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Testbericht

3. Februar 2014
Die ersten Kilometer mit dem Audi A3 Cabrio münden in einer verblüffenden Erkenntnis: Hier rollt ein viersitziges Cabriolet über den kurvigen Asphalt der mittleren Corniche, in dem sich die Technik mit den umgebenden Elementen zu einer neuen Art von Geräusch verbindet, das sich am besten mit "brausender Stille" beschreiben lässt.

Audi A3 Cabrio ein leiser Wegbegleiter
Der 1,4 Liter-Turbomotor im Audi A3 Cabrio kündet kaum wahrnehmbar von den Verbrennungsvorgängen in seinen vier Zylindern, das Fahrwerk federt und dämpft ohne Poltern oder Klappern, das Sechsgang-Schaltgetriebe ist ein stummer Diener von hoher Präzision, und sogar das Rollgeräusch der Reifen dringt nur unterschwellig bis zum Trommelfell vor. Die wispernde, zischende, flatternde oder, je nach Tempo, böige Solostimme im Chor der akustischen Erlebnisse singt dafür der Fahrtwind. Je nach Kombination der vier Seitenscheiben mit dem Windschott mal piano oder auch forte, aber immer mit der gleichen verlockenden Botschaft: Mehr draußen unterwegs zu sein, als in einem Cabriolet bei geöffnetem Verdeck, geht eigentlich gar nicht. Damit sich die Passagiere im Audi A3 Cabrio diesem Genuss bei schönem Wetter verzögerungsfrei hingeben können, bei schlechtem Wetter aber rasch im Trockenen sitzen, wendet Audi viel Technik auf. Das elektrohydraulische Betätigen des serienmäßigen Stoffverdecks funktioniert bis zu 50km/h Fahrtgeschwindigkeit, und da in der Kalkulation der Konstrukteure dabei noch ein Gegenwind von gleicher Geschwindigkeit angenommen wird, steckt der Gestänge-Mechanismus Kräfte weg, die einem Tempo von 100km/h bei Windstille entsprechen. Und Audi setzt noch eins drauf: Mit dem reich ausgeschäumten, optional lieferbaren Akustik-Verdeck wird das Innengeräusch auch bei rascher Fahrt noch wirksamer reduziert.

Aluminium-Motorhaube am Audi A3 Cabrio
Das Kombinieren von hoher Verwindungssteifigkeit und geringem Gewicht zeugt von erfolgreichem Leichtbau. Das Audi A3 Cabrio trägt Aluminium nicht nur unter dem Blech in Form von stabilen Radaufhängungen, soliden Schwenklagern für die Vorderachse und der Bugkapsel, die den Vorderwagen versteift und den Motor zusätzlich schützt, sondern auch über dem Maschinenraum: Selbst die Motorhaube besteht komplett aus Aluminium. Trotz neuer, zusätzlicher Technik wie dem sich im K-Schema zusammenfaltenden Dach und seinem Deckel wiegt das Audi A3 Cabrio nicht mehr als 1.365 Kilogramm; die stärkeren Versionen mit 140, 150 und 180PS sollen nicht wesentlich schwerer werden. Neben den Karosserie-Elementen aus Aluminium haben die Ingolstädter Techniker zum Beispiel auch den Motor wirkungsvoll erleichtert. Sein Gehäuse hat im Vergleich zum Vorgänger 15 Kilogramm an Gewicht verloren; der komplette Vierzylinder bringt nicht mehr als 107 Kilogramm auf die Waage. Damit die Audi-Motoren die strenge Euro 6-Abgasnorm meistern, weisen sie ausgefeilte Details auf. So sind zum Beispiel die Auspuffkrümmer von einem kühlenden Wassermantel umschlossen, der die Temperaturen so weit senkt, dass die im Volllastbereich nötige Anfettung des Gemischs zurückgenommen werden kann. Die Folge: geringerer Verbrauch, weniger Abgas. Die 140-PS-Version des TFSI arbeitet mit der Abschaltung zweier Zylinder im Teillastbereich und bei Schubbetrieb. Ausgleichswellen mindern die Vibrationen, die etwa auch durch den Zündabstand von 360 Grad entstehen können.

Audi A3 Cabrio legt an Größe zu
Zum Zweiliter-Diesel mit 150PS, den es mit den kleineren Benzinern zum Verkaufsstart des Audi A3 Cabrios ab nächstem Jahr geben wird, gesellt sich als Topmotorisierung der 1,8-Liter-TFSI-Motor mit 180PS. Seine Besonderheit ist etwa ein aufwendiges Thermo-Management, das die Kreisläufe von Kühlwasser und Motorenöl über Ventile zunächst einschränkt. So kommt der Vierzylinder rascher auf Betriebstemperatur. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat das neue Audi A3 Cabrio an Größe zugelegt. So wuchs es zum Beispiel von 4,24 Meter auf 4,42 Meter Länge, was nicht nur dem Knieraum auf den Rücksitzen zugute kommt, sondern vor allem auch dem Kofferraum. Im Normalzustand fasst er bereits 320 Liter Gepäckvolumen, woraus bis zu 680 werden können. Die Rücksitzlehnen lassen sich vom Kofferraum aus durch einen Zughebel entriegeln, womit zwar die Fondsitze ihrer Funktion beraubt werden, aber eine beim Cabrio oft vermisste Durchlademöglichkeit entsteht. Pfiffiges Detail unter den Kopfstützen der bequemen, gut abstützenden Frontsitze: Aus einem Lüftungskanal fächelt die Kopfraum-Heizung angenehme Warmluft hervor, was auch an kühleren Tagen beim Offenfahren einer möglichen Halsstarrigkeit entgegenwirkt.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-02-03

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