Zylinderkopfdichtung defekt

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Hallo zusammen,

bei meinem BMW 320d, e90, Baujahr 2007 muß die Zylindrkopfdichtung erneuert werden.
Meine Frage ist nun, muß der Zylinderkopf geplant werden?
Die BMW werkstatt sagt, Diesel Zylinderköpfe werden grunsätzlich nicht geplant, da möglicherweise anschließend die Kompression nicht mehr stimmt. Das heißt die schrauben einfach auf, nehmen einfach die vorhandene runter, säubern ein wenig, baunen neue Dichtung ein und schrauben wieder zu.
Ich find die Antwort recht seltsam.
Ich denke, daß die Werkstatt einfach nicht die Möglichkeit hat die Arbeit auzuführen und desshalb sagt es wäre nicht nötig.

Kann mir bitte Jemand weiterhelfen, der sich damit auskennt, oder änliches Problem schonmal hatte.

Themen: Motor, BMW 320
Details zum Fahrzeug: Limousine, Baujahr 2007, 177 PS, 1995 ccm, Diesel, Automatik
Fragte vor 10 Monaten

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"Nicht nötig" kann doch sein - wenn das Ding nicht krumm ist, dann ist es nicht nötig. Krumm sind die BMW-Köpfe beim Diesel tatsächlich nur sehr extrem selten.

Das mit der Kompression und der "logische Rückschluss" zum Planen ist auch so weit korrekt.

Die Dinger sind so hoch verdichtet und von der Baukonstruktion so ausgeführt, dass ein Planen praktisch nicht möglich ist.

Wenn sich dieser Alukopf verzieht, dann eigentlich immer so weit, dass dann gleich so viel abgetragen werden muss, dass die Verdichtung nicht mehr stimmt und "eigentlich" mit einer dickeren Zylinderkopfdichtung kompensiert werden müsste, die gibt es aber nicht.

Somit ergeben sich in der Praxis an diesem Motor nicht viele Möglichkeiten:

- der Kopf ist nicht krumm,
weil er zu 98% bei Schäden der Kopfdichtung nicht krumm ist,

- der Kopf ist so krumm, dass ein Planen nicht mehr möglich ist sondern ausgetauscht werden muss.

Es gibt zwar ein ganz kleines Fenster dazwischen, wo der krumm sein könnte und dann aber wiederum so gering, dass ein Planen noch möglich wäre - aber dies ist von dem tatsächlichen Auftreten eher nur eine theoretische Möglichkeit.

Somit ist die Aussage schon richtig, denn es benötigt schon ganz viel Pech, dass dieser Kopf tatsächlich krumm ist und dann muss in diesem ganz viel Pech aber noch ganz viel Glück vorhanden sein, dass der dann nur so wenig krumm ist, um ihn noch planen zu können.

Nicht ausgeschlossen, aber in der Kombination so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn, von dem man sich dann sehr lässig einen neuen 7er kaufen könnte.

So ein Mitarbeiter in einer Lotto-Annahmestelle wird da bei der Frage, ob man den 7er schon vor der Ziehung bestellen kann, sicherlich auch ein "nicht nötig" sagen.

Antwortete vor 10 Monaten
entfernterNutzer | Experte
 
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Die wenigsten Werkstätten haben die Möglichkeit einen Kopf zu planen.
Um zu sagen ob ein Kopf geplant werden muß sollte er erst runter montiert werden. Dann sollte gemessen werden ob er plan ist oder plan geschliffen werden muß. Dafür gibt es Messgeräte die im 0,1 mm Bereich messen.
Aber grundsätzlich zu sagen, dass es nicht nötig ist finde ich ziemlich unseriös. Man kann es natürlich drauf ankommen lassen, aber dann kann es sein das nach einem Jahr die Dichtung wieder hin ist.
Also kann man besser (wenn es sein muß) 200 Euro drauf legen für das planen.
Am besten ist du holst dir mal eine zweite Meinung ein. Vielleicht kannst du dir von Freunden/Bekannten eine freie Werkstatt empfehlen lassen oder du suchst dir hier im Forum eine Werkstatt mit guten Bewertungen in deiner Ecke.

