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Testbericht

16. Januar 2006
Haar, 16. Januar 2006 – Die Alhambra ist vielen Spanienurlaubern als berühmtes Baudenkmal in Granada bekannt. Die Stadtburg leitet ihren Namen angeblich von dem arabischen Wort für rot ab. So passt die knallrote Lackfarbe unseres Testwagens gut zu dem Van. Wir haben den Seat Alhambra mit der neuen 150-PS-Variante des 1.9 TDI für Sie getestet. 1.9 TDI in neuer Version Den 1.9 TDI kennt man aus zahlreichen Modellen des VW-Konzerns. Auch im Alhambra werden schon seit langem Varianten mit 90 und 115 PS angeboten. Neu kam nun eine Version mit 150 PS hinzu. Einen braven Familientransporter ohne Temperament muss man bei dieser Motorisierung nicht befürchten. Das Aggregat schiebt den Alhambra kräftig an. Das lässt sich schon am Drehmoment ablesen: 310 Newtonmeter sind eine Menge Holz. Die Zahl für das Beschleunigungsvermögen gibt das Fahrvergnügen jedoch nur unzureichend wieder: 11,9 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 klingen nicht schlecht, aber lange nicht so rasant, wie sich der 150-PS-Diesel fährt. Überraschend vehementer Vortrieb Das bei vielen Modellen mit 1.9 TDI spürbare Turboloch fällt in der neuen Alhambra-Version kaum auf. Ab 3.500 U/min wird das Aggregat allerdings etwas laut. Gut, dass Seat dem Van serienmäßig eine Sechsgang-Schaltung spendiert. So braucht man nicht oft bei hohen Drehzahlen zu fahren – es sei denn, man möchte wirklich schnell sein. Der Diesel-Alhambra schafft bis zu 199 km/h.

Nur Euro-3-Abgasnorm Den Spritverbrauch gibt Seat mit 6,3 Litern auf 100 Kilometer an. Bei unseren Testfahrten ergab sich ein Verbrauch von 7,9 Litern. Ein gravierender Nachteil des Motors ist, dass er nur die Euro-3-Abgasnorm erfüllt. Seit 1. Januar 2006 können Neufahrzeuge unter 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht nur noch zugelassen werden, wenn sie die Euro-4-Norm erfüllen. Da unser Testwagen mit 2.510 Kilo zulässigem Gesamtgewicht knapp über dieser Grenze liegt, betrifft diese Regelung den Alhambra nicht. Dennoch: Dass die Euro-4-Norm nicht erfüllt wird, ist weder der Umwelt noch dem Wiederverkaufswert förderlich. Dasselbe gilt für die Tatsache, dass es für den Alhambra keinen Dieselpartikelfilter gibt. Wankanfälliges Fahrwerk Die von uns gefahrene Ausstattungsversion Sport besitzt serienmäßig ein Sportfahrwerk, das tiefer liegt und straffer sein soll als das normale Fahrwerk. Doch es wirkt deutlich zu weich. Bei plötzlichen Ausweichbewegungen fühlt sich der Alhambra manchmal schwammig an. Da ist es beruhigend, dass ein elektronisches Stabilitätsprogramm Serie ist. Ansonsten lässt sich das Schaukeln und Wanken durch behutsame Kurvenfahrt in Grenzen halten. Wer eigene Kinder transportiert, fährt wohl sowieso nicht in die Kurve wie Michael Schumacher. Zu dem schwungvollen Motor hätte eine etwas strammere Auslegung jedoch besser gepasst.

Gute, serienmäßige Sportsitze Aber auch wenn sich der über 1,80 Meter hohe Riese in der Kurve nach außen neigt – als Fahrer sitzt man gut und rutscht nicht vom Sitz. Denn die beim Alhambra Sport serienmäßigen Sportsitze mit Stoffbezug geben hervorragenden Seitenhalt. Auch sonst erfreut das Cockpit. Die Instrumente mit den Chromringen darum sehen gut aus. Alles erinnert ein wenig an VW, doch das wird kaum jemanden stören. Wichtiger ist die gute Rundumsicht. Beim Alhambra trägt außerdem noch die hohe Sitzposition zur Übersicht bei. Bis zu sieben Sitze Kommen wir zur eigentlichen Bestimmung des Alhambra: dem Transport von Menschen und Material. Mit 4,63 Metern Länge gehört der Seat zu den ausgewachsenen Vans. Wer will, kann den Spanier mit bis zu sieben Sitzen ausstatten – Serie sind aber nur fünf Sitze. Gegen 500 Euro Aufpreis bekommt man zwei Zusatzsitze für die dritte Sitzreihe. Während der Sitzkomfort in der zweiten Reihe erfreulich ist, sinkt er in der dritten auf Kleinwagenniveau ab. Hohe Flexibilität Die Sitze lassen sich auf einfache Weise umsetzen. Dadurch sind zahlreiche Sitzkonfigurationen möglich. Die drei Fondsitze der Serienversion lassen sich zum Beispiel auch so aufteilen, dass zwei Sitze in die zweite Reihe kommen und ein Sitz dahinter eingebaut wird. Wenn die Sitze in Reihe zwei nach innen versetzt werden, ergibt sich so mehr Ellenbogenfreiheit für die Insassen. Und es gibt noch mehr Möglichkeiten: Gegen 250 Euro Aufpreis kann man den Alhambra auch zum Sechssitzer mit drei Zweierreihen machen.

