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Testbericht

24. April 2010

Zu Ende diversifiziert sind die Kleinwagen noch lange nicht: Die schlanke Klasse ist immer wieder für interessante Ideen gut. Gerade erst empfahl sich der Venga mit erhabener Sitzposition und Variabilitäts-Plus im Einzeltest als günstiges Eines-für-alles-Auto. Und ruft damit den Citroën C3 Picasso als klassischen Van sowie den Skoda Roomster als Komfortversion eines Kastenwagens auf den Plan.

Citroen C3, Skoda Roomster und Kia Venga: Die Vans sind die Könige der Konfiguration Drei Konzepte für die Familie mit dünnem Geldbeutel. Welches überzeugt im Test? Mit seinem riesigen Kofferraum ist sich der Skoda Roomster des Sieges sicher. Sein Kasten-Aufbau bietet bis zu 1.555 Liter Volumen. Hierfür muss die Rückbank zusammengeschoben und per Haken an den Kopfstützen der Vordersitze befestigt werden - eine etwas althergebrachte Lösung, vor allem verglichen mit den im Unterboden zusammenfaltbaren Sitzen der Konkurrenten. Was beim Stühlerücken Stand der Dinge ist, sollte der Citroën Picasso zeigen. Schließlich sind die Vans die Könige der Konfiguration. Tatsächlich lässt sich die im Verhältnis 40:60 teilbare Rücksitzbank in der Länge verschieben, die Lehnen in der Neigung verstellen und das ganze Paket zu einer ebenen Ladefläche Richtung Unterboden verstauen. Das wars. Der Kia Venga überzeugt im Vergleichstest mit Variabilität Wer von einem Van mehr Kreativität erwartet, muss das Reise-Paket für 350 Euro bestellen; es wertet den Beifahrersitz mit einer Schublade darunter sowie einer klappbaren Rückenlehne auf und beinhaltet zusätzlich eine Ski-Durchreiche, Ablagefächer unter dem hinteren Fußraum sowie ein Gepäcknetz. Obwohl kein Van, hinkt der Kia Venga bei der Variabilität erstaunlicherweise nicht hinterher. Auch seine Rückbank lässt sich verschieben, falten und die Lehne in der Neigung variieren. Dank doppeltem Ladeboden ergibt sich auf Wunsch eine ebene Transportfläche, die für einen Kleinwagen sogar üppig ausfällt. Mehr noch: Geschickt bedient sich der Kia Venga bei den Van-Vorteilen, ohne die Nachteile in Kauf zu nehmen. Beim Thema Sicherheit hat der Kia Venga im Test die Nase vorne Das Laser-Messgerät, welches einen Rundumblick des Fahrers simuliert, weist ihn als übersichtlicher aus als den Citroen C3, obwohl dieser eine gesplittete A-Säule bietet. Die am besten ablesbaren Instrumente machen den Sieg im Karosserie-Kapitel für den Kia Venga perfekt - eine Watsche für die Konkurrenz von der bemannten Raum-Fahrt. Beim Thema Sicherheit ist der neue Kia Venga nicht nur auf Augenhöhe mit dem Skoda Roomster, er schiebt sich dank besser zu dosierender Bremse sogar knapp an ihm vorbei - und deulich am Citroën C3. Dessen uneinheitliches Bedienkonzept kostet ihn Punkte: Die Knöpfe der HiFi-Anlage sitzen für einen flüchtigen Blick zu tief und sind sehr klein geraten.

