Testbericht

Stefan Grundhoff, 11. Januar 2016
Der VW Tiguan ist noch nicht auf dem Markt, da präsentieren die Wolfsburger eine weitere Variante mit elektrischem Allradantrieb.

Das Serienmodell des VW Tiguan, der im Frühjahr auf den Markt kommt, ist wahlweise mit Front- oder Allradantrieb zu bekommen. Auf der Detroit Motorshow gibt es einen Ausblick auf eine weitere Antriebsversion. Der optisch allzu rustikal auftretende Tiguan GTE Active Concept kann nicht nur über den normalen Verbrennungsmotor, sondern ebenfalls über zwei Elektromotoren angetrieben werden, die Front- und Hinterachse zusätzlich mit elektrischer Energie versorgen. Echte Offroadfans werden über die seriennahe Studie des kompakten Crossovers die Nase rümpfen und vehement auf das Bestehen einer Kardanwelle bestehen, die die Hinterachse mit entsprechender Leistung versorgt.

Da der 4,50 Meter lange VW Tiguan trotz der auf 22,5 Zentimeter gewachsenen Bodenfreiheit des GTE Active Concepts in der Realität jedoch kaum seinen Weg ins Gelände finden dürfte, könnte eine elektrische Hinterachse für einen Plug-In-Hybriden eine allemal sinnvolle Ergänzung für Hybridvarianten sein. Angetrieben wird die NAIAS-Studie von einem 1,4 Litern großen Turbo-Benziner, der 110 kW / 150 PS und 250 Nm maximales Drehmoment leistet. Unterstützt wird das Haupttriebwerk von zwei Elektromotoren, die 40 kW / 220 Nm und 85 kW / 270 Nm leisten. Die Motorleistung wird über ein sechstufiges Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderachse übertragen. Der vordere Elektromotor ist im Getriebegehäuse untergebracht; der hintere direkt an der Hinterachse. Die Gesamtleistung des Plug-In-Hybriden liegt bei 165 kW / 225 PS. Das Akkupaket hat eine Kapazität von 12,4 kWh. Durch den Tankinhalt von 64 Litern ergibt sich so eine theoretische Reichweite von 580 Meilen / 930 Kilometern. So kann nicht nur die allein elektrisch gekoppelte Hinterachse mit Elektropower versorgt werden, sondern auch die Vorderachse. Die rein elektrische Reichweite des Tiguan GTE Actice Concepts liegt bei überschaubaren 20 Meilen / 32 Kilometern.

Je nach Fahrprogramm wird der Tiguan GTE entweder allein über die Hinterachse oder über beide Achsen angetrieben. Standardmäßig startet die Studie stets im elektrischen E-Mode. Ist die Batterie ausreichend geladen, treibt der hintere Elektromotor den Wagen allein an. Der Verbrenner und der vordere E-Motor sind vom Antriebsstrang getrennt und abgeschaltet, um so Energie zu sparen. Sobald es die Fahrsituation erfordert oder der Fahrer manuell einen entsprechenden Modus aktiviert, wird der vordere E-Motor in Sekundenbruchteilen hinzugeschaltet. Der Tiguan GTE Active Concept ist dann ein Zero-Emission-Allradler, dessen E-Maschinen von der Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt werden. Im Elektro Modus kann der Tiguan 120 km/h schnell fahren. Der Dreh- und Drückschalter das variablen Allradantriebs 4 Motion Active Control befindet sich in der Mittelkonsole. Über ihn steuert der Fahrer die sechs Fahrprogramme "Onroad" ("Komfort" und "Eco"), "Offroad" ("Rocks", "Sludge Sand" und "Gravel"), "Sport", "Snow", "Charge" (Batterieladen während der Fahrt) und "Batterie Hold" (Batterieladung konstant halten).

Wie schon der auf der CES in Las Vegas gezeigte E-Golf ist der VW Tiguan GTE Active Concept mit einem neuen Anzeige- und Bedienkonzept ausgestattet, das mit der Modellpflege des VW Golf Ende des Jahres seine Serieneinführung feiern wird. Neben den digitalen Instrumenten gibt es in der Mittelkonsole einen 9,2 Zoll großen Multifunktionsbildschirm, der über Touch, Sprache oder Geste zu bedienen ist.
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Quelle: press-inform, 2016-01-11

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