Testbericht

Stefan Grundhoff, 13. Oktober 2009
Die Kombi-Mittelklasse aus Passat, Insignia und Mondeo könnte ab kommenden Januar gefährlich in ihren Grundfesten wanken. Der Skoda Superb, bisher die Sparten-Luxuslimousine zum Discountpreis, dürfte als Kombiversion sogar an die Tür der Oberklasse klopfen.

Der Einstiegspreis von 23.950 Euro für das zugegeben alles andere als dynamisch motorisierte Basismodell Superb Combi 1.4 TSI sollte nicht nur in Köln, Rüsselsheim und Wolfsburg für Kopfzerbrechen sorgen. Selbst das T-Modell der neuen Mercedes E-Klasse oder einen Audi A6 Avant greift der ebenso elegante wie mit 4,84 Metern Länge üppig dimensionierte Kombi aus Tschechien mutig an. Die Beinfreiheit im Superb-Fond ist nahezu ohne Konkurrenz und das Ladevolumen von 633 bis 1.850 Litern setzt nicht allein in der Mittelklasse Maßstäbe. Die Zuladung des Superb Combi beträgt 563 Kilogramm.

Unter dem ebenen Ladeboden gibt es zusätzliche Ablageflächen und standesgemäß sollte man seinen Superb Combi mit der optionalen elektrischen Heckklappe ausstatten, die das Be- und Entladen sichtlich erleichtert. Überhaupt ist die Zahl der Sonderausstattungen beim Familien-Skoda überaus üppig. So kann man seinen Superb Combi mit elektrischen Ledersitzen, Sitzheizung vorne und hinten, Festplattennavigation, Panoramadach und TV-Modul sowie Keyless Go zum wahren Luxusgefährt ausstatten. Jedoch sollte man sich mindestens für die mittlere Ausstattungsvariante Ambition oder besser noch für das Topmodell Elegance entscheiden. Dann gibt es vom Start Annehmlichkeiten wie Xenonlicht, 17-Zoll-Alufelgen, Einparkhilfe, Regensensor und elektrische Sitze.

Dienstwagenfahrer mit kombigeneigtem Gedankengut reiben sich die Hände, Taxler vergessen ihre Mercedes-Liebe und sogar in der Kombi-Oberklasse dürfte man an dem variablen Superb Combi zu knacken haben. Beim Namen Skoda dachten die meisten bisher allein an die Volumenmodelle Fabia und Octavia, die die Marke in den letzten Jahren auf so manchen Verkaufszettel gespült haben. Volkswagen-Konzerntechnik zum fairen Sparpreis dürfte für viele Kombiliebhaber mit dem neuen Familienmodell eine echte Versuchung sein. Auch wenn der Superb in erster Linie die auswärtige Konkurrenz von Ford Mondeo, Opel Insignia und Volvo V70 angreifen soll; auch der ein oder andere Passat-Fahrer dürfte bei dem sehenswerten Design und den unübersehbaren Vorzügen der tschechischen Kombiversion ins Grübeln geraten.

Kostet ein VW Passat Variant 1.4 TSI Trendline derzeit mindestens 26.275 Euro, so liegt der ähnlich ausgestattete Superb Combi mit identischer Motorisierung und deutlich mehr Platz im Innenraum rund 2.300 Euro darunter. Deutlich interessanter dürften gerade für Langstreckenfahrer, Flottenkunden und Taxifahrer die sparsamen Dieselversionen sein. Der Superb Combi wird ebenso wie die Limousine mit 105, 140 und 170 Diesel-PS verfügbar sein. Am besten ist man mit dem leise laufenden 2.0 TDI mit 125 KW / 170 PS motorisiert. Den Spurt 0 auf 100 km/h schafft der 1,6 Tonnen schwere Kombi Dank 350 Nm maximalem Drehmoment in 8,9 Sekunden. Den Verbrauch gibt Skoda mit 5,9 Litern Diesel auf 100 Kilometern an.

Für den Top-Diesel ist optional nicht nur das Doppelkupplungsgetriebe DSG, sondern auch ein durchaus empfehlenswerter Allradantrieb verfügbar. Ein komplett ausgestatteter Superb Combi 2.0 TDI 4x4 Elegance dürfte weniger als 40.000 Euro kosten. Wem das nicht reicht: das Topmodell Skoda Superb Combi 3.6 4x4 klopft mit 260 PS, Allradantrieb, DSG und Vollausstattung lautstark bei den Kombikonkurrenten von Audi A6 und Mercedes E-Klasse an, die jeweils schnell mehr als 15.000 Euro mehr kosten und abgesehen vom dem edleren Interieur fast nur einiges weniger bieten: das Premium-Image.
Weiterlesen

Quelle: press-inform, 2009-10-13

Getestete Modelle
×
×
Unser Server konnte Ihre Aktion nicht ausführen. Bitte versuchen Sie es erneut.
Bitte vervollständige Deine E-Mail-Adresse.
×

Wir haben Dir eine E-Mail an gesendet.
Darin befindet sich Link, um Dein Passwort zurückzusetzen.

Keine E-Mail erhalten?

×
Anmelden
×

Wir haben Dir eine E-mail an gesendet.
Darin findest Du einen Link, um Deine E-Mail-Adresse zu bestätigen.

Keine E-Mail erhalten?

Bitte aktualisiere nochmals Deinen Posteingang und prüfe auch den Spam-Ordner.