Riesiger Kofferraum Der Kofferraum schrumpft bei voller Bestuhlung auf 256 Liter zusammen. In der normalen fünfsitzigen Konfiguration mit drei Sitzen in der zweiten Reihe fasst er immer noch üppige 852 Liter. Und wer sich auf zwei Sitze beschränkt, kann über 2.600 Liter Gepäck einladen. Die Fondsitze sind dazu auszubauen, was wegen ihres Gewichts nicht eben leicht fällt. Außerdem stellt sich das Problem, wo man die nicht eben kleinen Sitze zu Hause unterbringt. Den Aus- und Einbau spart sich, wer die drei Einzelsitze in der zweiten Reihe lässt. Klappt man die Lehnen und dann die ganzen Sitze nach vorne, ergibt sich auch so ein gut nutzbarer Laderaum. Magere Serienausstattung Den Alhambra mit dem 150-PS-Diesel gibt es in zwei Ausstattungen: in der Basisversion Reference und der von uns getesteten Variante Sport. Zur Serienausstattung aller Alhambra gehören nur vier Airbags – wenig, wenn man bedenkt, dass etwa der Leon schon sechs mitbringt. Außerdem sind die Außenspiegel nur manuell einstellbar. Auf der Positivseite stehen das serienmäßige, MP3-fähige CD-Radio sowie eine Klimaanlage. Sondermodell ist günstiger Doch eigentlich interessiert das Reference-Modell weniger. Denn günstiger als diese Basisversion ist das Sondermodell Vigo, und es ist sogar noch deutlich besser ausgestattet. So hat der Vigo 16-Zoll-Leichtmetallräder, eine Zweizonen-Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, eine Sitzheizung, eine beheizbare Frontscheibe, eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage und Kopfairbags. 27.700 Euro zahlt man für den Alhambra Vigo 1.9 TDI mit 150 PS.

30.590 Euro für Sport-Version Die von uns gefahrene Version Sport kostet 30.590 Euro. Hier sind zusätzlich zur Reference-Version 16-Zoll-Aluräder, ein Sportfahrwerk, Sportsitze vorne, konturierte Fondsitze, Nebelscheinwerfer und Kopfairbags an Bord. Preisvergleich mit dem VW Sharan Zum Preisvergleich eignet sich der mit dem Alhambra baugleiche VW Sharan. Den Wolfsburger gibt es zwar nicht mit dem 150 PS starken 1.9 TDI. Dafür gibt es einen 140 PS starken 2.0 TDI. Von Fahrleistungen und Verbrauch her gesehen steht der 2.0 TDI kaum hinter dem 1.9 TDI zurück. Ein gewichtiger Vorteil des Wolfsburger Vans ist jedoch, dass der Motor die Euro-4-Abgasnorm erfüllt. Außerdem ist ein Rußpartikelfilter erhältlich.

Ausstattung gleichwertig, Preis ähnlich Und wie sieht es bei Preis und Ausstattung aus? Für den VW zahlt man mindestens 30.125 Euro – nicht viel Unterschied zum Alhambra Sport 1.9 TDI mit 150 PS. Die Ausstattung ist bei beiden Autos etwa gleich wertvoll. Im Einzelnen: Der Sharan besitzt bereits in der Grundversion eine Zweizonen-Klimaautomatik, die bei Seat 1.140 Euro Aufpreis kostet. Außerdem hat der Sharan elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel und elektrische Fensterheber vorne, was bei Seat als Paket 620 Euro kostet. Dafür besitzt der Seat sportliche Attribute wie Aluräder, ein Sportfahrwerk, sportliche Sitze, die bei VW als Paket für 1.530 Euro zu haben sind. Hinzu kommen noch Nebelscheinwerfer, die bei VW 240 Euro Aufpreis kosten. (sl)
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltung
Motor Bauart:Reihen-Turbodiesel, Pumpe-Düse-Einspritzung
Hubraum:1.896
Anzahl Ventile:2
Anzahl Zylinder:4
Leistung:110 kW (150 PS) bei UPM
Drehmoment:310 Nm bei 1.900 UPM
Fazit
Der Alhambra 1.9 TDI mit 150 PS ist ein Überraschungsvan: Er sieht aus wie eine Familienkutsche, aber der Motor macht das Auto wirklich flott. Doch einen Diesel, für den es keinen Partikelfilter gibt, können wir nicht mit gutem Gewissen empfehlen. Und erst recht keinen Selbstzünder, der nur Euro 3 erfüllt. Das komfortabel agbestimmte Fahrwerk kommt mit der über 1,80 Meter hohen Karosserie nicht besonders gut zurecht – der Alhambra schwankt zu sehr. Im Innenraum ist das Auto ein klassischer Van: Man kann bis zu sieben Personen transportieren, die Sitze lassen sich aus- und umbauen, wodurch sich eine hohe Flexibilität ergibt. Auch das Ladevolumen ist enorm. Der Preis ist ausstattungsbereinigt etwa gleich hoch wie beim Sharan 2.0 TDI. Der erfüllt jedoch die Euro-4-Norm und man kann einen Partikelfilter hinzuordern. So bleiben kaum Argumente für den Alhambra übrig – es sei denn, man möchte lieber das seltenere Seat-Modell fahren, um sich von der Masse abzusetzen. (sl)

Quelle: auto-news, 2006-01-16

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