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Testbericht

27. November 2007
Barcelona, 27. November 2007 – Okay, er ist einfach das Original. Es gibt ihn nicht mehr mit den großflächigen Holzaufklebern ab Werk und auch sonst hat sich so einiges getan: Wir testen den neuen Chrysler Grand Voyager – sein Urahn war 1984 der erste Minivan auf dem Fahrzeugmarkt, vier Jahre später kam der Wagen nach Europa. Breiter und präsenter Wie heißt Chryslers mit Abstand erfolgreichstes Modell in Europa? 300C. Das kräftige Festungs-Design trifft den Geschmack vieler Autofahrer. So liegt es für Chrysler natürlich nahe, einige Gestaltungselemente des 300C auf den neuen Grand Voyager zu übertragen. Die Glasflächen wurden in der Höhe schmaler, die Säulen schlanker und die Radhäuser breiter. Besonders stolz ist Chrysler auf die allerorten aufblitzenden Chromelemente. Die Auffrischung ist gelungen: Der Wagen wirkt wackelfest und markant. Ob er wirklich nicht wackelt, wird sich bei einer Spitzkehre um einen gammeligen Stausee noch zeigen. Stow or Swivel? Chrysler waren die Ersten, welche 2004 die umlegbaren Sitze so konzipierten, dass sie im Fahrzeugboden versenkt werden konnten. Dieses „Stow ’n Go“ genannte Sitzsystem fand schnell viele Freunde und ist deshalb nach wie vor im Programm. Wem allerdings die dritte Sitzreihe wichtig ist, der sollte sich das neue „Swivel ’n Go“-System ansehen. Bei dieser aufpreispflichtigen Technik lassen sich nämlich die Sitze der zweiten Reihe um 180 Grad drehen, sodass sich die Passagiere in der zweiten und dritten Reihe gegenübersitzen können. Komplett macht das Vergnügen ein herausnehmbarer Tisch, welcher sich im Fond aufstellen lässt.

Schwer erreichbar Die Drehbarkeit der Sitze bei Swivel ’n Go bietet noch einen entscheidenden Vorteil: Man gelangt bei leicht gedrehtem Sitz halbwegs unverrenkt zur dritten Sitzreihe. Halbwegs. Bei Stow ’n Go muss man über einen umgeklappten Sitz der zweiten Reihe steigen und sich gleichzeitig unter dem Dach durchbücken: Dies ist für einen Erwachsenen keine schöne Aufgabe und setzt einiges an Sportlichkeit voraus. Aber ohnehin ist die dritte Reihe nur für Kinder zu empfehlen. Erwachsenen sitzen die Kopfstützen zwischen den Schulterblättern, so niedrig ist die Rücklehne. Wegen der schrägen Heckklappe berührt der Kopf hier aber beinahe das Dach – die dritte Sitzreihe können alle, die keinen professionellen Kindergeburtstag-Nachhausefahrservice betreiben, getrost vergessen. Bitte Kopf einziehen Noch ein wichtiger Punkt in Sachen Innenraumgestaltung: Verzichten Sie unbedingt aufs Schiebedach. Erwachsene haben nämlich in der zweiten Reihe erhebliche Probleme mit der Kopffreiheit, wenn ein Schiebedach die Kabine niedriger macht – besonders, weil eine Dach-Mittelkonsole zusätzliche Zentimeter in der Höhe raubt. Aus diesem Mitteltunnel klappen, gegen Aufpreis, für die zweite und dritte Sitzreihe Monitore, die jeweils von einem eigenen DVD-Player mit Signalen versorgt werden. Zur Beschäftigung von Groß und Klein lässt sich auch eine Playstation anschließen. Wenn also zwei verschiedene Entertainment-Programme gebraucht werden, um im Wagen Ruhe zu erzeugen, müssen die zweite und die dritte Sitzreihe belegt werden – was nur unter Einschränkungen möglich ist, siehe oben. Die nötigen Kopfhörer sind übrigens im Monitor-Lieferumfang enthalten.

