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Testbericht

18. Februar 2015
Calafell (Spanien), 18. Februar 2015 - Sie sind geborener Hektiker und wollen es bleiben? Sie fahren stets so dynamisch, dass Sie erkennen können, welcher Passagier die schwächsten Nerven hat? Ihr Auto muss ordentlich Überholprestige und einen wuchtigen Sound haben? Dann brauchen Sie nicht weiterzulesen, denn der neue Volvo XC90 ist einfach nicht Ihr Auto. Für alle Normalen haben wir die Eigenschaften des großen Schweden-SUVs ausgelotet, und zwar in zwei Versionen: mit dem D5-Diesel und als T8 mit Plug-in-Hybridantrieb. Ein echter Brocken, aber optisch leicht verdaulich Der neue XC90 ist ein echter Brocken, aber ein leicht verdaulicher. Die zweite Generation des SUVs ist rund 15 Zentimeter länger als die erste und erreicht nun 4,95 Meter. Das sind fast die Ausmaße des neuen Audi Q7. Konkurrenten wie Mercedes ML, BMW X5, Porsche Cayenne und Range Rover Sport lässt der Volvo hinter sich. Wenn man neben dem Auto steht, wirkt es in der Tat sehr wuchtig. Die Front des Neulings ist jedoch - wie schon beim Vorgänger - eher sanft gestaltet. Er setzt nicht auf einen Imponiergrill wie der Audi, sondern bleibt sozialkompatibel. Gegen das Säuferimage Große SUVs haben ein Säuferimage, und das liegt auch an den großen V6- und V8-Motoren unter der Haube. Hier darf der XC90-Fahrer entspannt bleiben, denn sein Auto gibt es ausschließlich mit Vierzylindermotoren. Warum? Wegen der CO2-Grenzwerte der EU. Denn während zum Beispiel Rolls-Royce seine enormen CO2-Werte konzernintern mit den niedrigen von Mini verrechnen kann, hat die Stand-alone-Marke Volvo diese Möglichkeit nicht. Wummernden V8-Sound darf man also nicht erwarten, standesgemäßen Vortrieb aber durchaus. Zum Marktstart im Juni 2015 gibt es zwei Versionen: einen D5 AWD mit 225 PS und einen T6 AWD mit 320 PS. Ein paar Monate später folgt ein T8 mit einem 400 PS starken Plug-in-Hybridsystem. Später folgen noch zwei Basismotorisierungen: Ein D4 mit 190 PS soll den Einstiegspreis auf 49.400 Euro senken, ein T5 AWD mit 245 PS ergänzt die Benziner-Palette nach unten.
Leiser Diesel Die weitaus meisten Kunden, nämlich 85 Prozent, werden sich wohl für den XC90 D5 AWD entscheiden, so zumindest die Erwartungen bei Volvo. Mit 225 PS kann der Biturbo-Diesel dem Sechszylinder-Diesel im 218 PS starken Audi Q7 3.0 TDI Paroli bieten. Wer keine Hemmungen hat, seinen Gasfuß zu benutzen, den belohnt der Volvo mit ansprechenden Fahrleistungen. Der Tempo-100-Sprint dauert beispielsweise nur 7,8 Sekunden. Es ist nur so, dass der Wagen nicht zum Gasgeben animiert. Seine Stärke ist eher das üppige Drehmoment von 470 Newtonmeter, und dass der Motor akustisch sehr im Hintergrund bleibt. Auch der Verbrauch ist moderat: Nur 5,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer sind es laut Datenblatt, auch wenn der Bordcomputer wie üblich mehr meldet - runde neun Liter. Als Flöten-Taxi wenig geeignet Ungewöhnlich an dem Diesel ist, dass Volvo nicht wie üblich auf ein SCR-System setzt, um die Euro-6-Abgasnorm einzuhalten, sondern auf einen Speicherkat. Vorteil: Man muss nicht (wie etwa in der Mercedes C-Klasse) ein paarmal jährlich das Additiv Adblue nachfüllen. Nachteil: Wenn Sie nur Ihre Kinder in die Flötenstunde fahren, ist der Kat irgendwann voll. Um die gesammelten NOx-Gase wieder auszublasen, muss man das Auto dann ordentlich auf Touren bringen. Wenn Sie das nicht selber tun, tut es die Werkstatt. Hybridantrieb mit mächtig Schmackes Für reine Stadtfahrer empfehlenswerter ist wohl der T8. Nicht wegen der 400 PS Systemleistung natürlich, die braucht in der Stadt kein Mensch. Nein, sondern weil man in der Stadt mit null Komma null Liter Sprit auskommt - der T8 fährt als Plug-in-Hybrid bis zu 50 Kilometer rein elektrisch. Einen vollwertigen Allradantrieb wie unser D5 AWD hat der T8 allerdings nicht. Statt einer Drehmoment verteilenden Lamellenkupplung gibt es hier einen 80 PS starken Elektromotor an der Hinterachse - hinten kommen also maximal 20 Prozent der gesamten Kraft an. Das merkt man zum Beispiel, wenn man mit Vollgas anfährt: Dann zerrt das Drehmoment an der Vorderachse. Aber der Sound ist deutlich kerniger als beim etwas brav wirkenden Diesel.
Schaltwippen und Sportsitze nur als Ausnahme Bei allen XC90-Versionen überträgt eine Achtgang-Automatik die Kraft. Sie schaltet ordentlich, wobei die Schaltpunkte - wie auch Gasannahme, Lenkung und Fahrwerkscharakteristik - vom gewählten Fahrmodus abhängen. Wer gern selbst eingreift, wählt die sportliche Ausstattung R-Design, denn nur dort gibt es Schaltwippen am Lenkrad. Die Sportversion hat auch Sportsitze mit gutem Seitenhalt. Bei den Komfortsitzen im gefahrenen Auto lassen sich die Möbel zwar am Rücken elektronisch enger stellen, aber die Beine drehen im Kreisverkehr dann doch bedenklich ab. Die Dancing Queen und eine giftgrüne Blattfeder Aus den Lautsprechern kommt "Dancing Queen", und das Auto gibt mir das Gefühl, durch schwedische Wälder zu schweben. Zumindest, wenn die optionale Luftfederung verbaut ist wie bei unserem Fahrzeug. Serienmäßig besitzt der XC90 hinten allerdings Blattfedern. Gegenüber Schraubenfedern beansprucht diese nutzfahrzeugtypische Lösung weniger Platz. Warum die Dinger allerdings giftgrün sein müssen, das bleibt Volvos Geheimnis. Aber lassen wir uns davon nicht ablenken. Fakt bleibt: Dynamik ist nicht die Sache des XC90, auch nicht im entsprechenden Modus. Selbst dann wirkt der XC90 noch sehr komfortabel. Die Lenkung ist etwas straffer, ohne teigig zu wirken, und auch das Fahrverhalten beim simulierten Pylonenwedeln wird besser. Immer schön geradeaus Pylonenwedeln? Nein, das ist schon wieder die falsche Disziplin. Im dicht bewaldeten, aber dünn besiedelten Schweden fährt man oft lange Strecken geradeaus. Kurven gibt es selten, der Verkehr ist dünn und die größte Gefahr besteht darin, beim Eindösen von der Straße abzukommen. Für solche Strecken braucht man keine aktive Wankstabilisierung, wie es sie zum Beispiel im BMW X5 gibt. Man braucht keine Sportsitze mit viel Seitenhalt, und auch keine Schaltwippen. Eher schon den automatisch geregelten Allradantrieb. Beim D5 ist er Serie; eine Lamellenkupplung leitet bei Eis und Schnee bis zu 50 Prozent der Kraft nach hinten.