Der Citroen C3 spielt keinen Komfort-Trumpf aus Seine Trümpfe sollte der Citroen C3 im Vergleichstest beim Thema Komfort ausspielen. Schließlich hat sich die französische Marke mit ihrer Hydropneumatik hier einen gewissen Ruf erarbeitet. Doch die kleine C3-Reihe baut ebenso wie die Konkurrenz auf einer konventionellen Feder-Dämpfer-Einheit auf. Und deren Abstimmung geriet zwar besser als die des sehr straffen Kia Venga, erreicht aber nicht den weitgehend ausgeglichenen Charakter des Skoda Roomster. Weil der Versuch, vom Fahrersitz aus eine passende Position zum Lenkrad zu finden, diverse Anläufe benötigt, fällt die fummelige Lehnenverstellung im Citroën C3 besonders negativ auf. Geradezu Premium-Charakter hat dagegen seine Klimaanlage. Fahrer und Beifahrer können sich unabhängig ihre bevorzugte Wohlfühl-Temperatur einstellen. Davon abgesehen ist der Citroen C3 Picasso mit zahlreichen Nettigkeiten gesegnet, was allerdings bei den gehobenen Ausstattungslinien genauso für den Skoda Roomster und den Kia Venga gilt - abgesehen vom Gimmick eines Duftspenders, mit dem Citroën einmal mehr Sinn für skurrile Andersartigkeit beweist. Das Kia Venga-Triebwerk wirkt munter Sein Motor schiebt den Citroen C3 Picasso nicht nur auf der Autobahn am nachdrücklichsten an, er läuft auch ruhiger als der bei hohen Drehzahlen rustikal tönende und vibrierende Vierzylinder des Skoda Roomster. Hier wird er nur noch vom gleichmäßig hochdrehenden Kia-Triebwerk übertroffen. Mit seinen 90 PS wirkt der 1,4-Liter des Venga Kia schon richtig munter, was an seinem guten Drehvermögen liegt, gleichzeitig zieht er im Test am kräftigsten bei Überholvorgängen auf der Landstraße durch.

Der Test-Verbrauch von Kia Venga, Citroen C3 un dSkoda Roomster ist zu hoch Mit diesen Eindrücken im Kopf rollt man nach der Testfahrt voll des Lobes an die Tankstelle und ist sich sicher, bereits vorab den Sieger des Vergleiches ausrufen zu können - bis der Blick auf die Anzeige der Zapfsäule fällt. Umgerechnet 8,9 Liter Superbenzin benötigt der Kia Venga im Testmittel auf 100 Kilometer und lässt sich im Schnitt nie mit weniger als 7,3 Litern bewegen. Für einen Kleinwagen ist das zu viel; Ähnliches gilt für den Skoda Roomster, der im Vergleich 8,2 Liter benötigt. Auf einen klassengerechten Verbrauch kommt allein der Citroën mit 7,7 L/100 km. Dass er das Antriebskapitel für sich entscheidet, verhindert nur seine unexakte Schaltung. Bei den Fahreigenschaften kann der Citroen C3 Picasso nicht mithalten Auf ähnliche Weise fällt der Citroen C3 Picasso bei den Fahreigenschaften zurück: Seine inhomogen ansprechende Lenkung weigert sich, von der anliegenden Querdynamik zu berichten, und der Fahrer erhält wenig Rückmeldung. Diesen Service bietet der Skoda Roomster - obwohl sein Kastenwagen-Design nicht gerade fahrdynamisches Talent vermuten lässt. Dennoch setzt der Kia Venga hier noch einen drauf und wedelt ebenso behände wie präzise durch den Pylonen-Parcours. Er bleibt stoisch neutral und hinterlässt jederzeit einen absolut sicheren Eindruck. Damit verbucht der Kia Venga nicht nur dieses Kapitel für sich, sondern liegt nach der Zwischenaddition auch in der Eigenschaftswertung vor dem Skoda Roomster. Erst mit einigen Punkten Abstand folgt der Citroën C3 Picasso. Kia Venga mit sieben Jahren Garantie Der macht zwar mit dem geringsten Minimalverbrauch im Umweltkapitel etwas Boden gut und brilliert darüber hinaus bei den Kraftstoffkosten, doch schon sein hoher Einstiegspreis konterkariert den Versuch, Anschluss an die Konkurrenten zu finden. So dürfte es für den einzigen echten Van im Vergleich eine bittere Erfahrung sein, chancenlos mit-ansehen zu müssen, dass Skoda Roomster und Kia Venga das Rennen um den Test-Sieg untereinander ausmachen. Und der Roomster legt sich mächtig ins Zeug, den Abstand aus der Zwischenaddition wettzumachen. Der Skoda punktet im Umweltkapitel mit niedrigerem Minimalverbrauch sowie Geräuschpegel, ist günstiger bei den Wartungs- und Kraftstoffkosten und hat die geringfügig besseren Chancen auf dem Gebrauchtwagenmarkt. All diese Bemühungen beobachtet der Kia Venga gelassen, denn er weiß um sein unschlagbares Ass im Ärmel: Kia bietet seinen Kunden eine siebenjährige Hersteller-Garantie. Wer so in Vertrauens-Vorlage geht, wird belohnt: mit dem Sieg. Ruhm und Ehre für den besten Kia, der jemals bei auto motor und sport zu einem Vergleichstest antrat. Wenn da mal nicht in Korea die eine oder andere Flasche Nongju-Reiswein geleert wird.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-04-24

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