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Testbericht

Stefan Grundhoff, 1. Februar 2019

BMW konnte im vergangenen Jahr 140.000 elektrifizierte Autos verkaufen. Darauf ist man im Vierzylinder am Münchner Petuelring durchaus stolz. Insbesondere von den neuen Hybridmodellen in X5 und dem 7er versprechen sich die Bayern einen weiteren Elektroschub nach vorn.

Und über diesen Schub können sich endlich auch die Kunden hinter dem Steuer freuen, denn die Hybridversionen in den beiden Luxusmodellen BMW X5 und 740e ließen viele Wünsche offen. Grund war nicht allein die überschaubare elektrische Reichweite, sondern insbesondere der Verbrennermotor, mit dem das Elektromodul kombiniert war. Der aufgeladene Zweiliter-Vierzylinder war in den beiden imageträchtigen Luxusmodellen eher Fehl- als Starbesetzung. Das ändert sich mit der Modellpflege des 7er BMW, denn nachdem schon der X5 PHEV mit einem Sechszylindermotor aufgestiegen ist, kommt das leistungsstarke Triebwerk mit der Modellpflege des Siebeners im Frühjahr nunmehr auch in den neu deklarierten BMW 745e. Dazu gibt es die optischen Veränderungen, die auch die anderen Siebenermodelle verabreicht bekommen. Auffällig insbesondere der mächtige Kühlergrill mit schmalen Scheinwerferaugen vorn und schmale LED-Leuchtenbänder am Heck.

Wie bisher gibt es den hybriden Siebener mit normalem und kurzem Radstand sowie ergänzend als Allradversion. Der neu verbaute Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum im BMW 745e / 745 Le macht mit seinen 210 kW / 286 PS den schlappen und akustisch enttäuschenden 740e vergessen. Der Verbrenner wird bei der Fahrt unterstützt von einem Elektromotor, der 83 kW / 113 PS sowie ein maximales Drehmoment von zusätzlichen 265 Nm beisteuert. Der Fahrer des neuen 7er Hybriden kann damit auf eine Gesamtleistung von 290 kW / 394 PS und 600 Nm zurückgreifen, die ein deutlich kraftvolleres Fahren als bisher ermöglicht. Aus dem Stand beschleunigt die Allradversion des BMW 745e xDrive in 5,1 Sekunden auf Tempo 100 und wird bei 250 km/h abgeregelt.

Gut ankommen dürfte bei den Kunden auch die neue Hochvoltbatterie nebst überarbeiteter Leistungselektronik, die mit einem Energiegehalt von 12 kWh eine elektrische Reichweite von über 50 Kilometern und eine rein elektrische Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ermöglicht. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch liegt je nach Version des BMW 745e zwischen 2,1 bis 2,6 Litern auf 100 Kilometern oder bei einem Stromverbrauch von 15,1 bis 16,3 kWh. Das Tankvolumen ist mit 46 Litern allerdings ebenso eingeschränkt wie der Laderaum, dessen 420 Liter sich jedoch durch Umlegen der 40:20:40 teilbaren Rückbank erweitern lassen. Markt ist im Frühjahr, wobei es mit dem BMW 745e bei 101.000 Euro losgeht, während die Langversion 745Le mindestens 106.400 Euro und der 745Le xDrive mit Allradantrieb 109.800 Euro. Der Aufpreis von rund 3.000 Euro zum Vorgänger sollte einem das Paket allemal wert sein.

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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2019-02-01

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