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Testbericht

11. April 2016
Bei seinem Debüt 1996 war der SLK eine Sensation und ein Zeichen des Aufbruchs bei Mercedes: ein erschwinglicher, knackig-kurzer Zweisitzer mit Stern und dazu das erste Serien-Cabrio mit zweiteiligem, vollautomatisch versenkbarem Hardtop. Wenn es sich per Knopfdruck aus dem Heck entfaltete oder dort wieder verstaute, sorgte die spektakuläre Choreografie selbst bei Laien für Staunen und Bewunderung.

670.000 verkaufte Exemplare: Der SLK war ein Erfolgstyp
Nach 20 Jahren und vielen Nachahmern hat sich das allgemeine Interesse zwar längst gelegt, doch mit rund 670.000 Exemplaren in drei Generationen ist der SLK ein echter Erfolgstyp geworden. Damit das so bleibt, spendiert ihm Mercedes nun diverse Verbesserungen und einen neuen Namen. Anders als in den 1970er Jahren, als SLC für ein verlängertes Viersitzer-Coupé auf Basis des SL stand, soll die Typbezeichnung heute die Zugehörigkeit des 4,13 Meter langen Zweisitzers zur C-Klasse-Familie unterstreichen. Von außen fallen besonders die geänderte Frontpartie mit steiler stehendem Diamantgrill und die neuen Leuchteinheiten - auf Wunsch mit LED-Scheinwerfern - ins Auge, innen wurden das Kombiinstrument, die Zierblenden und der Automatikhebel renoviert.Außerdem lässt sich das Variodach - optional mit verdunkelbarem Glaseinsatz - ab sofort bis 40 km/h öffnen und schließen, und der aktive Bremsassistent kann nun bei akuter Kollisionsgefahr eine autonome Bremsung durchführen.

5.000 Euro gespart beim neuen Mercedes-SLC-Basismodell
Während die neuen Zweiliter-Turbobenziner im 200 (184 PS) und 300 (245 PS) bereits vor einem Jahr eingeführt und wie der 2,1-Liter-Diesel (204 PS) nur geringfügig teurer wurden, kommt als attraktives Basismodell jetzt der SLC 180 mit 1,6-Liter-Motor und 156 PS für 34.927 Euro hinzu - immerhin rund 5.000 Euro weniger als der bisherige Einstieg ohne nennenswert abgespeckte Ausstattung. Auch die Fahrleistungen (Spurt auf 100 km/h in 7,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 226 km/h) und der Verbrauch (NEFZ kombiniert 5,6 l/100 km) können sich sehen lassen, doch für erste Fahreindrücke stand der 180er noch nicht zur Verfügung.Anders der SLC 300, der allerdings stramme 46.380 Euro kostet und sich ebenfalls mit einem aufgeladenen Vierzylinder begnügt. Dafür hat er deutlich mehr Drehmoment (370 statt 250 Nm) und bereits serienmäßig die geschmeidige Neunstufen-Automatik an Bord, die mit dem Drehzahlniveau auch den Verbrauch senkt (NEFZ-Mittelwert 5,8 l/100 km).In dieser Variante geht es schon ziemlich munter und flott voran, aber eher distanziert als stimulierend und insgesamt etwas blutleer. Für ein Mercedes-Cabrio durchaus passend im Alltag und beim Streckemachen, zumal Dynamic Select mit fünf Fahrprogrammen bei Bedarf richtig Leben in die Bude bringt. Besonders der Sport-Plus-Modus weckt den Antrieb spürbar auf, schärft neben dem Ansprechverhalten von Motor und Getriebe auch Lenkung und Auspuffsound. Dazu gibt es beim Runterschalten kurze Zwischengas-Salven und etwas ruppige Schaltrucke.

Mercedes SLC (2016) beherrscht Cruisen und Sport
Noch emotionaler beherrscht die neue AMG-Variante SLC 43 mit dem Dreiliter-V6-Biturbo den Spagat zwischen kultiviertem Cruiser und beherztem, aber noch immer bandscheibenverträglichem Sportgerät. Auf den engen Serpentinen der französischen Seealpen mutiert der tiefergelegte Zweisitzer jedenfalls im Fahrmodus Sport Plus zum Kurventier, hängt sich mit Verve rein und sein Heck etwas raus. Die Nadel des Drehzahlmessers explodiert in Richtung der 6.000/min-Marke, der Klang gewinnt an Dramatik, die 255 mm breiten Hinterräder ringen um Traktion. Dabei ermöglicht das eigenständige Sportfahrwerk samt spezieller Lagerungen von Motor und Hinterachsgetriebe eine beachtliche Querbeschleunigung bei geringer Wankneigung, wobei sich die Fahrdynamik durch die Optionen Ride Control mit adaptiver Dämpfung und das mechanische Sperrdifferenzial nochmals steigern lässt. Selbst die von AMG optimierte 9G-Tronic spielt engagiert mit, denn sie spricht spürbar schneller auf Schaltbefehle an - gerne per Paddel am Lenkrad.

Die AMG-Variante wird auch günstiger
Gleichwohl bleibt die Frage: Kann der doppelt aufgeladene V6 den frei saugenden 5,5-Liter-V8 ersetzen? In Sound und Drehfreude vielleicht nicht ganz, doch trotz seines Plus an Leistung (421 zu 367PS) und Drehmoment (540 zu 520Nm) liegt der alte SLK 55 AMG beim Spurt von null auf 100km/h nur um 0,1 Sekunden vorn. In anderer Hinsicht hat der Neue dagegen alle Argumente auf seiner Seite: Der NEFZ-Verbrauch sinkt von 8,4 auf 7,8 l/100 km, der Preis sogar von 73.721 auf 59.887 Euro. So sehen Sensationen und Zeichen des Aufbruchs eben heute aus.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-04-11

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