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Testbericht

14. Juli 2015
Bei 2,3 Litern und 143PS war ja Schluss im Dreier-BMW. Damals, Ende der Siebziger. Wenn es gut lief, standen 200km/h auf dem Tacho der Limousine, was ja an sich schon ein guter Wert war. Doch der Traum vom Wolf im Schafspelz, er ist sehr alt, ließ und lässt viele ambitionierte Autofahrer unruhig schlafen. Burkard Bovensiepen hatte da eine Lösung, er nannte sie B6 2.8. Und wie die Turbo-Bomber namens B7 auf Fünfer- und Sechser-Basis war der 1978 vorgestellte B6 eine komplette Eigenentwicklung – ein Meilenstein in der Firmengeschichte.

Alpina B6 2.8 mit großem 6-Zylinder ohne Turbo
Auf Basis des 323i entwickelte Alpina eine kompakte, dabei ungemein kräftige Sportlimousine, die weit mehr war als ein Dreier mit großem Motor. Und groß ist der Motor des B6 in der Tat: Der 2,8-Liter der M30-Familie tat bei BMW zum Beispiel im 528i Dienst und sorgte dort mit 184PS für reichlich Fahrspaß. Doch Alpina nahm sich das Großaggregat vor der Implantation in den Dreier noch einmal gründlich vor, griff tief in den Zylinderkopf ein und erhöhte die Verdichtung. Eine Zenith-DL-Einspritzung von Pierburg-Solex und eine verteilerlose Hartig-Zündung sorgten für eine weitere Leistungssteigerung (200PS) und geringen Verbrauch bei sauberen Abgasen.Der große Sechszylinder sitzt in dem Vorderwagen, der maximal auf den kleineren M20-Sechszylinder ausgelegt war, als hätte er nie eine andere Heimat gehabt. Und genau so selbstverständlich geht dieser Motor, der seine Kraft in eine Fünfgang-Getriebe von Getrag schickt, dort auch an die Arbeit.

Kraft aus dem Keller im Alpina B6 2.8
Während der 323i erst jenseits der 3000 Umdrehungen richtig munter wird, legt der 2,8-Liter schon ab Standgas los – geschmeidig und nachdrücklich. Ein Zusatztank im Heck verbessert die Traktion und die Balance des Fahrzeugs, das mit einem feinfühlig abgestimmten Fahrwerk nicht nur bei Geradeausfahrt Spaß macht. Ein handliches, druckvolles und bis in den Grenzbereich leicht beherrschbares Auto ist dieser rund 225km/h schnelle B6, der in gut sieben Sekunden auf 100km/h beschleunigt und noch jenseits der 200km/h mächtig zulegt. In einem sportauto-Vergleichstest auf dem Hockenheimring fuhr die von 1978 bis 1981 gebaute 200PS-Version sogar bessere Rundenzeiten als ein 240PS starker Porsche 928. Die von 1981 bis bis Januar 1983 produzierte 218-PS-Version des Alpina B6 war sicher nicht langsamer. 533 B6 2.8 wurden gebaut, obwohl der Kraft-Wagen aus Buchloe 1979 mit einem Grundpreis von 45.700 Mark mehr als doppelt so teuer war wie ein BMW 323i. Wer Glück hat, findet heute gute Exemplare für rund 40.000 Euro.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-07-14

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