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Testbericht

17. Oktober 2010

Der letzte Citroen C4 war ein Schritt in die richtige Richtung. Er polierte unter anderem mit Spurhalte-Assistent und fest stehender Lenkradnabe jene Tugenden auf, die einst den Ruf von Citroën begründeten: technischer Fortschritt ansprechend verpackt und zu akzeptablen Preisen. Nun steht der neue Citroen C4 kurz vor der Markteinführung - er ist ab November im Handel -, und es stellt sich die Frage, ob er den Weg des Vorgängers weitergeht.

Citroen C4 mit fünf Sternen beim Euro-NCAP-Crashtest Den ersten Test hat er bereits mit Bravour bestanden. Euro-NCAP attestiert dem Citroen C4 besten Passagierschutz und vergibt die Top-Bewertung mit fünf Sternen. Nicht zuletzt, weil der Citroen C4 beim Thema Assistenzsysteme mit dem im Tempomat integrierten Geschwindigkeitsbegrenzer überdurchschnittlich punkten kann. Die fix montierte Lenkradnabe wurde allerdings wieder abgeschafft. Sie sollte noch im Vorgänger des Citroen C4 den Schutz für den Fahrer verbessern, weil sich in ihr ein asymmetrischer Airbag verbarg. Offenbar standen der Zusatznutzen und die hohen Fertigungskosten jedoch in keinem gesunden Verhältnis zueinander. Außerdem war die Bedienung der stehenden Tasten auf dem Lenkradpralltopf vom drehenden Lenkradkranz aus keine wirklich gelungene Lösung, beim aktuellen Multifunktionslenkrad des Citroen C4 drehen sich die Knöpfe nun wieder mit. Aber es gibt neue Sicherheits-Schmankerl, beispielsweise e-Touch. Dahinter verbirgt sich ein Ortungssystem für Pannenfahrzeuge oder verunfallte Citroen C4, das die Helfer per GPS zum Standort führt, rund um die Uhr funktioniert und keine zusätzlichen Kosten verursacht. Als weiterer Assistent ist eine optionale Toter-Winkel-Überwachung an Bord, die bei der ersten Ausfahrt überzeugend funktionierte. Citroen C4 startet zu Preisen ab 15.950 Euro Beim Blick auf die Ausstattungsliste kommt Freunde auf. Der Citroen C4 verfügt schon in der Basis (Attraction) für 15.950 Euro über eine manuelle Klimaanlage, Tempomat und Berganfahrhilfe. Wer die Variante Tendance (plus 1.750 Euro) wählt, bekommt zusätzlich Radio, getönte Scheiben und Nebellampen mit integriertem Abbiegelicht. Soll es das volle Verwöhnpaket sein, muss man das Kreuzchen bei Exclusive machen (ab 21.800 Euro), dann sind selbst Massagesitze, Parkpiepser sowie Wischer- und Lichtautomatik mit an Bord. In gewisser Weise dient auch das neue Start-Stopp-System dem Passagierkomfort. Kombiniert ist es mit dem 110 HDi-Diesel und dem automatisierten Sechsganggetriebe, das allerdings wenig empfehlenswert ist, weil es sich mit den Schaltvorgängen zu viel Zeit lässt. Start-Stopp-System agiert bereits unter acht km/h Das Start-Stopp-System des Citroen C4 schaltet den Motor nicht erst im Stand ab, sondern bereits unter acht km/h. Ein riemengetriebener Startergenerator wirft den Diesel dann bei Bedarf in nur 400 Millisekunden wieder an. Im Idealfall soll der e-HDi-Motor im Citroen C4 15 Prozent sparsamer laufen als das 1,6-Liter-Standard-Triebwerk. Tatsächlich ist man in der Stadt schon beim langsamen Heranrollen an die Ampel flüsterleise unterwegs, weil der Motor überraschend früh abschaltet. Der Start-Vorgang geschieht im Citroen C4 ungewöhnlich sanft, wobei der Vierzylinder-Direkteinspritzer ohnehin zu den angenehmen Zeitgenossen gehört. Jedenfalls so lange man ihm keine Drehzahlen jenseits der 3.700/min abverlangt, darüber neigt er zum Dröhnen. Eine Eigenart, die er sich mit dem 150-PS-Diesel teilt, der aber ansonsten sehr kultiviert und kraftvoll vor allem positiv auf sich aufmerksam macht. Gewachsene Dimensionen sorgen im C4 für ein angenehmes Raumgefühl Man reist jedoch nicht nur akustisch komfortabel im Citroen C4, dessen in alle Richtungen leicht gewachsene Dimensionen für ein angenehmes Raumgefühl sorgen, der Kofferraum schluckt mit 408 Litern (VW Golf: 350 Liter) schon standardmäßig eine Menge Gepäck. Einer ausgedehnten Tour im Citroen C4 steht auch das Fahrwerk nicht im Weg, denn es federt und dämpft mehr als manierlich, erlaubt allerdings relativ viel Aufbaubewegungen in schnell gefahrenen Kurven und überträgt viel Abrollgeräusch in den Innenraum. Auch der Sitzkomfort des Citroen C4 verdient Kritik, denn die Vordersitze sind für groß gewachsene Personen etwas zu klein. Das Platzangebot im Fond des Citroen C4 ist - solange kein Glasdach (700 Euro) geordert wird - gut, was angesichts von 4,33 Meter Länge aber auch erwartet werden darf. Die Erwartungen erfüllt der neue Citroën C4 also durchaus. Er lockt mit interessanten technischen Lösungen zu bürgernahen Preisen; damit ist er tatsächlich auf dem richtigen Weg.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-10-17

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