16.12.2011, auto-reporter.net
MERCEDES-BENZ SL 2012
Der neue Mercedes SL
Jeder der sechs Generationen seit 1957, beginnend mit dem W198, war einzigartig auf Ihre Weise. Da überrascht es kaum, dass auch der siebte Mercedes SL im neuen Kleid (R231) beweisen möchte, was es heißt sanfter Sportsmann aus Stuttgart zu sein.
Viel neue Technik ist an Bord, aber zuerst einmal ist der in Sindelfingen gefertigte SL vorallem dreierlei: leichter, stärker und sportlicher. Man sieht es auf 4,58 x 1,88 Meter (50 mm länger und 57 mm breiter). Die Front und die tiefe Seite zitieren den aktuellen SLK in ausgewachsen, die breiten seitlichen Entlüftungskiemen den legendären 300 SL Flügeltürer Und man spürt es: Der neue SL wiegt – vom Zeitgeist her ein Schritt in die richtige Richtung – bis zu 140 Kilogramm weniger als der Vorgänger. Dank des Einsatzes von viel Alu und Magnesium steht der SL 350 mit dem 306 PS starken 3,5-Liter-V6 so nur noch mit rund 1,6 Tonnen auf der Waage.
Der zweite Motor zum Marktstart ist der 435 PS starke 4.7-V8-Biturbo. Mit ihm unter der langen Haube kommt der 500 SL, ebenso von Hause aus souverän von der Siebengang-Automatik mit Gängen gefüttert, noch schneller ins Geschäft: In 4,6 Sekunden statt in 5,9 spurtet er auf Tempo 100. Mit 700 Newtonmeter Drehmoment (statt 370 Nm) gehört das Topmodell auf Zeit (der Zwölfzylinder folgt) zu den himmlischen Angeboten. Zudem ist es dank Direkteinspritzung, Turboaufladung und Start-Stopp sparsamer als der alte 500 SL (ca. - 20 %).
Und wo man schon vom Himmel spricht, betätigt man auch schon den Verdeckschalter: In 20 Sekunden ist das elektrohydraulisch faltbare Variodach offen. Wie den SLK erhält man auch den großen Bruder mit dem Panorama-Dach mit Verdunkelungsfunktion ("Magic Sky Control") und ebenso dessen „Airscarf“ (warme Luft aus den Kopfstützen). Ganz neu und innovativ im praktischen Sinne ist das Wischersystem "Magic Vision Control": Mit ihm fällt die selbst verschuldete Dusche während des Offenfahrens beim Scheibenreinigen aus. Das Spritzwasser kommt erst unmittelbar vor der Scheibenwischerlippe auf die Windschutzscheibe. So bleibt es nicht nur dort, sondern sorgt auch im Winter, da beheizbar, für ungetrübte Sicht. Ungetrübter kommt auch der Klang: Mit "FrontBass" bearbeiten zwei Basslautsprecher ein 17 Liter-Hohlraum in den vorderen Fußräumen. Das sorgt nicht nur für mehr Tiefgang, sondern auch verbesserte Klangperformance beim Offenfahren.
Und selbst der im Offenzustand weiterhin kompakte Kofferraum denkt im neuen SL mit. Kofferabteil-Öffnen und -Schließen geht nun per Fußbewegung: einmal gewippt, schon ist er offen – praktisch. Zu weiteren Serienausstattung zählen crashaktive Kopfstützen, der Müdigkeitsassistent, adaptive Scheinwerfer sowie die aktive Motorhaube. Optional erhält man den SL nun auch mit Internetzugang und Park-Assistent und gegen einen Aufpreis von rund 20.000 Euro als einer der ersten Besitzer ab März 2012 auch als üppig ausstaffierte "Edition 1". Für den Serien-SL beginnen die Preise bei 93.534 Euro. Der SL 500 steht mit 117.096 Euro in der Preisliste. (le)







