12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

21. Oktober 2014
Staubsauger verursachen normalerweise nur ein maues Medienecho. Doch wenn sich die Europäische Union in ihrem Regulierungswahn die handlichen Haushaltsgeräte vorknöpft und ihnen quasi eine Tempobeschränkung verordnet, sieht das anders aus. Seit die EU zum Schutze unserer Ressourcen nur noch Geräte mit maximal 1.600 Watt Leistung erlaubt und 2017 die Grenze sogar auf 900 Watt heruntersetzt, wird in den Medien über den Nutzen der Anfang September in Kraft getretenen Vorschrift diskutiert. Wir beteiligen uns an der Diskussion und sagen, dass diese Verordnung gar nicht so verkehrt ist. Denn die Wattzahl allein sagt nicht viel über die Saugleistung der Geräte aus – nur etwas über die Höhe des Stromverbrauchs.

Weitere Faktoren bei Handstaubsaugern ausschlaggebend
Das ist die Erkenntnis aus einem Test mit zwölf Handstaubsaugern, den wir gemeinsam mit der Anwendungstechnik des Pflegemittelherstellers Dr. O.K. Wack Chemie in Ingolstadt durchführten. Zwar beeinflusst der Elektromotor die Saugleistung, da er ein Gebläse antreibt, das den nötigen Unterdruck erzeugt. Doch für ein ordentliches Resultat sind noch andere Faktoren entscheidend. Zum Beispiel spielt die Strömungsoptimierung eine große Rolle, und die hängt von der Saugdüse, vom Saugrohr und vom Gehäuse des Gerätes ab. Ist das alles gut aufeinander abgestimmt, reichen bereits 65 Watt für eine gründliche Reinigung aus, wie der Test zeigt. Dabei verlangt die Fahrzeugreinigung den Geräten einiges ab, was am feinen Autoteppich liegt oder den vielen Ecken, Kanten und kleinen Zwischenräumen in den Autos. So absolvierten die zwölf Handstaubsauger ohne Einwegbeutel in Anlehnung an die Staubsauger-Prüfnorm DIN EN 60312-1 ein hartes Programm im Test. Wir gingen sogar weiter als die Norm und verwendeten nicht nur den anerkannten Teststaub, der den ganz normalen Alltagsdreck simuliert, sondern auch noch echte Hundehaare der Golden-Retriever-Hündin Lilly von Chefredakteur Ralph Alex. Da die Vierbeiner oft bei Fahrten dabei sind, hinterlassen sie auch in Teppich und Polstern ihre Haare – Schwerstarbeit für Staubsauger.

Akku oder Steckdose?
Die Geräte wurden in zwei Bereiche eingeteilt, da sie entweder über einen Akku oder einen Anschluss für die Zwölf-Volt-Steckdose verfügen. Welche die bessere Variante ist, lässt sich nicht sagen. Die guten Geräte beider Gattungen liegen in der Reinigungsleistung nicht weit auseinander – aber beim Preis. Während man für die kabelgebundenen Handstaubsauger in diesem Test zwischen 13 und 40 Euro investieren muss, sind es bei den Produkten mit Batterie zwischen 44 und 247 Euro.Dass günstig nicht gleich schlecht sein muss, beweist der Handstaubsauger der Lidl-Hausmarke SilverCrest. Es zeigt zwar leichte Schwächen beim Alltagsdreck, doch bei Hundehaaren spielt das 13 Euro teure Produkt seine Stärken aus und holt verdient den zweiten Platz bei den kabelgebundenen Varianten vor den solide arbeitenden Saugern von Defort und Heyner. Nur das Gerät von Black & Decker ist in der Reinigung besser. Dem Straßenschmutz rückt es konsequenter zu Leibe, und auch bei der Hundehaarentfernung kann es sich von der Konkurrenz absetzen. Wichtige Punkte für den Testsieg sammelt das Gerät auch mit dem geringen Stromverbrauch und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für nicht mal 40 Euro bietet Black & Decker eine üppige Ausstattung, die vom fünf Meter langen Stromkabel bis hin zu einem verstellbaren Saugrohr mit integrierter herausziehbarer Fugendüse reicht. Eine ähnlich gute Ausstattung in dieser Sparte bietet nur noch der Handstaubsauger von Eufab, der als einziger mit einer rotierenden Bürste punktet. Grundsätzlich bringt sie gerade bei der Beseitigung starker Verschmutzungen (Hundehaare) Vorteile. Beim Eufab-Produkt konnten wir das jedoch nicht feststellen. Immerhin ist die Saugleistung noch ausreichend. Schlimmer sind die Verarbeitungsmängel und der hohe Stromverbrauch – das verhindert das Urteil "empfehlenswert". Noch schlechter schneidet das Gerät von HP Autozubehör ab. Der Handstaubsauger fällt wegen der mangelhaften Saugleistung durch.

