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Testbericht

24. April 2009
Dubrovnik (Kroatien), 24. April 2009 - "Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht. Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht. Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht": An dieses Rätsel aus der DEFA-Verfilmung von Aschenbrödel muss man denken, wenn man sich manche Crossover-Fahrzeuge ansieht. Zu dieser Mischform gehört auch das am 6. Juni 2009 startende neue Kompaktmodell Peugeot 3008. Der Stil-Mix muss nicht schlecht sein, es kommt halt auf die Mischung an. Wie viel SUV, wie viel Van und wie viel Limousine stecken also im 3008? Wir haben die Versionen mit 1,6-Liter-Diesel und 1,6-Liter-Turbobenziner getestet. SUV-Optik vorne Sieht man sich den 3008 von außen an, fallen vorne typische SUV-Elemente wie der große Grill auf, die das Auto robust erscheinen lassen. Am Heck zeichnet sich bereits die horizontal geteilte Heckklappe ab: Wie etwa beim 4007 oder auch BMW X5 lässt sich der untere Teil nach unten klappen. Nachteil: Man kommt zum Be- und Entladen nicht so nahe an die Ladefläche heran. Wer allerdings oft in Garagen parkt, freut sich vielleicht, weil der obere Teil der Klappe nicht so weit nach oben schwingt. Die robuste Front und die geteilte Heckklappe stellen aber schon alle SUV-Elemente dar, die man beim 3008 finden kann. Seitlich sieht das Fahrzeug nicht viel anders aus als ein Kompaktvan. Die Bodenfreiheit ist mit rund 15 Zentimeter auch nicht viel größer als bei einer Limousine, und der Unterfahrschutz entpuppt sich als Attrappe aus dünnem Alu-Blech.

Allradantrieb erst ab 2011 Auch einen Allradantrieb gibt es im 3008 nicht. Der kommt erst 2011 mit der Hybridversion auf den Markt. Bei dieser treibt ein Diesel die Vorderachse an, während die Hinterachse von einem Elektromotor gedreht wird. Für Fahrer, die ab und zu auf rutschigem Untergrund unterwegs sind, bietet Peugeot ein Grip-Control-System an, einer verbesserten Antriebs-Schlupfregelung. Damit kann man das Auto per Drehschalter im Cockpit an den Untergrund anpassen: Schnee, Sand, Schlamm oder Asphalt. Wirklich ins Gelände sollte man mit dem 3008 aber nicht fahren. Nicht viel mehr Kofferraum als in einer Limousine Und wie sieht es mit den Van-Elementen aus? Von einem Kompaktvan würde man viel Kofferraum und ein variables Sitzkonzept erwarten. Mit einer Länge von 4,37 Meter und 1,64 Meter Höhe ist der 3008 so groß wie ein Ford C-Max, der 460 bis 1.620 Liter bietet. Doch beim 3008 sind es nur 432 bis 1.241 Liter - nicht viel mehr als bei einer Limousine. Wer viel Platz braucht, wartet besser bis zum Herbst 2009. Dann bringt Peugeot eine Van-Version des 3008 mit längerem Radstand. Das Modell, das wohl 3008 SW heißen wird, kann auch als Siebensitzer geordert werden und dürfte über 1.700 Liter Kofferraum haben wie der 308 SW. Gut nutzbarer Kofferraum Immerhin ist das Gepäckabteil des 3008 gut nutzbar. So gibt es einen variablen Ladeboden, der sich in drei verschiedenen Positionen einlegen lässt. Die praktischste ist die mittlere Stellung, denn damit wird die Ladeschwelle egalisiert. Nach dem Umklappen der Rücksitze ergibt sich so eine fast völlig ebene Ladefläche. Außer in der Grundausstattung ist auch der Beifahrersitz umklappbar. So lassen sich bis zu 2,62 Meter lange Gegenstände einladen.

