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Testbericht

18. November 2008

Die Zukunft des deutschen Importeurs von Brilliance heißt BS4 und ist ein 4.650 Millimeter langer Viertürer, der ab sofort Kunden von Kia Magentis, Hyundai Sonata oder sogar Toyota Avensis abwerben will. Der BS4 ist der soziale Wohnungsbau der Mittelklasse und basiert auf der verkleinerten Plattform des BS6, der jetzt grundlegend überarbeitet in Paris präsentiert wurde (ab 19.999 Euro).

Erweiterte Sicherheitsausstattung

Beim Thema Sicherheit soll der Neue deutliche Verbesserungen gegenüber früheren Modellen zeigen. Nach NCAP-Standards durchgeführte Tests einer chinesischen Agentur versprechen drei Sterne. Bereits bei der Basisversion des BS4 ab 15.990 Euro sind je zwei Front- und Seitenairbags, Gurtstraffer und ABS serienmäßig. ESP sowie Kopfairbags kündigt der Importeur jedoch erst für etwa 2010 an.

Hinsichtlich der übrigen Ausstattung droht kein Verzicht: Der 1.6 Comfort mit einem 100-PS-Vierzylinder verfügt über Klimaanlage sowie über elektrische Fensterheber und Außenspiegel. Ein MP3-fähiges CD-Radio mit USB-Schnittstelle kostet 299 Euro. Damit wäre der Brilliance für 16.289 Euro für den Alltag bereit und signalisiert Bescheidenheit, aber keine Armut. Netteres Ambiente bietet der 1.8 Deluxe; ab 19.550 Euro sind Klimaautomatik, Lederlenkrad, Sitzbezüge in Teilleder, Schiebedach (elektrisch), Einparkhilfe hinten sowie Alufelgen enthalten.

Aufwertung vom Billig- zum Sparmobil?

Die Anmutung des Arbeitsplatzes überrascht positiv - schließlich sieht sich Brilliance als High-End-Hersteller unter den Chinesen. Hartplastik findet man nur im unteren Bereich sowie rund um die Mittelkonsole, die oberen Flächen sind aus geschäumtem Kunststoff gefertigt. Eher weich als straff ist die Federung ausgelegt; auf nur leicht patinierten Straßen spricht sie gut an. Die Sämigkeit gerinnt allerdings zusehends, wenn Buckelpisten zu nehmen sind.

Noch hat Brilliance das Image der B-Ware - ist jedoch gerade bei der Verarbeitung schon deutlich weiter als die koreanischen Hersteller zu ihrer Anfangszeit; der Innenraum riecht auch nicht so streng. Doch ob die Image-Aufwertung vom Billig- zum Sparmobil gelingt? Schließlich gibt es den Skoda Octavia Tour, den Vorgänger des aktuellen Modells, mit Klimaanlage und ESP weiterhin ab 15.398 Euro. Damit unterbietet er den BS4 im Preis und überbietet ihn in der Entwicklungs-Finesse deutlich. Selbst für chinesische Sparkonzepte wird es schwer in der heutigen Zeit.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-11-18

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