MAZDA 6 - Geschichte, Hintergrundinformationen und Fakten
Neues Gesicht, alte Qualitäten
Der erste Eindruck ist der entscheidende. Und wo beginnt der? Nicht am Po, sondern im Gesicht. Also ist es doch nur konsequent, genau hier bei der gründlichen Renovierung eines Erfolgsmodells anzusetzen: Die Fahrzeugfront ist die augenfälligste Neuerung am neuen Mazda 6.
Das neue Markengesicht steht dabei schon für das, was in Zukunft so alles an neuen Modellen aus Hiroshima kommen wird. Das Flügelmotiv der Frontpartie wird an den neuen Chromverzierungen der Rückleuchten wieder aufgenommen, je nach Modell und Ausstattungslinie bestehen sie aus einer Kombination aus Klarlinsen und LEDs. Und so steht vor uns erneut ein schmuckes Automobil.
Und ein vernünftiges dazu: Der Luftwiderstandsbeiwert gehört weiterhin zu den niedrigsten seiner Klasse (0,27 für den Viertürer, 0,28 für Fünftürer und Kombi). Verbrauch und Emissionen wurden bei allen Motorisierungen verringert und deren Wahrnehmbarkeit durch zahlreiche Maßnahmen gemildert (softerer Kaltstart beim 2,2-Liter-Dieselmotor, lärmoptimierte A-Säulen, passgenauere Türeinpassungen, weniger Abrollgeräusche).
Einer der Motoren (Benziner: 120 – 170 PS, Diesel: 129 – 180 PS) ist ganz neu. Der 2,0-Liter-DISI-Benzindirekteinspritzer löst das alte Triebwerk mit Saugrohreinspritzung ab. Bei 4.500 U/min produziert der Vierzylinder sein maximales Drehmoment von 193 Nm, bei 6.200 seine maximale Leistung von 155 PS. Damit liegt das Triebwerk um 8 PS und 9 Nm über der Leistung des Vormotors, verbraucht aber im ECE-Schnitt nur 6,9 l/100 km (rund 6 % weniger als zuvor).
Standardmäßig ist der neue Motor an das Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, alternativ steht das Activematic-Automatikgetriebe mit fünf Stufen und manuellem Schaltmodus zur Wahl. Im Umfeld des Wahlhebels tun sich weitere, wenn auch dezente Veränderungen kund: neue dekorative Oberflächen in Chrom- und Klavierlack, neue Polster und Farben. Die Instrumente sind dank größerer Ziffern besser ablesbar, die Bedientasten am Multifunktionslenkrad intuitiver zu bedienen. Hinzu kommt ein neues Ablagefach neben dem Fahrersitz. Vom aktuellen Modell übernommen wurde das Karakuri-Sitzsystem, welches in der Fließhecklimousine und im Kombi zum Einsatz kommt.
Dem Unterbau rückte man ebenso intensiv zu Leibe. Modifizierte Radaufhängungen sollen zu einer verbesserten Handling-Stabilität, präziserer Lenkrückmeldung und einer Verringerung der Vibrationen beitragen. Die 17- und 18-Zoll-Leichtmetallräder wurden nicht nur neu gestaltet, sondern reduzieren mit einigen Kilogramm weniger Gewicht auch die ungefederten Massen. Mehr Sicherheit ist nun auch an Bord, etwa die adaptiven Scheinwerfer (AFS), der Berganfahrassistent (HLA) oder das Notbremssignal (ESS). Angeboten wird der Mazda 6 wie schon zuvor als viertürige Stufenhecklimousine, als fünftüriges Fließheck und als Kombi. (le)