Edles Cockpit Das Sitzkonzept des 3008 ähnelt mehr dem einer Limousine als dem eines Kompaktvans. Die Rücksitze lassen sich leicht umlegen, aber nicht längs verschieben oder gar ausbauen. Auch das Cockpit erinnert an eine hochwertige Limousine: Die Armaturen orientieren sich wie bei einer BMW-Limousine zum Fahrer hin. Die eingesetzten Materialien und das Ambiente sind so schick, wie wir es seit einiger Zeit von Peugeot gewohnt sind: Auch den Vergleich mit VW-Interieurs brauchen die Franzosen nicht mehr zu scheuen. Die Sitze entsprechen eher unseren deutschen als französischen Vorlieben, denn der Seitenhalt ist recht gut - viel besser jedenfalls als bei Geländewagen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allenfalls die hohe Anbringung des Schaltknüppels: Stützt man den Ellenbogen auf die Mittelarmlehne, dann zeigt der Unterarm nach oben. Head-up-Display für 550 Euro Peugeot baut auch eine ganze Anzahl technischer Gimmicks ein. Nützlich sind zum Beispiel die elektrische Feststellbremse sowie die Berganfahrhilfe, die verhindert, dass das Auto beim Anfahren zurückrollt. Eine Besonderheit ist das optionale Head-up-Display. Anders als bei der Konkurrenz werden die Informationen nicht auf die Frontscheibe, sondern eine etwa handgroße transparente Plastikscheibe projiziert, die auf Knopfdruck vor dem Fahrer ausfährt. Gezeigt wird vor allem das Tempo, daneben erscheinen aber auch die Daten des Abstandswarners. Dabei misst ein Sensor den Abstand zum Vordermann. Im Bereich zwischen 70 und 150 km/h wird durch Blinken gewarnt, wenn der Abstand einen eingestellten Wert unterschreitet. Es handelt sich um ein reines Informationssystem mit erzieherischem Effekt, nicht um einen Abstandstempomat, der bei zu geringer Distanz Gas wegnimmt oder bremst. Die 550 Euro Aufpreis kann man sich aus unserer Sicht sparen.

Dynamischer Wankausgleich Von zweifelhaftem Nutzen ist auch die Dynamic Rolling Control, die das Karosseriewanken verringern soll. Bei hoch bauenden Fahrzeugen wie dem 3008 - das Auto ist mit 1,64 Meter so hoch wie ein Kompaktvan - hat das Fahrwerk allgemein schwer zu kämpfen. Vor allem wanken solche Autos in Kurven stark nach außen. Beim 3008 ist dieser Effekt spürbar, aber nicht zu stark, sodass man sich auch auf kurvigen Landstraßen wohl fühlt. Passives Hydrauliksystem Peugeot hat jedoch ein System entwickelt, das das Wanken noch verringern soll. Konkurrenzsysteme wie Porsche PDCC oder BMW Dynamic Drive basieren auf Stabilisatoren, die elektronisch geregelt verstellt werden. Dagegen beruht der dynamische Wankausgleich von Peugeot auf einem passiven Hydrauliksystem ohne Elektronik: An der Hinterachse des 3008 gibt es eine Hydraulikleitung, die den linken mit dem rechten Stoßdämpfer verbindet. In der Mitte der Leitung befindet sich eine Art dritter Stoßdämpfer. In Kurven fließt Hydrauliköl zum kurvenäußeren Rad, wodurch dessen Dämpfer straffer wird. In der Praxis ist der stabilisierende Effekt des Systems allerdings kaum zu spüren. Das System ist Serie bei den beiden starken Motoren, dem 1.6 THP und dem 2.0 HDi. Vier Motoren Insgesamt gibt es den 3008 mit vier Motoren. Dazu gehören zwei Benziner aus der Kooperation mit BMW, nämlich der 1.6 VTi mit 120 PS sowie der 1.6 THP mit 156 Turbo-PS. Auf der Dieselseite stehen der 116 PS starke 1.6 HDi und der 2.0 HDi mit 150 PS. Bei den genannten Motorversionen handelt es sich um Euro-5-Aggregate. Die derzeitigen Antriebe erfüllen die neue Abgasnorm zum Teil noch nicht. Deshalb werden die Aggregate schrittweise eingeführt. Zum Marktstart sind lediglich der 120-PS-Benziner und der große Diesel verfügbar, im Juli folgt der 156-PS-Benziner und erst im Februar 2010 der 112 PS starke 1.6 HDi.