Antwortete vor 10 Monaten
nextDTI | Moderator Moderator
 
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Leichtmetallköpfe werden häufig nicht geplant.Sind
sie zu sehr verzogen, dann werden sie komplett er-
neuert. Wegen des Materialabtrages beim Planen ver-
ziehen sich die Dinger nur noch schneller.
Auch Stahlgußköpfe wurden schon vor 50 Jahren in
meiner Lehrwerkstatt nur bis 0.2 mm geplant.
Das hat nichts mit Diesel oder Benzin zu tun.
Schon vor dem Abbau zu sagen, es sei nicht nötig---
das ist (gelinde gesagt) leichtsinnig.
Ich würde mal eine zweite Werkstatt aufsuchen, diese
ist nicht gut.

Antwortete vor 10 Monaten
hballerstedt | Experte
 
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Zum Kommentar:

Die erzählen alle das Gleiche, nur aufgrund unterschiedlicher Berufserfahrung mit unterschiedlicher Hervorhebung einzelner Positionen.

Vermessen (Planheit), Prüfung auf Risse (Dichtigkeit) und bei Bedarf dann auch Planen sind die üblichen Arbeitsschritte, die immer, als Standardverfahren bei jedem Kopf ausgeführt werden müssen.

Unterschiedlich ist das "bei Bedarf dann auch Planen", was bei diesem Kopf nur sehr selten notwendig ist und als weitere "Verschärfung" noch viel seltener möglich ist, weil die Art der Motorkonstruktion (hohe Verdichtung und Bauform des Brennraums) in Verbindung mit dieser Kopfdichtung (keine sonderliche "Ausgleichsmöglichkeit" für das Maß, was am Kopf abgenommen wurde) dann praktisch nicht möglich ist.

Entweder ist das Ding noch gerade, oder es können minimale Unebenheiten leicht ausgeschliffen werden, oder das ist was für die Aluschrott-Kiste. Ein klassisches "Planen", bei dem mal 1,5 Zehntel runtergezogen werden, geht nicht.

Ventilschaftdichtungen, wie auch sämtliche anderen Dinge (eingelaufene Lager, Zustand der Ventile, ... ) werden natürlich auch gleich überprüft, wenn das Ding schon demontiert vor einem liegt und dann bei Bedarf erneuert.

Eine Notwendigkeit die Schaftdichtungen pauschal auszutauschen gibt es jedoch nicht (mehr). Was früher an einem BMW-Benziner pauschal auch schon bei relativ geringer Laufleistung angebracht war, ist es heute nicht mehr. Kontrolle und bei Bedarf - ja, pauschale Notwendigkeit - nein.

Ölwechsel natürlich, hat die Kopfdichtung geschwächelt, dann ist fast immer das Öl auch nicht mehr so sonderlich toll. Abgesehen davon, dass beim Zerlegen auch Dreck in die Ölkanäle gerät. Nach dem Duschen zieht man üblicherweise auch eine saubere Unterhose an, sollte es zumindest.

Dass ein reiner Motoreninstandsetzer billiger ist, als eine BMW-Vertragswerkstatt, ist auch normal. Unterschiedliche Stundensätze und Ersatzteilpreise (allein schon Motoröl) bringen da schon einen Unterschied, Fremdarbeiten - das externe Überprüfen des Kopfs bei einem Instandsetzer - werden auch nochmals beaufschlagt. Der Preisunterschied ist rein wirtschaftlich, kalkulatorisch betrachtet auch "völlig in Ordnung".

Die allgemeine Empfehlung bei bestimmten Arbeiten, zB. Motor-, Getriebeinstandsetzung, Lackierarbeiten, ..., zu einem dafür spezialisierten Fachbetrieb zu fahren, zumindest dort einen Kostenvoranschlag zu holen, ist nicht unbegründet.

Antwortete vor 10 Monaten
entfernterNutzer | Experte

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