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Testbericht

Hanne Schweitzer/SP-X, 15. Januar 2018

Einen Gebrauchtwagen mit manipuliertem Kilometerstand zu kaufen ist nicht nur ärgerlich, weil man einen zu hohen Kaufpreis bezahlt hat. Sondern auch, weil nach regulärem Kilometerstand längst fällige Wartungen nicht erledigt werden und so beispielsweise der Motor ernsthafte Schäden davontragen kann.
 
Für Betrüger ist es einfacher als man annehmen könnte, bei einem Gebrauchtwagen den Tacho zurück zu drehen: An die OBD2-Schnittstelle, über die die Werkstatt sonst die Pkw-Daten ausliest, wird ein kleines Gerät angeschlossen. In wenigen Sekunden ist der Tachostand manipuliert. Schützen kann man sich davor nur, wenn man genau aufpasst, wie die Kfz-Experten in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ empfehlen.
 
Zunächst gilt es, die Dokumentation mit dem Kilometerstand abzugleichen: Ein fehlendes Serviceheft (Scheckheft) ist ein Grund, das Auto nicht zu kaufen. Aber Vorsicht, auch das Heft kann gefälscht sein; ist zum Beispiel die Stempelfarbe in allen Jahren exakt gleich, kann das ein Hinweis darauf sein, dass alle gleichzeitig gestempelt wurden – Stempelfarbe ändert sich über die Zeit. Auch auf Rechnungen für Inspektionen oder Ölwechsel wird der Kilometerstand erfasst, sie sollte man mit dem aktuellen Stand abgleichen. Wurde in einer Periode auffallend wenig gefahren oder sind die Zeit- und Kilometerabstände plausibel?
 
Ein gesundes Misstrauen sollte man auch bei der Begutachtung des Wagens an den Tag legen. Passt der Verschleiß des Innenraums – abgegriffenes Lenkrad, verkratzte Ledersitze, abgenutzte Pedale – zum Tachostand? Auch das Bauchgefühl darf mitentscheiden: Wirkt der Verkäufer seriös? Gibt es Unstimmigkeiten oder kann er alle Fragen beantworten?
 
 
Einen gut gemachten Tachobetrug kann ein Laie aber kaum erkennen. Da hilft es nur, bei einem seriösen Kfz-Betrieb zu kaufen. Die Experten empfehlen, im Kaufvertrag auf einer verbindlichen Zusicherung des Kilometerstandes bestehen: „entspricht der tatsächlichen Laufleistung“ anstatt „soweit bekannt“ oder „laut Vorbesitzer“. Viele Händler zieren sich hier, weil sie die genaue Vorgeschichte des Pkw nicht kennen.

Tachobetrug ist für den Laien meist schwer zu erkennen. Trotzdem gibt es einige Anhaltspunkte auf die ein Gebrauchtwagenkäufer achten sollte.

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Fazit
Tachobetrug ist für den Laien meist schwer zu erkennen. Trotzdem gibt es einige Anhaltspunkte auf die ein Gebrauchtwagenkäufer achten sollte.

Quelle: Autoplenum, 2018-01-15

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