Drehmomentgleich: 1.6 HDi und 1.6 THP Wir fuhren noch die alten Euro-4-Versionen des 1.6 THP mit 150 PS sowie des 1.6 HDi mit 110 PS, beide mit der serienmäßigen Sechsgang-Schaltung. Sowohl der Benziner wie der Diesel bringen den 3008 sehr gut in Schwung. Sie bieten beide das gleiche Drehmoment von 240 Newtonmeter. Der Diesel fährt sich noch eine Spur dynamischer, lässt sich aber - wie das bei Selbstzündern eben so ist - nicht so weit hochdrehen wie der Benziner. Die Anschaffungspreise der beiden Versionen dürften nahe beieinander liegen. Der Preis für den 1.6 HDi steht zwar noch nicht fest, doch beim 308 kostet die Version mit dem kleinen Diesel nur 450 Euro mehr als der Turbobenziner. So würden wir uns für den HDi entscheiden, denn der spart an der Zapfsäule: Für den 1.6 THP gibt Peugeot 7,4 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer an, für den 1.6 HDi aber nur 5,1 Liter. Ab 21.500 Euro Die Einstiegsversion des 3008 wechselt für 21.500 Euro den Besitzer. Dafür erhält man den 120 PS starken Benziner. Die gleiche Motorisierung ist beim 308 SW schon für 19.950 Euro zu haben. Finanzschwache Familien, die viel Platz brauchen, aber wenig Geld haben, wählen also besser den Kombi. Der 3008 ist etwas für Käufer, die gerne hoch sitzen - weil man leichter ein- und aussteigen kann und weil die Übersicht im Stadtverkehr besser ist. Die Basisausstattung Tendance umfasst beim 3008 elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne und eine Klimaanlage. Das fehlende CD-Radio kann man für 665 Euro dazubestellen. Den 1.6 THP gibt es ausschließlich in der Version Premium für 25.650 Euro. Hier kommen der dynamische Wankausgleich, elektrische Fensterheber hinten, ein Tempomat, 17-Zoll-Alufelgen, Nebelscheinwerfer, das Panorama-Glasdach sowie ein CD-Radio hinzu. Alternativen zum 3008 1.6 THP für knapp 26.000 Euro sind oft günstiger. So kostet die Basisversion des VW Golf Plus 1.4 TSI mit 160 PS nur 24.175 Euro, und den Nissan Qashqai 4x2 2.0 mit 141 PS erhält man schon ab 23.240 Euro.
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltung
Motor Bauart:Otto-Reihenmotor mit Direkteinspritzung und Turbolader, DOHC, VVT
Hubraum:1.598
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:115 kW (156 PS) bei UPM
Drehmoment:240 Nm bei 1.400 UPM
Preis
Neupreis: 25.650 € (Stand: April 2009)
Fazit
Der Peugeot 3008 ist in der Tat ein Crossover-Fahrzeug: Ein SUV ist er nicht, dazu fehlt ihm die Geländegängigkeit, ein Van ist er nicht, denn dazu gebricht es ihm an Innenraumvariabilität, und eine Limousine ist er schon gleich gar nicht, denn dazu ist das Auto zu hoch. Am ehesten kann man ihn als einen französischen Verwandten des kürzlich eingestellten VW CrossGolf bezeichnen. Die Geländeoptik macht den 3008 etwas spannender als die oft biederen Kompaktvans.

Empfehlenswert ist das Auto für Leute, die gerne hoch sitzen. Die beiden Motoren bieten viel Schwung, und auch das relativ straffe Fahrwerk ist lobenswert. Das edle Cockpit hat uns ebenfalls zugesagt. Zwei Punkte sind jedoch anzukreiden: Der kleine Kofferraum und der recht hohe Preis.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-news, 2009-04-24

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