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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 26. März 2014
Sommerzeit, Cabriozeit. Die Autos mit den abnehmbaren Dächern sind bei warmen Wetter so richtig "n. Doch der Oben-Ohne-Spaß muss nicht immer teuer sein. Wir haben die preiswertesten und coolsten Flitzer herausgesucht.

Ab zur Eisdiele! Das ist Sommerfeeling pur. Wenn man jetzt noch mit offenem Dach die kalte Köstlichkeit abholen kann, ist das Glück perfekt. Ohne den lästigen Blechschirm über den Kopf, kitzelt die Sonne das Haupt, der Wind weht um die Ohren und Autofahren heißt die Freiheit genießen. Autofahrer, die auch im Winter nicht auf sein Cabrio verzichten wollen, sind mit dem Peugeot 207 CC gut beraten. Der flotte Franzose ist so etwas, wie der Mercedes-Benz SL im Westentaschenformat.

Jetzt ist die beste Zeit, sich eines der letzten Löwen-Cabrios mit faltbaren Hardtop zu holen, da der Nachfolger wohl eine Stoffmütze haben wird. Innerhalb von nur 25 Sekunden verschwindet das Dach im Kofferraum und die Haare wehen im Wind. Der Einstiegspreis für die 120-PS-Version beläuft sich auf 20.200 Euro. Die Basis-Ausstattung ist in Ordnung, mehr aber auch nicht: Zwar gibt es ESP sowie elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, aber eine Klimaanlage sucht man vergebens. Dafür müssen 1.800 Euro mehr gelöhnt werden. Mit ein bisschen Verhandlungsgeschick sind sicher noch ein paar Prozent Rabatt drin. Mit 120 PS reißt man zwar nicht unbedingt auf der linken Spur Bäume aus, aber zum flinken City-Hopping reicht es allemal. Allerdings ist der Sommer-Peugeot aufgrund der sehr schräg stehenden Windschutzscheibe nicht unbedingt etwas für großgewachsene Passagiere.

Der Gegenentwurf zum französischen Löwen ist der Fiat 500C. Der italienische Beau will gar nicht den rasanten City Hai geben. Ist auch schwer möglich mit Kulleraugen und diesen rundlichen Formen. Doch das Cabrio, mit dem Falt-Stoffdach, das sich bis zum Kofferraum zusammenschiebt, sorgt an jeder Ecke für gute Laune. Cinquecento fahren ist der Ausdruck einer Lebenseinstellung. Der 500 weckt keinen Neid, sondern nur Freude. Die Technik ist solide und kommt vom Panda. Nicht umsonst gehört der Italo-Flitzer zu den Restwertriesen. Damit verbrennt man beim Wiederverkauf wenig Geld. Obwohl der 500C schon seit 2009 fast unverändert auf dem Markt ist, ist die italienische Lifestyel-Kugel beliebter denn je. Doch die Italiener halten das Cabrio mit immer neuen Sondermodellen, wie den "Fiat 500C by Gucci", immer wieder frisch. Bei der Technik wird ebenfalls andauernd nachgeschärft: Der neue TwinAir-Zweizylinder sorgt für stressfreien Vortrieb ohne große Benzin-Reue. Während die aufstrebende Werbe-Kauffrau sich im Mini-Cabrio um die Ecken schwingt, sitzt die lässige Kunstgeschichte-Studentin im 500C.

Die Twin-Air-Version gibt es nicht unter 18.450 Euro. Wer es etwas gemächlicher angehen lässt, kommt auch mit 69 PS ans Ziel und muss dafür 4.000 Euro weniger berappen. Die Ausstattung beinhaltet immerhin ESP, sieben Airbags und Parkpiepser hinten. Ob man eine Klimaanlage braucht, die es erst in der 1.400-Euro-teueren Variante serienmäßig gibt, muss jeder selbst entscheiden. Dem Sympathiefaktor des Autos tut das keinen Abbruch.

Der Mazda MX-5 ist für die Landstraße gemacht: leicht, wendig und mit Heckantrieb. Diese Spaß-Formel geht für Fahr-Enthusiasten immer auf. Mit dem agilen MX5 läuteten die Japaner eine Renaissance des Roadsters ein. Heute, gut 25 Jahre nach seinem Erscheinen hat der Nippon-Kurvenkünstler nichts von seinem sportlichen Charme eingebüßt. Zumal der Freudenspender mit einem Grundpreis von 22.790 Euro auch noch die Haushaltskasse schont. Dafür gibt es zwar auch dafür keine Klimaanlage (die kostet 900 Euro extra), aber 16-Zoll-Alus und ein MP3-fähiges CD-Radio. Beim Kurvenkünstler aus Fernost lohnt ein Blick auf die Fahrleistungen: aus dem Stand erreicht der MX5 nach 9,9 Sekunden die 100-km/h-Marke. Das Gefühl nur wenige Zentimeter über den Asphalt zu wedeln kann man nicht in Zahlen ausdrücken. Bald kommt der Nachfolger, also sollte man noch beim Klassiker zugreifen.

Oben-Ohne-Feeling ohne Parkplatzstress garantiert das Smart fortwo Cabrio.Die Basisversion des ökologischen Zweisitzers hat immerhin schon 71 PS und kostet 13.985 Euro. Die Serienausstattung reicht von ESP bis hin zum Anfahrassistenten am Berg. Aber wer die Fernster schließen und öffnen will, sollte schon die Klimaanlage für 925 Euro odern. Denn dann muss nach guter alter Sitte gekurbelt werden. Weil wir gerade beim Retro-Style sind: Beim Smart fortwo Cabrio wird die Straße noch mit Halogen-Scheinwerfern ausgeleuchtet. Im Großstadtverkehr ist der Smart in seinem Element. Wo andere bei einem Lkw, der in zweiter Reihe auslädt, schon die Platz-Waffen strecken, wieselt der kleine Schwabe noch schnell vorbei. Mit einem Leergewicht von 790 PS ist der Urban-Experte auch beim Antritt vorne dabei.

Eine Nummer größer kommt dagegen das Beetle Cabrio daher. Vergessen wir einfach mal, den "denglischen" Fauxpas, den Nachfolger des Käfers als "The Beetle Cabrio" zu titulieren, sondern freuen uns einfach an den gelungenen Proportionen, die den optisch etwas unharmonischen Vorgänger vergessen machen. Wer einen modernen Beetle kauft, kauft den wilderen Golf. Der Fahrtwind gibt sich mehr Mühe, das fein hingelegte Haar zu zerzausen. Für 21.650 Euro bekommt der Frischluft-Fanatiker VW-Technik und ein solides Auto. Den Ausstattungsbaum reißt aber auch der Stoffdach-Wolfsburger nicht aus. Klimaanlage? Sie ahnen es schon, Fehlanzeige.

Es ist ja Fußball-WM-Jahr und für 3.025 Euro mehr gibt es das Sondermodell "Cup", das dann auch die Zwei-Zonen-Kühlung und einige Extras mehr serienmäßig hat. Wer es nicht zu eilig hat, den reicht auch der 105-PS-Motor. Der bringt es immerhin auf maximal 178 km/h und verbraucht dabei 6,5 l/100 km. Innerorts sind es allerdings 7,8 l/100 km.
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Quelle: Autoplenum, 2014-03-26

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