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Testbericht

6. Dezember 2016
Egal, um welches Modell es sich handelt, Dacia fahren kostet wenig Geld, aber keiner ist so günstig wie der Sandero. Er startet laut offizieller Preisliste bei 6.890 Euro und kostet damit weniger als jeder andere Neuwagen in Deutschland. Das ändert sich auch durch das aktuelle Facelift nicht, der Basispreis bleibt unangetastet, doch im Gegensatz zu allen anderen Sandero-Varianten wartet die Einstiegsversion nun mit einer neuen Motorisierung auf.Statt des bisherigen Vierzylinders mit 1,2 Liter Hubraum steckt jetzt ein Einliter großer Dreizylinder unter der Haube. Dabei handelt es sich weder um den gleich großen Sauger aus dem Twingo SCe 70 noch um eine nicht aufgeladene Variante des bekannten, 1.100 Euro teureren 90-PS-Turbobenziners mit nur 0,9 Liter Hubraum. Sondern um ein komplett neu entwickeltes Aggregat, das seine Premiere innerhalb der Renault-Group bei Dacia in Sandero und Logan feiert. Der Vierventil-Direkteinspritzer leistet mit 73 PS so viel wie der bisherige Vierzylinder und stemmt maximal 97 Nm bei 3.500/min auf die Kurbelwelle. Beim Vorgänger waren es mit 102 Nm nur unwesentlich mehr, die jedoch erst bei 4.250/min anfielen.

Dacia Sandero Fahrdaten unverändert
Auf die Fahrleistungen soll das aber keinen Einfluss haben, die Angaben für die Höchstgeschwindigkeit (162 km/h) und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h (14,5 Sekunden) entsprechen beim Sandero exakt denen des Vierzylinder-Vorgängers. Wenn der Dreizylinder beides erreichen soll, muss er sich allerdings mächtig anstrengen. Seine ungerade Zylinderzahl verheimlicht er aber auch nicht, wenn er nicht voll ausgereizt wird. Das charakteristisch grummelnde Trommeln ist für feine Ohren immer hörbar, lästig ist es selten. Klar, der Sauger will gedreht werden, aber dabei geht er motiviert und freudig zur Sache, im urbanen Umfeld fühlt er sich ausreichend flott an. Für Überholvorgänge auf Landstraßen sind die Reserven naturgemäß knapp, und an Steigungen muss der Fahrer häufig die nicht sonderlich präzise Schaltung bemühen und die unteren der fünf Gänge aufsuchen. Wer es aber selten eilig hat, kommt mit der gebotenen Leistung gut zurecht, lässt den Basis-Sandero rollen und begnügt sich auf der Autobahn mit 130 km/h, bei denen der Dreizylinder bei 4.000/min akustisch noch nicht zu sehr in den Vordergrund rückt. Ob der Sandero mit dem neuen Basismotor auch tatsächlich sparsamer ist, muss ein späterer Test zeigen. Gegenüber dem Vierzylinder-Vorgänger ist der komplett aus Leichtmetall gefertigte Dreizylinder mit variabler Ventilsteuerung 20 Kilogramm leichter und verfügt über eine bedarfsgesteuerte Ölpumpe. Zudem wurden Kolbenschäfte und Nocken dank spezieller Beschichtung ebenso reibungsoptimiert wie die Steuerkette. Somit soll der Sandero SCe 75 im NEFZ-Zyklus mit 5,2 Liter pro 100 km 0,6 Liter weniger verbrauchen als der bisherige 1.2 16V 75. Allerdings ist der Dreizylinder-Sauger der einzige Motor im Sandero-Angebot, der nicht mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet wird.

Auch leichte optische Modifikationen
Das neue Triebwerk ist für alle Sandero-Ausstattungslinien außer dem Stepway im Offroad-Look zu haben, ebenso für den Kombi Logan MCV. Die restlichen mit dem Facelift verbundenen Änderungen betreffen alle Sandero- und Logan-Varianten. Dazu zählen etwa geänderte Scheinwerfer, ein neuer Kühlergrill (beim Stepway im Duster-Look) sowie modifizierte Stoßfänger an Front und Heck, eine neue Rückleuchtengrafik, eine Berganfahrhilfe und das Aufladen der Batterie beim Bremsen und im Schubbetrieb, um den Motor zu entlasten. Das mit neuem Lenkrad mit mittig platzierter Hupe, geänderten Polsterstoffen und satinierten Chromrändern aufgehübschten Interieur wartet mit zusätzlichen Ablagen und einer verstellbaren Armlehne am Fahrersitz auf. Neu sind eine Rückfahrkamera als Option sowie Fensterhebertasten in den Türen statt wie bisher in der Mittelkonsole. Keine Änderungen nimmt Dacia bei der Sicherheitsausstattung vor. Hier beschränkt sich die Marke weiterhin auf ein Minimum, selbst Kopfairbags oder Auffahrwarner mit automatischem Notbremsassistent können die Kunden weiterhin auch nicht gegen Aufpreis erwerben. Laut Dacia vermissen sie solche Systeme auch nicht. Das extrem günstige Preisniveau ist ihnen viel wichtiger, und es bleibt nicht nur beim Einstiegsmodell weitgehend unverändert. Lediglich der Stepway kostet nun 300 Euro mehr – aber dafür zählt hier das bislang aufpreispflichtige CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung jetzt zum Serienumfang.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-12-06

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