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Testbericht

12. August 2013
Würde Ford nicht alle 20.000 Kilometer einen Routinestopp vorschreiben – wer weiß, ob der marsrote Ford C-Max 1.6 Ecoboost in Titanium-Ausstattung während der Zeit im Dauertest-Fuhrpark je eine Werkstatt von innen hätte sehen müssen. Auf die Hebebühne fuhr er sonst nur für den Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen, dazwischen spulte der fünfsitzige Ford C-Max anstandslos im Durchschnitt 5.000 Kilometer pro Monat ab. Selbst während der turnusmäßigen Werkstattaufenthalte gab es für die Mechaniker kaum Außerplanmäßiges zu erledigen. Nach 40.000 Kilometern mussten am Ford C-Max die vorderen Bremsbeläge ersetzt werden. Im Rahmen der 60.000er-Inspektion wurde ein Reset an Audiomodul und Display vorgenommen, weil das Radio zeitweise nicht funktionierte – das war‘s.

Ford C-Max mit gewöhnungbedürftiger Bedienung Trotzdem kassierte die Multimedia-Einheit des Ford C-Max mehr Kritik als Lob, und das lag in erster Linie am kleinen Navi-Display und der sehr gewöhnungsbedürftigen Bedienung. Sie erfolgt entweder über eine der vier Wipptasten am Lenkrad oder die vielen unterschiedlichen Knöpfe auf der Mittelkonsole. Aber selbst nach vielen Kilometern auf den langstreckentauglichen Sitzen haderten die Ford C-Max-Fahrer noch damit, wie die sich wiederholenden Einträge im Dauertestbuch zeigen. Trotzdem war der Ford C-Max für große Touren sehr beliebt. Mit 4,38 Meter Länge besitzt er noch relativ kompakte Abmessungen, wartet jedoch mit genügend Platz für Passagiere und Gepäck auf. Eine Ford C-Max-Spezialität sind die nach schräg hinten verschiebbaren äußeren Fondsitze, sofern zuvor der schmale Mittelplatz nach hinten geklappt wurde. Das schränkt zwar die Ladekapazität des Kofferraums spürbar ein, doch so genießen Beine, Schultern und Ellenbogen Bewegungsfreiheit wie in einer Chauffeurs-Limousine.

Ford C-Max mit starkem Fahrwerk und schwacher Materialanmutung Dagegen wirken die im Ford C-Max-Interieur verwendeten Kunststoffe für manchen Geschmack eher zweckmäßig als gediegen. Zudem entspricht die Materialqualität der Gepäckraum-Auskleidung nicht dem, was man von einem – mit einigen Optionen – knapp 30.000 Euro teuren Auto erwarten kann. Zu diesen Extras zählt unter anderem der Spurwechselassistent, der per Lämpchen im Außenspiegel vor Autos im toten Winkel warnt. Doch hin und wieder unmotiviert erscheinendes Aufleuchten ließ so manchen Ford C-Max-Fahrer an der Zuverlässigkeit des Systems zweifeln. Keine unterschiedlichen Meinungen rufen hingegen Fahrwerk und Antrieb hervor, denn beides gehört ohne Zweifel zu den Stärken des Ford C-Max. Mit seiner eher straffen Abstimmung und der präzise rückmeldenden Lenkung vermittelt er nicht nur ein agiles und sicheres Gefühl, sondern richtiggehend Fahrspaß. Dazu kommt eine Federung, die die meisten Stöße in aller Regel unauffällig wegsteckt. Und ein Motor, der ebenso kräftig wie kultiviert für angemessenen Vortrieb sorgt. Der 1,6 Liter große, von Ford Ecoboost genannte Turbobenziner harmoniert im Ford C-Max prächtig mit dem exakt schaltbaren Sechsganggetriebe, zeigt aber beim Verbrauch zwei Gesichter. Zurückhaltend bewegt, begnügt er sich mit nur rund sieben Liter pro 100 km, während er auf schnellen Etappen über elf Liter aus dem 55-Liter-Tank saugt. Über die gesamte Distanz pendelte sich der Durchschnittsverbrauch des Ford C-Max bei 9,0 Liter ein. Wäre ein Dieselmotor auf Dauer die günstigere Wahl? Im Ford C-Max hätte das zudem den Vorteil, ihn mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombinieren zu können, das es für die Ecoboost-Triebwerke nach wie vor nicht gibt. Doch die Ford C-Max-Kunden lassen sich davon nicht beirren. Bis Anfang 2013 der neue Dreizylinder-Benziner mit 125PS kam, war der 1.6 Ecoboost mit rund 25 Prozent Anteil der gefragteste Motor im Ford C-Max – zusammen mit der Titanium-Ausstattung, für die sich rund 50 Prozent entscheiden. Eine gute Wahl, wie das Ergebnis des Dauertests bestätigt.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2013-08-12

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