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Testbericht

26. Juli 2007

Für jedes Jahr der Abstinenz scheint VW beim neuen Variant ein Zentimeterchen angehängt zu haben, so dass ein stattliches Auto entstanden ist. 4,56 Meter misst er nun in der Länge. Seine Attraktivität ergibt sich schon über die Preise. 23.215 Euro für die getestete Comfortline-Variante lassen ihn im Vergleich zur Konkurrenz günstiger dastehen. Denn tatsächlich sind der Ford Focus Turnier Titanium für 24.000 Euro und der Opel Astra Caravan Cosmo für 24.390 Euro teurer als der VW.

Klassische Kombi-Tugenden bieten dafür alle drei. Sitzflächen im Fond hoch, Rückenlehnen umklappen, fertig sind die topfebenen Ladeflächen. Nur beim Astra muss man dafür die hinteren Kopfstützen herauspflücken, wird danach aber mit dem größten Gepäckraum (500 bis 1.590 Liter) belohnt, dem Golf (505 bis 1.495 Liter) und Focus (482 bis 1.525 Liter) aber zumindest voll besetzt das Wasser reichen können.

Größte Zuladung im Golf

Ford zeigt im Heck ohnehin zwei Gesichter. Heimst der Turnier für das beste Quadermaß noch ungeteilte Bewunderung ein, verspielt er sie durch die geringste Zuladung (461 kg) gleich wieder. Schon der Astra Caravan bietet deutlich mehr (524 kg), wenngleich der Golf Variant das beste Verhältnis von Stauvolumen zu Zuladung (545 kg) aufweist.

Ein Problem des Astra ist schnell ausgemacht: sein unexakt zu schaltendes Sechsganggetriebe. Es nimmt dem Motor mit seiner auf Sparsamkeit getrimmten Abstufung den Elan und erstickt jeglichen Fahrspaß im Keim. Die jeweils fünf Gänge sind im aufdringlich rau klingenden Golf Variant und im Focus Turnier präziser anzuwählen. Nicht einmal im Verbrauch kommt Opel die sechste Stufe zugute. Mit 7,6 Liter/100 km gönnt er sich sogar mehr als der VW (7,2 L/100 km) und der Ford (7,3 L/100 km).

Knappes Ergebnis

Das gleiche Bild ergibt sich bei Handling und Lenkung. Vorne der Ford Focus. Er wirkt leichtfüßiger und direkter, wohingegen der Golf eher den schweren Wagen mimt. Die Astra-Lenkung ist um die Mittellage teigig und lässt für ein präzises Handling die nötige Rückmeldung vermissen.

Dass der Golf Variant auch die besten Bremsen an Bord hat, spielt ihm schlussendlich ebenso in die Karten wie seine hervorragende Qualitätsanmutung und die einfache Bedienbarkeit. Letztlich holt er aber vor allem im Antriebskapitel innerhalb der Eigenschaftswertung einen kleinen Vorsprung heraus, den er bis zum Schluss auch nicht mehr abgibt. Doch der Vorsprung hält sich in Grenzen.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-07-26

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