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Testbericht

2. Oktober 2007

Du warst nicht jedermanns Wunschkind, damals 1986, als man für die Homologation als Gruppe-A-Rennauto 5.000 Stück von dir bauen musste. Einigen Herren bei den Bayerischen Motoren Werken erschienst du zu krawallig mit deinen dicken Hamsterbacken und dem Bürgerschreck- Spoiler. Unter deiner Motorhaube trommelte aber ein grundehrliches Sportlerherz: ein 2,3-Liter- Saugmotor mit 195 PS, der sich mit Vierventiltechnik bis in die Tourenhöhen der Über-7.000er vorwagte.

M3-Gegner aus Ingolstadt

Trotzdem konnte in der Münchner Vierzylinder-Konzernzentrale keiner ahnen, dass aus dem M3 mal ein weitaus stärkeres Kraftpaket werden würde. 20 Jahre später prasseln doppelt so viele Zylinder im neuen M3 der Generation E92 auf die Kurbelwelle nieder. Der Ehrgeiz-Stachel im Fleisch der Garchinger M-Ingenieure hört auf den Namen RS4, kommt von Audi und mobilisiert mit seinem 4,2- Liter-Achtzylinder bei 8.250/min ebenfalls 420 PS.

Beim BMW kündet schon im Standgas eine metallisch- hochfrequente Note von seinem sportlichen Ehrgeiz. Richtig auf Drehzahl, brüllt er die Nackenhaare auf Habacht-Stellung - tierisch. Trotz des von 1.570 auf 1.655 Kilogramm gewachsenen Leergewichts braucht es keine Additive im Blut, um sich auszumalen, was ein PS pro 3,8 Kilogramm mit dem knallroten Coupé anrichtet. Die Gewichtsverteilung - BMW-Kernkompetenz - hat die M-Abteilung noch mal auf die Spitze getrieben und ein serienmäßiges Karbondach à la M3 CSL aufgesetzt.

Elektronik hilft im neuen M3

Die optionale Dämpferkontrolle lässt sich genau wie die Servotronic und die Motorsteuerung individuell einstellen. Wem das ganze Knöpfe-Gedrücke zu sehr nach Playstation riecht, der legt sich wie im M5 seine Lieblings-Konfiguration einfach auf einen M-Drive-Knopf auf dem Lenkrad. Der alte M3 - immerhin stolzer Besitzer einer Check-Control-Anzeige - schaut ob dieser Elektronik-Allmacht ganz eingeschüchtert aus seinen Rundscheinwerfern.

Im Innenraum schaffen hier und da ein paar M-Applikationen, etwas mehr Belederung, das wulstige Sportvolant und die gemütlichen, aber konsequent seitenstabilen Sitze ein dynamisch- edles Pilotenumfeld. Was aber nichts daran ändert, dass nicht nur der Autor neidisch auf das konsequent dem Fahrer zugewandte Cockpit des alten M3 schaut - eine sympathische Eigenart, die man bei BMW kampflos aufgegeben hat. Für alle Wehmütigen gibt es wohl nur eine Lösung: Glücklich sind die, die beide besitzen dürfen.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-10-02

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