Ins Cockpit bitte nur mit Handschuhen Innen ist der XC90 superedel, aber auch ein wenig speziell. Man guckt auf natürlich wirkende Holzleisten. Feines Leder und edles Metall erzeugen die Atmosphäre eines skandinavischen Wohnzimmers, und wir reden hier nicht von Ikea. Wer sich allerdings die Mittelkonsole ansieht, glaubt, dass der Monitor falsch herum eingebaut ist - im Hoch- statt im Querformat. Für die Anzeige von Navi-Karten ist das nicht optimal. Störender ist, dass sich auf dem Touchscreen immer wieder hässliche Fingerabdrücke abzeichnen. Fast wünscht man sich ein Paar weiße Handschuhe, wie sie asiatische Taxifahrer tragen. Wird der XC90 als Familienkutsche eingesetzt, würde ich auch meiner Beifahrerin Handschuhpflicht auferlegen, denn dann stört kein Familienkrach den Schweden-Urlaub. Familienkrach wegen Fingerabdrücken Ergonomisch stellt die Bedienung kein Problem dar. Auch wenn die Beifahrerin das Mitteldisplay als Elektronikspielzeug missbraucht, finde ich den Weg durch Skandinavien. Dazu verlege ich die Navigationskarte ins Hauptinstrument. Nur im Kreisverkehr verrenke ich mir dann noch ab und zu den Hals, um auch bei verdrehtem Lenkrad noch sehen zu können, ob ich bei der dritten oder bei der vierten Ausfahrt ausfahren soll. Die traditionellen Instrumente werden von einem großen Display verdrängt. In acht Zoll Größe ist das Serie, optional gibt es ein 12,3-Zoll-Monitor. Wer noch 1.350 Euro übrig hat, kann zusätzlich ein Head-up-Display ordern. Und wenn der Elch kommt? Bremsen würde ich auf meiner Geradeaus-Fahrt höchstens mal, wenn ein Elch gemessenen Schrittes die Fahrbahn quert. Aber für solcherlei Unbilden gibt es ja die fast sprichwörtliche Volvo-Sicherheit. Die Werbung mit dem robusten Schwedenstahl ist natürlich längst passé, der Marketing-Ersatz dafür sind die elektronischen Assistenten. Ein City-Notbremssystem ist Serie, außerdem gibt es Neuheiten wie einen Kreuzungsassistenten, der vor Kollisionen beim Linksabbiegen schützt, und eine Heckaufprall-Abschwächung. Auf der Autobahn darf man den Abstandstempomat und den aktiven Spurhalteassistenten aktivieren, und braucht dann nicht mehr viel zu tun - der Abstandstempomat übernimmt Gas und Bremse, und der Spurassistent dreht das Lenkrad, wenn man sich versehentlich einer Linie nähert. Im Stau unterhalb von 50 km/h übernimmt ein Elektronikhelfer sogar die gesamte Lenkarbeit.
