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Testbericht

10. Dezember 2010

Das goldene Kalb der modernen Automobilentwicklung hört auf den Namen Dynamik. Sportlich wollen wir sein, jung geblieben und fit - dazu muss das Auto passen. Weshalb jeder Hersteller bei der Vorstellung eines neuen Produkts beschwört, die Dynamik des Fahrens erneut verbessert zu haben.

Setzt der BMW X3 den neuen Klassen-Maßstab? Bei BMW, wo man das sportive Element seit einem halben Jahrhundert mit größter Konsequenz pflegt, wird folgerichtig der zweiten Generation des Mittelklasse-SUV X3 attestiert, auf diesem Gebiet den neuen Klassen-Maßstab zu repräsentieren. Wer den alten BMW X3 kennt, weiß, dass das keine leichte Aufgabe darstellt. Denn der war ein so flinkes und handliches Auto, dass ihn auto motor und sport im ersten Test zum "höchsten Sportwagen der Welt" kürte. Der erste Eindruck vom Neuen: Spürbar besser ist das nicht geworden. Das unterstreichen auch die bei den diversen Fahrtests erzielten Messwerte. Im schnellen Ausweichmanöver nach ISO-Norm erzielt der aktuelle Testwagen keine besseren Ergebnisse als das Vormodell, obwohl er mit üppigerer Bereifung antritt. BMW X3 bietet sehr hohe Fahrsicherheit Was nicht als Kritik verstanden werden soll, denn schließlich macht es gerade bei einem SUV wenig Sinn, das Dynamik-Potenzial - womöglich auf Kosten anderer Eigenschaften - auf die Spitze zu treiben. Und an der Präzision, mit der dieser allradgetriebene BMW X3 um die Ecken sticht, gibt es ebensowenig etwas auszusetzen wie am einer sportlichen Limousine gleichenden Fahrgefühl und der sehr hohen aktiven Fahrsicherheit. Man muss schon sehr viel falsch machen, um in Grenzbereiche zu geraten, die das ESP nicht mehr mit lässiger Selbstverständlichkeit wegbügelt. Besser berechenbar kann ein Auto mit Geländewagen-Ambitionen nach heutigen Maßstäben nicht sein. Dass die Bremsen des BMW X3 vorzügliche Werte liefern und höchste Beanspruchung unbeeindruckt verdauen, gehört zu den selbstverständlichen BMW-Eigenschaften. BMW X3 mit mehr Fahrkomfort und größerem Raumangebot Soweit ist der BMW X3 Kind der Bayerischen Motoren Werke - das zudem sehr überzeugend beweist, dass ihm einseitige Betonung des sportlichen Elements fremd ist. Der Vorgänger war weit weniger kompromissbereit, was er durch seine betont harsch ansprechende Federung unterstrich. Jetzt gibt es ein - aufpreispflichtiges - Fahrwerk mit adaptiven Stoßdämpfern. Der Testwagen besitzt es und überrascht mit einem Zuwachs an Federungskomfort, wie er deutlicher nicht sein könnte.

Nur eine leichte Stuckerneigung auf Querfugen stört den positiven Eindruck im BMW X3, der vor allem dann entsteht, wenn man das Fahrwerk im Modus "Normal" belässt. In "Sport" kommt ein Hauch der alten Härte durch, den vor allem Rückbank-Mitfahrer des BMW X3 als unangenehm empfinden werden. Die profitieren von der in alle Richtungen gewachsenen Karosserie. Das Raumangebot im Fond ist erheblich besser geworden. Vier Personen reisen im BMW X3 nun wirklich bequem, was auch auf das Konto der gut geformten Sitze geht. Vorn bleibt die neue Größe ebenfalls nicht verborgen; das Interieur wirkt luftiger und wird bei manchem Interessenten die Frage aufwerfen, ob es wirklich der größere BMW X5 sein muss. BMW X3 kann mit sieben L/100 km bewegt werden Das Wohlfühl-Potenzial des BMW X3 fördert auch die übersichtliche Gestaltung all dessen, was es zu sehen und zu bedienen gibt. Sehr gut ablesbare Instrumente gehören traditionell zu einem BMW, aber in der Bedienung hat man sich in der Vergangenheit Ausrutscher geleistet. Jetzt ist alles bestens - egal ob es sich nun um das Figurieren des Navigationssystems oder die Bluetooth-Kopplung des Mobiltelefons handelt. Was erwartet man sonst noch von einem neuen Auto? Gesteigerte Effizienz natürlich, sprich verringerter Verbrauch. Unter anderem soll im BMW X 3 dafür eine Start-Stopp-Einrichtung sorgen, aber auch ein besseres Schwingungsverhalten des kraftvoll ansprechenden und kultiviert laufenden Vierzylinder-Dieselmotors, das es dem Fahrer des BMW X3 erlaubt, früh in einen höheren Gang zu schalten. Eine Schaltanzeige ermuntert dazu. Wer ihren Anweisungen folgt und seinem rechten Fuß Zurückhaltung auferlegt, kann den BMW X3 mit sieben L/100 km bewegen. Im Durchschnitt ergeben sich 8,4 Liter, was einen kleinen Abstand zum ebenfalls schon sparsamen Vorgänger (8,7 L) darstellt.

Mit dem Zweiliter-Diesel artgerecht motorisiert Auf übertriebene Eco-Merkmale, etwa einen extrem langen sechsten Gang, verzichtet BMW im Interesse des dynamischen Fahrcharakters, und das ist gut so. Der BMW X3 schlafft auch an zähen Autobahnsteigungen nicht über Gebühr ab, was den Eindruck fördert, mit diesem Diesel artgerecht motorisiert zu sein. Damit wird das Bild abgerundet und erhält auch gleich den passenden Rahmen: fünf Sterne von auto motor und sport.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-12-10

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