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Testbericht

4. Juli 2011

Pioniere haben es nicht leicht. Ihre ersten Hybrid-Modelle, genannt Audi Duo, baute die Ingolstädter VW-Tochter bereits in den achtziger Jahren - viel zu früh, um damit ernsthaftes Publikumsinteresse zu wecken. Jetzt ist die Zeit reif, nachdem die Spartechnik, die Verbrennungs- und Elektromotor kombiniert, in der zunächst skeptischen deutschen Automobilindustrie zunehmend an Boden gewinnt.

Audi Q5 Hybrid schafft elektrische 100 km/h Weil es den Slogan "Vorsprung durch Technik" gibt, muss alles besser werden als bereits bekannte Hybrid-Lösungen. Und da schlägt Audi gleich zwei Pfosten ein. Der Audi Q5 Hybrid soll elektrisch bis zu 100 km/h schnell fahren können oder – bei behutsamem Einsatz des Fahrpedals und maximal 60 km/h - drei Kilometer weit kommen, bevor Nachhilfe durch die Hubkolben-Maschine notwendig wird. Das kann bisher kein anderer Hybrid. Warum musste es gerade der Audi Q5 Hybrid mit Quattro-Allradantrieb sein, der die Basis für das Ökokonzept bildet? Weil der Audi Q5 Modell auf allen Weltmärkten eine hohe Akzeptanz genießt – anders als Kombis oder Stufenheck-Limousinen. Als eines der wichtigsten Zielgebiete für den Audi Q5 Hybrid gelten die USA, für die Audi bis 2020 einen Hybrid-Anteil von bis zu 20 Prozent (bisher vier) prognostiziert. Audi Q5 Hybrid 10.000 Euro teurer als Verbrenner-Q5 Dem US-Markt ist auch die reichhaltige Ausstattung geschuldet, die der Käufer des Audi Q5 Hybrid geliefert bekommt. Sie sorgt dafür, dass der Audi Q5 Hybrid rund 10.000 Euro mehr kostet als ein konventionelles Q5-Modell mit dem identischen Zweiliter-TFSI-Vierzylinder. Dafür gibt es eine Menge Technik in Gestalt eines 40 kW starken Elektromotors, der im äußerlich unveränderten Gehäuse der ZF-Achtgang-Automatik dort untergebracht ist, wo sonst der Drehmomentwandler des Audi Q5 sitzt.

Die Aufgabe des Wandlers übernimmt eine im Ölbad laufende Lamellenkupplung. Das Ganze steuert die so genannte Leistungselektronik, ein eigens mit Wasser gekühltes Kästchen, das den Audi Q5 Hybrid je nach Bedarf rein elektrisch, nur mit Verbrennungsmotor oder mit einer Verbindung beider Antriebe fahren lässt. Zudem gibt es eine Boost-Funktion, welche die volle Systemleistung von 245 PS realisiert. Beim Gaswegnehmen arbeitet die E-Maschine als Generator und liefert Energie an die Batterie des Audi Q5 Hybrid. Gleiches Ladevolumen trotz Batterie Die bedient sich - ein Novum für einen Vollhybriden - der Lithium-Ionen-Technik und sitzt unterhalb des Ladebodens im Kofferraum des Audi Q5 Hybrid. Mit 26 Liter Volumen fällt der Batterie-Pack vergleichsweise kompakt aus, weshalb man zwar auf das Zusatzfach unterhalb des Kofferraums verzichten muss, aber ansonsten das gleiche Ladevolumen nutzen kann wie bei jedem anderen Audi Q5 (460 Liter bei aufrechter Rücksitzbank, 1.480 Liter umgeklappt). Im Cockpit des Audi Q5 Hybrid fällt ein großes Rundinstrument auf, das den Drehzahlmesser ersetzt und Auskunft gibt über die verschiedenen Betriebszustände. Man muss das alles nicht wissen, aber es wirkt erzieherisch. So bedarf es schon äußerster Vorsicht im Audi Q5 Hybrid, um den Zeiger im grünen Feld der höchsten Effizienz zu halten. Wer fährt, wie er es gewohnt ist, wird fast immer auch das dezente Brummen des Vierzylinder-Motors vernehmen.

245 PS brauchen Zeit um sich zu sammeln Drehmoment und Leistung des Audi Q5 Hybrid fallen in die Sparte "Mehr als genug", doch die Leistungscharakteristik erscheint gewöhnungsbedürftig. Beim Übergang vom Minimallastbetrieb zur Volllast, etwa wenn ein Bummler überholt werden soll, drängt sich dem Fahrer des Audi Q5 Hybrid der Eindruck auf, als müsse sich die Antriebseinheit erst auf alle zur Verfügung stehenden Ressourcen besinnen. E-Motor ein? Roger. Turbo? Roger. Die gefühlte Zeitspanne bis zum vollen Schub erscheint lang, dann allerdings stürmt der Audi Q5 Hybrid mit allem gebotenen Nachdruck voran. Die Automatik schaltet schnell, aber nicht immer ganz ruckfrei, was möglicherweise auf den fehlenden Wandler zurückgeht. Wichtigstes Thema im Audi Q5 Hybrid: der Verbrauch. Das Resultat des Fahrzyklus klingt vielversprechend, die Angabe des Bordcomputers liegt bei den ersten Probefahrten allerdings deutlich darüber, nämlich bei 9,5 Liter. Hybrid-Fahrer, das wird damit schon klar, dürfen keine Wirtschaftlichkeits-Rechnung aufmachen. Aber ein gutes Image kann ja auch sein Geld wert sein.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2011-07-04

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