Bequeme Sitze zwischen Hartplastik Die Sitze im neuen Grand Voyager sind amerikanisch bequem. Sie sind so breit, dass auch etwas fülligere Zeitgenossen locker Platz finden werden. Auf den in den Türen befindlichen Armlehnen ruht der Arm sehr gerne, vorne sind die guten Plätze. Die Innenraumverkleidung wurde, ebenfalls amerikatypisch, mit billigem Hartplastik vorgenommen. Dieses wirkt aber zumindest kratzfest. Ein Streifen Holzimitat ist Geschmackssache, nervt aber nicht zu sehr. Ungewöhnlich: Die Lüftungsdüsen im Armaturenbrett lassen auch im vollständig geschlossenen Zustand noch Luft durch, und die Ganganzeige des Automatikwahlhebels findet ausschließlich im Tachometer-Bereich statt. Rechts und links vom Hebel lässt unbeschriftetes Plastik den Fahrer uninformiert. Noch was Stylisches: In den Ausstattungen Touring und Limited erhellt das so genannte Halo-Paket die Kabine. Die Ambiente-Beleuchtung sorgt für sehr hartes Licht, welches nur bei absoluter Dunkelheit bemerkbar ist. Dann schimmert um die Türgriffe und die Dach-Mittelkonsole ein bläulicher Schein. Nicht zu weich, nicht zu hart Ein Minivan ist traditionell ein wenig höher als ein PKW und muss mit einem höheren Schwerpunkt eine höhere Wankanfälligkeit hinnehmen. Allerdings kann man da mit Stabilisatoren und Fahrwerksanpassungen inzwischen so einiges tun. Und Chrysler hat was getan. Wir fahren über verwinkelte Dorfstraßen und steuern auf besagten Stausee zu. Ohne groß vom Gas zu gehen, nehmen wir eine kleine Spitzkehre und sind überrascht: Der Wagen wankt kaum. Kurvenfahren könnte also mit dem Grand Voyager richtig Spaß machen – wäre da nicht die recht schwammige Lenkung. Diese bietet, besonders in der Mittellage, so einiges an Spiel. Die Bremsen sind hingegen wieder gut, mit klarem Druckpunkt bringen sie den Wagen auf kurzem Weg zum Stehen.

Braucht seine Ruhe Als Herz kommt in unserem Grand Voyager der überarbeitete 2,8-Liter-Vierzylinder-Diesel von VM Motori aus dem italienischen Cento zum Einsatz. 163 PS und 360 Newtonmeter Drehmoment sind drin. Der gleiche Motor hat uns im neuen Jeep Cherokee viel Freude bereitet, dort ist er aber auf 177 PS und 460 Newtonmeter hochgepowert. Begeistert uns das Triebwerk nun auch im Chrysler? Ganz und gar nicht. Besonders an Anstiegen nörgelt sich der Motor geradezu an seine Arbeit. Mal kurz Gas geben und Beschleunigung spüren ist nicht drin. Das Aggregat ist ein ausgemachtes Cruising-Aggregat. Immerhin hat es die vorbildliche Laufruhe mit dem stärkeren Jeep-Bruder gemein, was zu einem ausgesprochen geringen Geräuschlevel im Innenraum beiträgt. 9,3 Liter Diesel werden auf 100 Kilometer vernichtet. Mehr Spritzigkeit verspricht der 3,8-Liter-V6-Benziner mit 193 PS, welcher aber auf Grund seines Verbrauchs von 12,7 Liter auf 100 Kilometer disqualifiziert werden könnte. Sechs automatische Gänge Alle Chrysler Grand Voyager bekommen eine Sechsgang-Automatik. Und diese Automatik macht, diesmal ganz untypisch für amerikanische Fahrzeuge, einen guten Job. Sauber fließen die Stufen dahin und das bei US-Autos übliche Jagen nach dem richtigen Gang bleibt auch am Berg aus. Die Schaltung passt gut zum ruhigen Motor – sie ist ebenfalls bestens fürs Cruisen geeignet.
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Automatik
Motor Bauart:Common-Rail-Turbodiesel
Hubraum:2.768
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:120 kW (163 PS) bei UPM
Drehmoment:360 Nm bei 1.600-3.000 UPM
Preis
Neupreis: 34.990 € (Stand: November 2007)
Fazit
Wer ein paar Grundregeln beachtet, kann mit dem neuen Grand Voyager durchaus Spaß haben. Zum einen darf man nur aufs gemütliche Cruisen aus sein, mehr gibt der Dieselmotor nicht her. Zum anderen muss aufs Schiebedach verzichtet werden, um die zweite Reihe nutzbar zu machen – und die dritte Reihe ist nur eine Notreihe für den temporären Einsatz. Und diese dritte Reihe ist nur mit dem Sitzsystem Swivel ’n Go halbwegs erreichbar.
Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-news, 2007-11-27

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