Testbericht

26. Juli 2011
Haar, 26. Juli 2011 - In großen Buchstaben steht es auf den Seitenfenstern des Subaru Trezia: Toyota. Was hat der japanische Auto-Gigant mit dem Allrad-Spezialisten zu tun? Die Antwort ist einfach: Der neue Trezia entspricht bis auf minimale Änderungen dem Toyota Verso-S. Die Modifikationen beschränken sich auf einen anderen Kühlergrill und natürlich die Subaru-Embleme am und im Wagen. Solider Eindruck Beim Öffnen der Fahrertür fällt im ersten Moment auf, wie leicht die Pforte ist. Das hat seinen guten Grund: Subaru betont, dass der Trezia das leichteste Fahrzeug seiner Klasse ist. In der Tat sind es gut 200 Kilo weniger als beim Kia Venga und sogar 60 weniger als beim Verso-S. Der Innenraum und das Cockpit warten nicht mit unangenehmen Überraschungen auf, große und gut platzierte Schalter erleichtern die Bedienung. Angenehm sind auch der weit oben gelegene Schalthebel und die erhöhte Sitzposition. Allerdings dürfte die Beinauflage gerne länger sein. Deutliche Kritik muss sich die Materialanmutung gefallen lassen: Gleich mehrere Kunststoffe mit unterschiedlicher Haptik und teilweise störendem Geruch trifft man an, besonders die Türverkleidungen sind sehr kratzempfindlich. Insgesamt sollte sich mit wenig Aufwand seitens des Herstellers ein wohnlicheres Ambiente schaffen lassen, zum Beispiel durch verchromte Türöffner. Raum-Fahrt Pluspunkte sammelt der Subaru Trezia mit seinem Platzangebot. Auf der Rückbank sind zwei Erwachsene kommod untergebracht. Besonders praktisch ist der Kofferraum. Er bietet im Normalfall ein Volumen von 363 Litern, welches sich durch einfaches Umlegen der Rücksitzlehnen auf 1.388 Liter vergrößern lässt. Die Verwandlung zu einer ebenen Fläche kann auch über praktische Zughebel an der Kofferraumöffnung erfolgen. Jedoch traut man sich kaum, stark an den Plastikgriffen zu ziehen, stabileres Metall wäre hier klar besser.

Überraschend kultiviert Als ein überraschend angenehmer Zeitgenosse entpuppt sich der Common-Rail-Diesel unter der Haube. Seine 90 PS haben leichtes Spiel mit dem vier Meter langen Trezia. Das 1,4-Liter-Aggregat ist elastisch und sorgt für einen besseren Durchzug, als es die 12,1 Sekunden des Datenblattes vermuten lassen. Dank einer guten Getriebeübersetzung bleibt der Subaru auch bei hohem Tempo relativ leise, jedoch treten dann zunehmend Windgeräusche in den Vordergrund. Abzüge gibt es für die leicht brummige Note unterhalb von 2.000 Umdrehungen, zudem wäre ein Start-Stopp-System wünschenswert. Nimm eins In Sachen Ausstattung gibt es nicht viel Auswahl: Der handgeschaltete Diesel wird einzig in der Version Active für 18.100 Euro angeboten. Serienmäßig sind hier sieben Airbags, ein CD-Radio, eine Klimaanlage sowie elektrische Fensterheber vorne. Der vergleichbare Toyota Verso-S 1.4 D-4D Cool kostet 18.550 Euro, während Kia für den Venga 1.4 CRDi Vision mit 90 PS 17.765 Euro aufruft.
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltgetriebe
Motor Bauart:Diesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung
Hubraum:1.364
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:66 kW (90 PS) bei UPM
Drehmoment:205 Nm bei 1.800 - 2.800 UPM
Preis
Neupreis: 18.100 € (Stand: Juli 2011)
Fazit
Mit seinem elastischen Motor und dem ordentlichen Raumangebot hat der Subaru Trezia zwei gute Argumente zu bieten. Doch das gilt auch für den technischen Zwilling Toyota Verso-S. Die Wahlentscheidung fällt somit nach dem nähergelegenen Händler. Gleichzeitig ist der Trezia eine Option für zufriedene Subaru-Kunden, die einen Zweitwagen suchen.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-news, 2011-07-26

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