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Testbericht

30. März 2016
Die Grundfrage dieses Vergleichs ist eigentlich sehr schnell beantwortet: Wer den Quattro gern hat oder ihn benötigt, der wird den stärkeren 2.0 TFSI wählen, obwohl die 62 Zusatz-PS in diesem Fall fast 10.000 Euro kosten. Doch wenn man den Preisnachteil des teuren 252-PS-A4 wegdröselt, blieben ohne Allrad und Doppelkupplungsgetriebe rund 5.000 Euro Preisunterschied bestehen. Lohnen die sich?Die mildere Ausführung des Zweiliter-Benziners wurde ja in Vergleichstests hoch gelobt, diesen Eindruck bestätigt der A4 Avant auch dieses Mal. Der Motor hängt gut am Gas, läuft weich und geschmeidig und kooperiert recht gut mit dem sehr aufmerksamen Doppelkuppler. So weit, so gut. Das gilt jedoch vermutlich nur, solange man nicht den stärkeren TFSI im direkten Vergleich fährt. Der geht natürlich in allen Lebenslagen besser.

Audi A4 mit Quattro ist entspannter
So benötigt er aus dem Stand bis 100 km/h glatt 1,5 Sekunden weniger - das ist eine Welt. Er stemmt 50 Nm mehr auf die Kurbelwelle, was ihn im Alltag gelassener und doch leistungsbereiter erscheinen lässt. Das fällt sogar im Stadtverkehr auf, der Quattro kommt mit weniger Gangwechseln aus, zieht entspannt und lässig aus dem Drehzahlkeller, während die Antriebseinheit des TFSI Ultra häufiger hektisch nach der richtigen Zahnradpaarung sucht.Es ist freilich Jammern auf hohem Niveau. Anders als der 252-PS-Motor arbeitet der schwächere Zweiliter nach dem sogenannten B- oder Miller-Zyklus: Durch eine verkürzte Ansaugphase simuliert das Triebwerk im Teillastbereich einen kleineren Hubraum. Solche Kunstgriffe gibt es beim Quattro-Antrieb nicht, er darf immer aus dem vollen Volumen seiner vier Zylinder schöpfen.

Marginale Verbrauchsunterschiede
Das bleibt selbstverständlich nicht ohne Auswirkungen auf den Verbrauch. Nach NEFZ liegen 0,8 Liter je 100 km zwischen den beiden A4-Versionen. Das klingt nach viel, macht jedoch bei einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 km und den aktuellen Treibstoffpreisen weniger als 100 Euro pro Jahr aus. Noch geringer ist der Unterschied im wahren Leben: Im Testmittel benötigte der 190-PS-Benziner 0,3 Liter weniger, vergleichbar klein ist die Differenz bei der Pendler- und Eco-Runde.Ähnlich gering sind im Übrigen ebenso die Unterschiede bei den monatlichen Unterhaltskosten, sieht man einmal von den höheren Finanzierungsraten für den teureren Quattro ab. Zwanzig Euro im Monat sind in dieser Preisklasse kein entscheidendes Kriterium, also heißt es hier: Vorteil Quattro.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-03-30

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