich am Heck, wo zusätzlicher Metall-Look an der Heckklappe und im Stoßfänger, die anders positionierten Nebelleuchten und eine leicht veränderte Grafik der Rückleuchten den CR-V-Jahrgang 2015 erkennen lässt.Unter dem Blech gab es tiefgreifende Änderungen, die in erster Linie den Geräuschkomfort und das Fahrverhalten beeinflussen. Mit zusätzlichen Dämmstoffen wird die Innenraum-Lautstärke während der Fahrt reduziert, am Fahrwerk setzten die Techniker gleich in mehreren Punkten an. Eine breitere Spur, ein geänderter Radsturz und eine direkter abgestimmte Lenkung sollen die Fahrdynamik nachschärfen. Wichtigstes Detail jedoch: der bisherige Top-Diesel mit 2,2 Liter Hubraum wird in Rente geschickt, er nimmt auf seinen Weg in den Ruhestand auch gleich die bisherige Fünfstufen-Automatik mit.Ersetzt wird der Antrieb durch eine neue Biturbo-Version des 1,6-Liter-Diesel, der auch gleich noch zehn PS mehr mitbringt. Seine 160PS und 350 Newtonmeter Drehmoment schickt der neue CR-V-Topmotor optional an eine ebenfalls neue Neustufen-Automatik von ZF. Dieses Package bringt stolze 65 Kilo weniger auf die Waage als der bisherige 150-PS-Diesel mit Automatik. Den Verbrauch der ausschließlich mit Allrad erhältlichen Spitzenmotorisierung gibt Honda mit 4,9 Liter an.Dritte Baustelle beim neuen Honda CR-V war das Infotainment-System. Das Honda-Connect-System basiert auf dem von Smartphones bekanten Betriebssystem Android 4.0.4 und macht damit zusätzliche Apps und internetbasierte Anwendungen verfügbar. So lässt sich beispielsweise die Internetverbindung nutzen, um Sehenswürdigkeiten im Umkreis zu finden, die sich dann unmittelbar an die Navigations-App (von Garmin, vier Jahre Kartenupdate sind frei) weiterleiten lässt. Auch die Anbindung moderner Smartphones mit allen üblichen Funktionen ist damit denkbar vereinfacht. Die Funktion Mirror-Link, mit der sich die Bedienungsoberfläche des Smartphones direkt auf den Honda-Connect-Bildschirm spiegeln lässt, ist derzeit jedoch nur mit zwei Modellen von HTC und Samsung möglich.

Der neue Honda CR-V fährt sehr harmonisch
Der neue CR-V-Diesel mit 160PS und die neunstufige Automatik bilden eine ausgesprochen harmonische Verbindung. Durch die weite Spreizung des Getriebes mit sehr kurz übersetztem Anfangs-Gang und extrem langer Autobahn-Übersetzung in den hohen Stufen fällt es der Steuerelektronik leicht, den Motor in einem optimalen Drehzahlband zu halten. Durch die kaum spürbaren Schaltvorgänge, bei denen das Getriebe je nach Bedarf auch schon einmal mehrere Stufen überspringt, wirkt der Antrieb sehr gelassen und lässt kaum Hektik aufkommen. Das gilt selbst bei rascher Fahrweise, die der Honda CR-V nun noch einen Tick besser beherrscht. Der Unterschied zum Vorgänger in Sachen Kurvenlage und Federungskomfort ist kein Quantensprung, aber spürbar. Speziell die exakte, feinfühlige Lenkung und das bis in hohe Tempobereiche hinein neutrale Kurvenverhalten können überzeugen, der neue CR-V fühlt sich leichtfüssiger an als die bisherige Version. Rabiaten Schub sucht man zwar vergebens, doch wer es darauf anlegt, kann den neuen Honda CR-V ausgesprochen zügig bewegen, ohne vorzeitig von der Fahrdynamikregelung eingebremst zu werden.Mangels entsprechender Fahrsituationen konnten wir auf unserer ersten Testfahrt die dritte große Neuerung des Honda CR-V nicht in der Praxis austesten. Honda hat das neue System für den intelligenten Tempomat i-ACC (Intelligent Adaptive Cruise Control) getauft. i-ACC kombiniert einen Radarsensor und eine Kamera, um den vorausfahrenden Verkehr zu beobachten. Dabei soll nicht mehr nur der Abstand zum Vordermann eingehalten werden, sondern auf Autobahnen auch die Nebenspur unter Beobachtung stehen. Vermutet das i-ACC ein auf ein langsameres Fahrzeug auflaufendes Auto, das zum überholen ansetzen und vor dem CR-V einfädeln könnte, wird bereits automatisch ein entsprechender Sicherheitsabstand gehalten.Die Preise für den Honda CR-V steigen je nach Version moderat bis spürbar. Die Diesel-Topmotorisierung, welche ausschließlich mit Allradantrieb angeboten wird, verteuert sich um rund 2.000 Euro und startet bei 32.590 Euro, für die Neunstufen-Automatik werden weitere 2.100 Euro fällig. Verkaufsstart für die neue Honda CR-V-Generation ist am 21. März.
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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-01-21

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