Testbericht

Sebastian Viehmann, 12. Mai 2010
Ford hat viele Hybridmodelle im Programm, allerdings nur in den USA. 2013 erscheint der Kompaktvan C-Max auch in Deutschland als Teilelektriker, sowohl in einer normalen Hybridvariante als auch in einer Plug-In-Version.

Das Elektroauto-Zeitalter kommt nicht über Nacht – soviel ist mittlerweile klar. Doch Schritt für Schritt bauen die Hersteller ihr Angebot an ganz oder teilelektrisch betriebenen Fahrzeugen aus. Jetzt will auch Ford nicht mehr hinterher fahren. „2013 kommt der Ford C-Max sowohl in einer normalen Hybridversion als auch in einer Plug-In-Variante auf den deutschen Markt“, bestätigt Ford-Sprecher Isfried Hennen.

Beim Hybrid unterstützt ein Elektromotor den Benzinmotor, für kurze Strecken fährt der Wagen auch rein elektrisch. Ein Plug-In hat leistungsfähigere Batterien und eine Stromverbindung, über die die Akkus zum Beispiel über Nacht an der heimischen Steckdose aufgeladen werden. So kann der Wagen größere Strecken mit Batteriebetrieb zurücklegen, bis der Benzinmotor nachhelfen muss. Toyotas Plug-In-Variante des Prius zum Beispiel hat eine rein elektrische Reichweite von rund 23 Kilometern.

Die beiden Hybridversionen des Ford C-Max werden im spanischen Valencia produziert. Dort laufen auch alle normalen Benziner- und Diesel-Varianten des neuen Wagens vom Band, der im Oktober auf den Markt kommt. Der C-Max hat normale Türen, während der größere Grand C-Max über hintere Schiebetüren verfügt. Entsprechend der globalen Konzernstrategie sind die Autos nicht nur für Europa bestimmt. Als Siebensitzer soll der C-Max ab 2011 auch nach Nordamerika exportiert werden – zunächst aber nur mit Benzinmotor.

In den USA verkauft Ford bereits seit Jahren unterschiedliche Hybridversionen, darunter den Geländewagen Escape und die Mittelklasselimousine Fusion. Der Parallel-Hybridantrieb des Fusion besteht aus einem 2,5 Liter großen und 156 PS starken Vierzylinder-Benziner sowie einem 78 kW starken Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 191 PS. In der Praxis erzielt der Wagen einen Durchschnittsverbrauch um fünf Liter pro 100 Kilometer, fährt sich durch die hohe Leistung allerdings deutlich flotter als ein Toyota Prius.

Unterschiede zum leistungsverzweigten Hybrid Prius gibt es beim Fusion nicht nur in der Technik, sondern auch in der Optik: Beim Toyota mit seinem aerodynamischen Kamm-Heck konnten die Ingenieure den kompletten Wagen auf die Bedürfnisse des Hybrids hin konstruieren, während die Hybridtechnik beim Fusion in das normale Limousinen-Konzept integriert werden musste. Das schmälert auch das Kofferraumvolumen.

Beim C-Max soll es derlei Beeinträchtigungen nicht geben. „Bei der Entwicklung des Wagens wurde bereits der Hybridantrieb mit eingeplant“, sagt Isfried Hennen. Zu Details wie Leistung, Batterietechnik oder Reichweite der beiden neuen Hybridmodelle schweigen sich die Kölner allerdings noch aus. Die globale Elektrifizierungsstrategie des Ford-Konzerns umfasst neben den C-Max Hybriden auch einen Focus mit batterieelektrischem Antrieb, der 2012 auf den Markt kommt. Den Beginn von Fords Elektrozeitalter – wenn man einmal von den elektrischen Ranger-Pickups der späten 90er Jahre absieht – ist für 2011 vorgesehen, wenn der Transporter Transit Connect als Stromer an den Start geht.

Quelle: press-inform, 2010-05-12

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