Akku-Handstaubsauger mit kurzer Laufzeit
Bei den Akku-Handstaubsaugern bestehen alle den Test, allerdings gibt es auch hier Licht und Schatten. Nur bedingt empfehlenswert sind die Geräte von Bosch und Rosenstein. Die Saugleistung sowohl bei hartnäckigen Hundehaaren als auch beim Straßendreck vermasselt ein besseres Urteil. Während die anderen Geräte das Reinigungskapitel mit "befriedigend", "gut" oder wie der Dyson-Sauger mit der Note "sehr gut" abschließen, kommen Bosch und Rosenstein nicht über ein "ausreichend" hinaus. Beim Rosenstein-Produkt sorgt noch der schwache Akku für eine Abwertung. Nur sieben Minuten hält er durch, was bei größeren Autos zur Innenraumreinigung kaum ausreicht. Mindestens zehn Minuten sollte ein Akku schaffen. Gut sind 20 Minuten oder mehr, abgesehen vom Philips-Gerät schafft der Rest diese Hürde – der Waeco-Sauger beeindruckt sogar mit einem Wert von 38 Minuten.Den Sieg holt sich der Dirt Devil Gator. Preis, passable Laufzeit und die gute Saugleistung dank rotierender Bürste überzeugen. Knapp dahinter landet das Dyson-Gerät, das ebenfalls eine rotierende Bürste besitzt und die beste Saugleistung erzielt, aber teuer und vor allem in der zweiten Saugstufe zu laut ist. Das kostet den Testsieg. Den verspielt auch der punktgleiche Philips-Sauger. Der Grund: Die Akkuleistung ist mit 14 Minuten nur durchschnittlich.

So wurde getestet
Die Anwendungstechnik des Pflegemittelherstellers Dr. O.K. Wack testete mit der Redaktion die Handstaubsauger in einem definierten Versuchsaufbau – angelehnt an die DIN-Norm EN 60312-1. Um den Test praxisnah zu gestalten, kamen neben dem genormten Teppichprüfstaub auch noch Hundehaare zum Einsatz. Beide Schmutzarten wurden in einer bestimmten Menge, die unter anderem abhängig von der Saugbreite des Gerätes war, mit einer Handwalze in einen typischen Autoteppich eingerieben. Dann erfolgten fünf Saugdurchgänge. Per Wiegemethode und Sichtkontrolle wurde das Ergebnis ermittelt.
Weiterlesen

Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-10-21

Getestete Modelle
Für diesen Testbericht sind keine passenden Modelle vorhanden.
Ähnliche Testberichte
Autoplenum

Autoplenum, 2019-02-22

Volvo XC90: Neue Mild-Hybride - Dickes „B“Volvo XC90: Neue Mild-Hybride - Dickes „B“
Dickes „B“ Volvo XC90: Neue Mild-Hybride Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-02-22

Renault Scénic - Neue Automatik-DieselRenault Scénic - Neue Automatik-Diesel
Neue Automatik-Diesel Renault Scénic Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-02-22

5x Tipps zum Start bei einer Oldtimer-Rallye - Sportlich ...5x Tipps zum Start bei einer Oldtimer-Rallye - Sportlich unterwegs ...
Sportlich unterwegs im eigenen Klassiker 5x Tipps zum Start bei einer Oldtimer-Rally...Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-02-22

Bugatti Type 57 SC Atlantik - Der teuerste Gebrauchtwagen...Bugatti Type 57 SC Atlantik - Der teuerste Gebrauchtwagen der Welt
Der teuerste Gebrauchtwagen der Welt Bugatti Type 57 SC Atlantik Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-02-22

Cupra Formentor - Ausblick auf SUV-CoupéCupra Formentor - Ausblick auf SUV-Coupé
Ausblick auf SUV-Coupé Cupra Formentor Ganzen Testbericht lesen