Ein gut belüfteter Subwoofer Wir würden auf unserer Schweden-Fahrt natürlich Abba hören, am besten aus der sündteuren Audioanlage von Bowers & Wilkins - 3.280 Euro, der helle Wahnsinn. Ihr Hochtöner ist vernünftigerweise stehend auf dem Armaturenbrett angeordnet, sodass die Musik in Richtung Publikum tönt statt in Richtung Frontscheibe. Außerdem, und da muss ich dann doch ein bisschen glucksen, soll der im Radkasten untergebrachte Subwoofer wegen der guten Belüftung einen besonders reinen Klang erzeugen. Die Volvo-Pressemannschaft kommt aus Köln und die Pressekonferenz findet am Rosenmontag statt. Aber nein, es ist kein Karnevalsscherz: Der Tieftöner kann ein größeres Luftvolumen bewegen, was extrem tiefe Töne ermöglichen soll. Platz für sieben Personen - sogar erwachsene Durch die gewachsenen Abmessungen hat der XC90 innen reichlich Platz - für bis zu sieben Personen. Es dürfen sogar mittelgroße Erwachsene sein, wenn sich die Passagiere der zweiten Reihe bei der Sitzeinstellung nicht an ihrem Ego, sondern an ihrer Körpergeometrie orientieren. Werden die Möbel etwas nach vorne gerückt und die Lehnen nicht zu stark nach hinten geneigt, bleibt auch in der letzten Reihe noch genug Raum. Wer eher Gepäckvolumen braucht, wird mit dem XC90 ebenfalls glücklich: 314 Liter sind es, wenn alle Sitze ausgeklappt sind, hinter der zweiten Reihe sind es noch rund 700 Liter und wenn alle Sitze umgeklappt sind, knapp 1.900 Liter. Dabei ergibt sich ein ebener Ladeboden, der allerdings Löcher aufweist, in dem Kleinkram sicher gerne mal verschwindet. Das aber sollte man dem Volvo nicht allzu negativ ankreiden, denn umso größer ist ja die Freude beim Wiederfinden der Stifte, der Schnuller und der Skihandschuhe. Etwas günstiger als ein Audi Q7 Den XC90 D5 AWD mit 225 PS gibt es ab 53.400 Euro. Die Kinetic-Ausstattung umfasst Tempomat, Spurverlassenswarner, Verkehrszeichenerkennung, ein Audiosystem mit zehn Lautsprechern, elektrisch einstellbare Sitze, Klimaautomatik, 18-Zoll-Alufelgen und mehr. Die dritte Sitzreihe kostet 1.500 Euro Aufpreis, die Luftfederung 2.560 Euro. Zu teuer? Dann müssen Sie auf die später startenden Einsteigermotoren warten. Aber ein entsprechender Audi Q7 dürfte den Geldbeutel stärker entlasten. Die Preise für das neue Modell wurden noch nicht bekannt gegeben, doch den alten Q7 3.0 TDI quattro mit 204 PS bekommt man erst ab 53.950 Euro.
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Technische Daten
Antrieb:automatischer Allradantrieb mit Haldex-Lamellenkupplung (5. Generation)
Anzahl Gänge:8
Getriebe:Automatik
Motor Bauart:Biturbo-Diesel, DOHC, NOx-Speicherkatalysator
Hubraum:1.969
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:165 kW (225 PS) bei UPM
Drehmoment:470 Nm bei 1.750 - 2.500 UPM
Preis
Neupreis: 53.400 € (Stand: Februar 2015)
Fazit
Der Volvo XC90 ist eine sehr zivile, ja fast domestizierte Form von SUV. Hier gibt es kein Imponiergehabe, keine Offroadprotzerei mit Untersetzungsgetriebe und dergleichen, dafür aber ein sehr edles Interieur. Mit jeder Menge Leder und natürlich wirkendem Holz fühlt man sich wie in einem skandinavischen Wohnzimmer, und wir reden hier nicht von Ikea. Hält man sich an die vorgeschlagene Handschuhpflicht, braucht man sich auch nicht über Fingerabdrücke auf dem Touchscreen zu ärgern. Raumnot im XC90 ist ohnehin kein Thema, bis zu sieben Erwachsene oder viel Gepäck haben Platz. Sportliche Veranlagungen sucht man beim XC90 aber vergeblich. Das Auto verleitet nicht zum Gasgeben, schon gar nicht auf kurviger Strecke. Man sitzt entspannt im Wagen, guckt sich die schönen Holzleisten an, hört Abba und lässt sich durch die Landschaft schaukeln, am besten mit Luftfederung, Abstandstempomat und Spurhalteassistent. Sechs- und Achtzylindersound darf man von dem Volvo nicht erwarten. Der D5-Diesel bringt den 2,1-Tonner aber ordentlich und leise voran. Um die Kinder zum Flötenunterricht zu bringen, eignet sich der T8 besser, denn damit kann man in der Stadt 30 bis 50 Kilometer rein elektrisch fahren.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-news, 2015-02-18

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