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Testbericht

Michael Gebhardt/SP-X, 25. Juli 2016

Ohne auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen lässt sich in den schier unendlichen Weiten der Online-Shopping-Welt inzwischen so ziemlich alles bestellen, was Mensch braucht und auch nicht braucht. Vom Buch bis zur Banane, vom Buntstift bis zum Badeanzug kann man alles bequem vom Sofa aus ordern, und schon kurze Zeit später bringt der Postbote die Ware. Das läuft reibungslos, solang man zum Zustellzeitpunkt zuhause ist, nette Nachbarn hat, oder eine Packstation ums Eck ist. Aber wehe, das Paket kann nicht abgegeben werden. Dann landet es nicht selten in der nächsten Postfiliale, wo es frühestens am nächsten Tag abgeholt werden kann. Das soll sich zukünftig ändern: Ab Herbst kann der DHL-Paketdienst in ausgewählten Gebieten Päckchen über Nacht auch im Kofferraum eines Smarts ablegen.

Damit das klappt, muss der Wagen mit einer Connectivity-Box ausgerüstet sein, die unter anderem auch in der Car2Go-Flotte zum Einsatz kommt, damit die Carsharing-Jünger ihren Kurzzeit-Leihwagen per App öffnen können. Für den rund sechsmonatigen Feldversuch in Stuttgart, Bonn, Köln und Berlin können dort beheimatete Smart-Fahrer diese Box kostenlos in circa anderthalb Stunden nachrüsten lassen, und zwar auch in der Vorgänger-Smart-Generation – später, wenn das System serienreif ist, wird sie wahrscheinlich bezahlt werden müssen. Wer jetzt einen neuen Smart bestellt, kann außerdem gleich ein Sondermodell ordern, bei dem das intelligente Kästchen schon dabei ist.

Dazu braucht es noch eine Anmeldung bei Smart und die entsprechende Smartphone-App, sowie eine Registrierung beim Paketdienst DHL, mit dem ein Ablagevertrag geschlossen wird, damit der Fahrer überhaupt befugt ist, das Paket in den Kofferraum zu legen. Ist das erledigt, kann das Shoppen losgehen: Bei ausgewählten Online-Partnern – welche das sind, verrät Smart momentan noch nicht, doch wird unter anderem Amazon dazu gehören – können Kunden wie gewohnt einkaufen. Bei der Adresseingabe wird zusätzlich zur Heimatadresse eine Tan eingegeben, die von der Smart-App individuell für jede Bestellung generiert wird, und als Zustellart wird die Auto-Auslieferung gewählt. Zugestellt werden alle so bestellten Pakete nachts, zwischen 23 und 5 Uhr. Der Fahrer scannt dazu die Tans der Pakete mit einer entsprechenden App, und fährt nacheinander die geparkten Smarts an. Vorerst müssen die noch in einem Umkreis von 300 Metern um die Heimatadresse geparkt sein, doch das könnte sich schon bald ändern.

Steht der DHL-Fahrer vor dem Smart, kann er über seine App den Wagen aufsperren und das Paket in den Kofferraum einlegen. Das geschieht immer mit dem Label nach unten, damit von außen zumindest nicht einsehbar ist, von wem das Paket kam. Anschließend verschließt der DHL-Mitarbeiter den Wagen wieder per App und der Kunde bekommt eine Nachricht, dass sein Paket bereitliegt und er es direkt nach dem Aufstehen aus dem Auto nehmen kann. Praktisch: Wer ein frankiertes Paket zum Wegschicken oder eine kostenfreie Retoure hat, kann diese im Kofferraum liegen lassen und DHL nimmt das Paket gleich mit. Bestellt werden kann der Abholservice derzeit allerdings noch nicht.

Wie bei der Haustürzustellung, gibt es auch bei der nicht geglückten Autoauslieferung einen zweiten Versuch in der nächsten Nacht. Ist der Wagen dann wieder nicht auffindbar oder funktioniert die Zustellung aus anderen Gründen nicht, wird das Paket zur Poststation gebracht und der Kunde bekommt eine Benachrichtigung in seinen Briefkasten – deswegen muss der Wagen vorerst auch in der Nähe der Wohnung geparkt sein. Außerdem kann der Kunde selbst die Auslieferung in den Smart stoppen: Wem nach der Bestellung einfällt, dass er den neuen teuren Laptop doch lieber nicht im Auto liegen hätte, muss nur die Tan in seiner App löschen und das Paket nimmt den normalen Weg – vielleicht auch inklusive des Wegs in die nächste Filiale.

Wer kennt es nicht: Man bestellt etwas ganz bequem online und muss dann doch zur Postfiliale laufen – weil man nicht zuhause war, als der Zusteller kam. Damit das zukünftig nicht mehr passiert, arbeiten Smart und DHL an der Möglichkeit, Pakete im Kofferraum zuzustellen. Ab Herbst startet der Probebetrieb.

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Fazit
Wer kennt es nicht: Man bestellt etwas ganz bequem online und muss dann doch zur Postfiliale laufen – weil man nicht zuhause war, als der Zusteller kam. Damit das zukünftig nicht mehr passiert, arbeiten Smart und DHL an der Möglichkeit, Pakete im Kofferraum zuzustellen. Ab Herbst startet der Probebetrieb.

Quelle: Autoplenum, 2016-07-25

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