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Testbericht

Mario Hommen/SP-X, 5. Dezember 2017

In einigen Gegenden Deutschlands sind Schnee und Eis ein eher seltenes Phänomen, das viele Autofahrer jedes Jahr aus Neue überfordert. Doch wer ein paar Tipps beherzigt, hat beste Chancen, auch bei schwierigen Straßenverhältnissen sicher ans Ziel zu kommen.
 
Sind die Straßen schneebedeckt, sollten Autofahrer in erster Linie mit deutlich längeren Bremswegen und einem möglichen Ausbrechen des Fahrzeugs rechnen. Da es selbst den Winterreifen manchmal an Grip fehlt, muss vor allem die Geschwindigkeit angepasst werden. Oftmals sinkt die Haftung auf ein Drittel des Niveaus trockener Fahrbahnen. Entsprechend empfiehlt sich eine langsame, untertourige und zudem vorausschauende Fahrweise, bei der extralange Abstände zum Vordermann gefragt sind. Auffahrunfälle, bei denen die deutlich verlängerten Bremswege unterschätzt wurden, sind das typische Begleitphänomen auf schneebedeckten Straßen. Vielfach sind Crashs auch der Hektik geschuldet, die bei einigen Autofahrern aufgrund allgemeiner Verzögerungen aufkommt. Verspätungen sollte man bei verschneiten Straßen besser gelassen hinnehmen, ändern lässt sich sowieso nichts daran.
 
Ebenfalls sollte man bei Kurvenfahrten die Geschwindigkeit so anpassen, dass ein seitliches Ausbrechen unwahrscheinlicher wird. Auch wenn heute die meisten Autos ESP an Bord haben, kann das Fahrzeug leicht mal in eine andere als die vorgegebene Richtung tendieren. Die Grenzen der Physik kann der Schleuderschutz nicht außer Kraft setzen. Wichtig deshalb: Gefühlvolles Gasgeben, Lenken und Bremsen. Das reduziert Stress und erleichtert zudem die Fahrmanöver. Sollte das Auto bei einer Kurvenfahrt dennoch über die Vorderräder schieben oder mit dem Heck ausbrechen, sollte sofort die Kupplung getreten werden, damit sich das Fahrzeug schneller stabilisiert. Um wieder in die gewünschte Richtung zu kommen, hilft in jedem Fall schnelles, aber maßvolles Gegenlenken. Vorsicht: Bei zu großem Lenkeinschlag schaukelt sich das Auto oft weiter auf.
 
Tritt ein Hindernis auf, müssen Fahrzeuge mit ABS hart gestoppt werden. Das System regelt die Bremsleistung, so dass das Auto lenkbar bleibt. Auf diese Weise können noch im letzten Moment, wenn der Bremsweg nicht mehr ausreicht, Hindernisse umfahren werden.
 
Darüber hinaus sollte man als Autofahrer auf einige typische Winterphänomene mit besonderer Vorsicht reagieren. Befinden sich zum Beispiel in der Fahrbahn tiefe Schneerillen, sollte man auf Spurwechsel möglichst verzichten. Liegt schon etwas längere Zeit Schnee auf den Fahrbahnen, muss man zudem mit Eisbildung rechnen. Das kann für tückische Überraschungen an Kreuzungen, Fahrbahneinmündungen oder Ampeln sorgen. Auch wenn eine Schneedecke guten Grip verspricht, kann es darunter spiegelglatt sein. So glatt, das Bremsen kaum noch Wirkung zeigen. Deshalb muss man an solchen Stellen die Geschwindigkeit nochmals deutlich drosseln. Insgesamt kann bei winterlicher Witterung die Glätte innerhalb weniger Meter stark variieren. Wer während der Fahrt häufiger vorsichtige Bremsproben macht, bekommt ein besseres Gefühl dafür, wie glatt es ist.
 
Für Fahrten im Gebirge empfiehlt es sich zudem, für alle Fälle Schneeketten im Kofferraum zu haben. Damit steigt die Chance, auch bei extremen Straßenverhältnissen durchzukommen. Übrigens: Für den Fall, dass die Traktionskontrolle oder das ESP die Leistung beim Anfahren am Berg so weit herunterregelt, dass ein Fortkommen problematisch wird, lässt sich das System in vielen Fällen abschalten.

Das Fahren auf Eis und Schnee birgt einige besondere Risiken. Wer ein paar einfache Regeln beherzigt, kann das Gefahrenpotenzial jedoch deutlich verringern.

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Fazit
Das Fahren auf Eis und Schnee birgt einige besondere Risiken. Wer ein paar einfache Regeln beherzigt, kann das Gefahrenpotenzial jedoch deutlich verringern.

Quelle: Autoplenum, 2017-12-05

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