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Testbericht

Marcel Sommer, Wolfgang Gooll, Stefan Grundhoff, 15. September 2015
Alle zwei Jahre lassen es insbesondere die deutschen Autohersteller auf der IAA so richtig krachen. Doch bei viel Licht gibt es auch einiges an Schatten.

Audi setzt auf der IAA alles auf seinen neuen A4, BMW inszeniert den luxuriösen 7er und Porsche sorgt mit seinem strahlend weißen Tesla-Jäger Mission E für staunende Gesichter. Da haben es Messeneuheiten wie Opel Astra, Renault Megane, die vierte Generation Toyota Prius oder selbst der aufgefrischte Porsche 911 - nunmehr daueraufgeladen - schwer, überhaupt ins Rampenlicht zu fahren. Einmal mehr dreht sich bei einer Automesse der Neuzeit vieles, aber nicht alles dreht sich um die SUV. Hier glänzen Modelle wie Bentley Bentayga, VW Tiguan, Ford Edge, Mercedes GLC, Kia Sportage, Jaguar F-Pace oder der lang erwartete Borgward BX 7 auf den millionenschwer ausstaffierten Messeständen. Sportwagen sind in Frankfurter traditionell alle zwei Jahre ein Thema. Da macht die 66. Auflage der IAA mit Neuheiten wie dem nunmehr aufgeladenen Porsche 911, dem polarisierenden Lamborghini Huracan Spyder oder dem sehenswerten Mercedes AMG C 63 Coupé mit über 500 PS keine Ausnahme. Noch spektakulärer ist das Angebot an Cabrios. Hier überbieten sich der 330.000 Euro teure Rolls-Royce Dawn und das schneidige Mercedes S-Klasse Cabrio mit bis zu 585 PS, während der offene Smart Fortwo den sonnigen Gegenpol im Hause Daimler darstellt. Etwas mehr Dampf gefällig: dann ist der Ferrari 488 Spider genau der rechte Spaßmacher. Ebenso wie die Elfer-Generation zwangsbeatmet.

Nach Jahren des Darbens kommen auch Limousinen und Kombis aus den einst so beliebten Mittelklassen wieder auf die Messebühnen. Die Handvoll Familienväter, die noch nicht SUV-Lager abgedriftet ist, kommt rund um den Frankfurter Messeturm mit Renault Talisman, Audi A4 Avant, Opel Astra Sports Tourer oder dem Kia Optima (später ebenfalls als Kombi) auf ihre Kosten. Noch mehr Platz für Familie und Freizeit bietet der Skoda Superb Combi. Mehr Emotionen soll der Alfa Romeo Giulia wecken. Doch ob ein Einzelkämpfer die Traditionsmarke wiederbeleben kann? Mehr als ein cooler Kleinlaster ist der nunmehr sechstürige Mini Clubman.

Doch so sehr die Vorstände auch strahlen und vor meterhohen LED-Wänden den Erfolg der eigenen Unternehmen inszenieren, es gibt auch Schatten. China ist weit, mag man meinen. Doch die Krise der chinesischen Wirtschaft ist auf der Frankfurter IAA allgegenwärtig und auch in Russland und Südamerika läuft es für viele lausig. Das spürt und hört man zwischen den Messeständen nicht nur in der deutschen Premiumliga. Volkswagen, Audi, Mercedes, BMW und Porsche - sie drücken der Internationalen Automobil Ausstellung alle zwei Jahre ihren finanzkräftigen Stempel auf. Die IAA ist mehr als eine Automesse - sie ist eines der größten Aushängeschilder von deutscher Wirtschafts- und Innovationskraft - der Abstrahleffekt geht vom Main hinaus in die weite Welt. "Mobilität verbindet" lautet das Motto der 66. IAA Pkw. Und es passt zu dieser weltweit wichtigsten Automobilmesse wie maßgeschneidert", so VDA-Präsident Matthias Wissmann, "denn der Megatrend des vernetzten und automatisierten Fahrens wird hier in Frankfurt für alle sichtbar, greifbar, erlebbar."

Da sich die Elektroautos bisher die schmalen Reifen in den Autohäuser platt stehen, versuchen es einige Hersteller nunmehr mit elektrisierenden Emotionen. Porsches Mission E greift 600 PS stark und mit schwindelerregenden Ladezeiten von 15 Minuten ohne Scham das Model S von Tesla an, während das Audi e-tron Quattro Concept eher den familiären Fahrdynamiker mimt. "Audi wird Anfang 2018 einen rein elektrisch angetriebenen Sport-SUV in der Oberklasse präsentieren. Die Technikstudie gibt einen konkreten Ausblick darauf", sagt Audis Technik-Vorstand Ulrich Hackenberg, "sie vereint Fahrspaß mit großer Reichweite, einem ausdrucksstarken Design und exzellentem Komfort". 370 Kilowatt, 800 Nm Drehmoment und 500 Kilometer Reichweite sollen dafür sorgen, dass der vermeintliche Q6 nicht in die Ökoschublade gepackt wird. Mercedes verzichtet auf Elektrospielereien, bringt mit der Flunderstudie IAA - Intelligent Aerodynamic Automobile - die Vision eines viertürigen Coupés, das seinen Luftwiderstandswert von 0,25 durch aus- und einfahrbare Karosserieelemente auf 0,19 senken kann. Spätere Serieneinsätze der Ideen: keinesfalls ausgeschlossen.
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Quelle: Autoplenum, 2015-09-15

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