Testbericht

Marcel Sommer, 15. Februar 2016
Zum 20. Geburtstag des Cupra verpasst Seat dem aktuellen Modell zehn Extra-PS. Der Leon Cupra 290 präsentiert sich als städtetauglicher Giftzwerg.

"Der Seat Leon Cupra 290 ist der schnellste Leon Cupra aller Zeiten", schwärmt Fahrwerksentwickler Sven Schawe. Dass sich der neue Stern am spanischen PS-Himmel ansonsten durch nahezu überhaupt nichts von seinem Vorgänger unterscheidet, spielt weiter keine Rolle. Denn die Sperrspitze der Seat-Baureihen feiert seinen 20. Geburtstag und da sollte dies auch einmal einfach so hingenommen werden. Dank der zehn Zusatz-Pferdestärken verfügt der 4,27 Meter lange und bis zu 250 Kilometer pro Stunde schnelle Kompaktwagen über 290 PS. In Kombination mit seinem 350 Newtonmeter messenden maximalen Drehmoment ist der Fahrer Herr über eine echte Sportskanone.

Wie die Spanier weitere zehn PS aus dem 2,0 Liter großen Vierzylinder-Benzinmotor gekitzelt haben, ist von Sven Schawe schnell erklärt: "Durch eine neue Abgasanlage konnte die Drehzahl des Turboladers angehoben werden und mit ihr die Gesamtleistung des Aggregats." Nicht mehr und nicht weniger. Ob die Leistungsspritze von irgendeinem Fahrer bei einer Blindverkostung jemals tatsächlich herausgefahren werden würde, bleibt zu bezweifeln. Jedoch hat der um 890 Euro auf 33.120 Euro teurer gewordene Seat Leon Cupra 290 einen etwas satteren Klang erhalten. Dabei spielt keine Rolle, ob der 1,4 Tonner als Fünf-, Dreitürer oder Kombi geordert wird.

Für die korrekte Kraftübertragung auf die angetriebenen Vorderräder stehen ein DSG- oder ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe zur Wahl. Mit letzterem stoßen sportlich ambitionierte aber zugleich nicht erfahrene Fahrer beim Tempo 100-Sprint an ihre Schaltgrenzen. Denn während der durchaus rasanten Beschleunigung ist nicht immer klar, ob nun die Traktionskontrolle oder der Drehzahlbegrenzer gerade die Leistung reduziert. Hier würden sich Sportfahrer eine oder mehrere Leuchtdioden zur Unterstützung wünschen. Genau die benötigt der Cupra 290-Besitzer auch, wenn es darum gehen soll die angegebenen 6,7 Liter Normverbrauch zu erreichen. Wer ihn im einstelligen Bereich hält, kann sich schon glücklich schätzen.

Bemerkenswert ist hingegen noch immer die Federung gelungen, die den Spagat zwischen Sportlichkeit und städtetauglichem Komfort sehr gut meistert. Fahrwerk und Lenkung geben gute aber nicht zu deutlich spürbare Rückmeldungen über den Zustand der Straße. Die 19 Zoll großen und auf Wunsch im grellen Orange erstrahlenden Felgen runden den sportlich dynamischen Gesamteindruck ab. Im Inneren geht es Cupra-typisch sportlich bequem zur Sache. Die Sportsitze bieten ausreichenden Seitenhalte ohne zu sehr seinen Besetzer zu belästigen. Das Full Link-System verbindet sich ohne Murren mit jedem Betriebssystem auf dem Mobilfunkmarkt und der Kofferraum bietet Platz für Reisekoffer und Co. Bleibt nur noch, dem Cupra zu seinem 20. Geburtstag zu gratulieren, das Fahrprogramm Cupra zu wählen und ordentlich aufs Gas zu steigen.
Technische Daten
Antrieb:Front
Getriebe:Manuelles Sechsganggetriebe
Motor Bauart:Vierzylinder-Benzin
Hubraum:1.984
Drehmoment:350 Nm bei 1.700 - 5.800 UPM
Preis
Neupreis: 33.120 € (Stand: 2016-02-16)
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: press-inform, 2016-02-15

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