Testbericht

Marcel Sommer, 29. Februar 2016
Mercedes präsentiert auf dem Genfer Automobilsalon sein neues C-Klasse Cabrio. Bis zu 367 PS lassen die tristen Wintertage schnell vergessen.

"Unser neues C-Klasse Cabriolet ist der Einstieg in die Welt der Premium-Cabriolets bei Mercedes-Benz. In Charakter und Design sportlich und jugendlich geprägt, bietet es puren Open-Air-Fahrspaß rund ums Jahr", schwärmt Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. Mit einer Bandbreite von 156 bis 367 PS rollt der kleine Cabrio-Bruder von E- und S-Klasse ab diesem Sommer auf die Straße - in Genf ist er bereits jetzt schon zu sehen. Das mit geschlossenem Stoffverdeck dem Coupe sehr ähnlich sehende Cabrio wirkt jedoch gar nicht, wie ein kleiner Bruder von irgendjemandem. Mit seiner markanten Frontpartie inklusive Diamantgrill und LED-Scheinwerfern, die in einer langen Motorhaube und hoher Bordkante münden bietet es einen kraftvollen und sehr präsenten Auftritt.

Mit Blick auf die Ausmaße liegt die einzig messbare Differenz zwischen Coupe und Cabrio in einem Höhenunterschied von vier Millimetern - das Coupe bietet demnach einen knappen halben Zentimeter mehr Kopffreiheit. Allerdings betrifft dies nur den Fahrer und seinen Beifahrer. Denn auf den beiden komfortablen Einzelsitzen im Fond können sich die Cabrio-Mitfahrer über zwölf Millimeter mehr Kopffreiheit freuen. Wer dennoch meckert, dem wird schlicht das aus der S-Klasse abgeleitete Stoffmützchen bis zu einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde in rund 20 Sekunden entfernt. Je nach Verdeckzustand beträgt das Kofferraumvolumen 285 oder 360 Liter.

Für den Antrieb des neuen Mercedes C-Klasse Cabrios stehen sechs Benzin- und zwei Dieselmotoren zur Wahl. Die vorläufige Speerspitze stellt das von einem 3,0 Liter großen und 367 PS starken Sechszylinder angetriebene Mercedes-AMG C 43 4Matic Cabrio dar. Ein neues Neungang-Automatikgetriebe, das wiederum für alle Motorisierungen verfügbar ist, verteilt sein maximales Drehmoment von 520 Newtonmetern bei Bedarf auf alle vier Räder. Der Allradantrieb mit seiner Momentenverteilung von 31 zu 69 Prozent ist dabei sportlich heckbetont ausgelegt. Per AMG Ride Control Sportfahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung lässt sich die Federung in drei Stufen anpassen, so dass bei der Tempohatz bis 250 Kilometer pro Stunde oder beim Sprint in 4,8 Sekunden bis Tempo 100 jeweils beste Voraussetzungen bestehen. "Das AMG Produktportfolio wird auch in diesem Jahr weiter rasant wachsen. Wir bieten mit dem C 43 4MATIC Cabriolet die nächste Alternative, um einer jüngeren Zielgruppe den Einstieg in die faszinierende AMG Welt zu ermöglichen", erklärt Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH.

Doch auch der mit Blick auf die Leistung kleinste Einstieg in die Welt der viersitzigen Mercedes-Cabrios hat bereits viel zu bieten. Ob nun wärmereflektierendes Leder in fünf Farbausprägungen, ein geschwungener Schalter in mattem Silberchrom in der Mittelkonsole zum Öffnen und Schließen des Verdecks oder die Mercedes-typischen Cabrio-Feinheiten wie Airscarf und Aircap finden sich auf Wunsch hier wieder. Letzteres ist ein unauffällig in den Dachrahmen integriertes elektrisches Windschottsystem, das mit einem elektrischen Windschott hinter den Fondsitzen gekoppelt ist. Damit dennoch ein wenig Wind ins Innere des 4,69 Meter langen und 1,81 Meter breiten Cabrios kommt, dafür sorgt natürlich in erster der Fahrer selbst. Unterstützung findet er im Dynamic Select-Schalter, der ihm die Wahl zwischen fünf verschiedenen Fahr-Charakteristiken anbietet. Von Eco über Sport Plus bis hin zum für individuelle Einstellungen geschaffenen Individual-Programm lässt sich der Habitus des Fahrzeugs je nach Belieben konfigurieren.

Für die Sicherheit sorgen natürlich auch im neuen Mercedes C-Klasse Cabrio zahlreiche Assistenzsysteme. So beinhaltet der Collision Prevention Assist Plus neben einer optischen Abstandswarnung und einer zusätzlichen akustischen Kollisionswarnung einen adaptiven Brems-Assistenten, der durch situationsgerechte Bremskraftverstärkung helfen kann, Kollisionen zu vermeiden. Das fast autonome Fahrgefühl runden die Distronic Plus mit Lenk-Assistent und Stop and Go Pilot sowie die Pre-Safe Bremse und der Bremsassistent Bas Plus ab. Dass sich der Fahrer und seine bis zu drei Passagiere bei so viel Sicherheit dann mehr mit dem optional erhältlichen, 960 mal 540 Pixel auflösenden Display des Command Online-Systems beschäftigen können, auf dem im Stau auch das aktuelle TV-Programm verfolgt werden kann, ist nur einer von vielen Vorteilen. Wem das nicht reicht, der kann sich entweder in das integrierte W-Lan-Netz einklinken oder mit dem Sprachbediensystem Linguatronic beschäftigen. Das Beste als Passagier wird es aber wahrscheinlich immer noch sein, sich einfach zurückzulehnen und die über dem Kopf vorbeirauschende Natur zu genießen. Was der Freiluft-Spaß letztendlich kosten wird, steht noch nicht fest. Knapp 40.000 Euro dürften es aber schon werden, was in Summe allein dem Aufpreis vom S-Klasse Coupe zum Cabrio entspräche.

Quelle: press-inform, 2016-02-29

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