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Testbericht

Marcel Sommer, 6. September 2011
Der erste serienmäßige Full-Hybrid-Diesel soll Peugeot wieder in die Erfolgsspur fahren. Der Antrieb ist sparsam, aber manchmal etwas ruppig.

Es passiert nicht oft, dass Fußgänger einem französischen Auto hinterher schauen. Beim Peugeot 3008 Hybrid4 tun sie es. Das liegt allerdings nicht daran, dass der Wagen so schön wäre, sondern eher an seiner Lautlosigkeit im Stadtverkehr und den knappen vier Litern Treibstoff, die nach 100 Kilometern nachgefüllt werden müssen. Im richtigen Modus lassen sich bis zu vier Kilometer auch rein elektrisch (ZEV-Modus) und damit völlig emissionsfrei zurücklegen. Danach übernimmt der 2,0 Liter-Vierzylinder-Dieselmotor die Arbeit. Der Peugeot 3008 Hybrid4 ist nämlich das erste serienmäßige Full-Hybrid-Diesel-Fahrzeug der Welt. Die Kombination aus Selbstzünder und Elektroantrieb haben bisher nur wenige versucht, zum Beispiel Audi mit dem Duo. Wie die Ziffer 4 schon vage andeutet, handelt es sich bei dem kleinen Peugeot-Crossover gleichzeitig auch um einen Allradler. Das trifft jedoch nur zu, wenn der 120 kW/ 163 PS-Dieselmotor die Vorderachse und der 27 kW/ 37 PS-Elektromotor die Hinterachse des 34.150 Euro teuren Franzosen zur selben Zeit antreiben.

Im Stadtverkehr zeigt sich der 3008 im Auto- und im ZEV-Modus vorzugsweise von seiner emissionslosen Seite. Das Resultat sind tatsächlich staunende Gesichter am Straßenrand und für die Insassen eine äußerst ruhige Stadtrundfahrt. Das ändert sich, wenn die Batteriereserve zur Neige geht oder eine Geschwindigkeit von gut 60 km/h überschritten wird. Dann schaltet sich der Dieselmotor zwar ohne Ruckeln oder sonstige mechanische Störungen ein, aber das plötzlich auftauchende Motorengeräusch wirkt auf den ersten Metern recht laut. Hier spüren dann die Passagiere, dass unter der Motorhaube tatsächlich noch ein Selbstzünder mit einem maximalen Drehmoment von 300 Newtonmetern arbeitet. Zusammen mit dem Elektromotor verfügt der 3008 Hybrid4 kurzzeitig über 147kW/200 PS und 450 Newtonmeter.

Bevor es zur Stadtrundfahrt kommt, muss der Wagen erst einmal angelassen werden. Also Bremse treten, Zündschlüssel rein und umdrehen. Und jetzt? Nach den ersten Sekunden in völliger Ruhe stellt der Beifahrer die Frage: „Ist er schon an?“ Wählhebel auf A, für Automatik, und Gasgegeben. Die Antwort lautet „ja“. Hier würde sich ein kleiner akustischer Hinweis lohnen. Im Gegensatz dazu ist das Wiederaufladen der Batterie durch das sogenannte Rekuperieren während der Fahrt ziemlich arg zu spüren. Das Fahrzeug wird nämlich bei der Gaswegnahme äußerst stark abgebremst. Entscheidet sich der Fahrer für den Sport-Modus, sollten die Beifahrer über eine gute Nackenmuskulatur verfügen, da die Gangwechsel innerhalb des sechsgängigen elektronisch gesteuerten Schaltgetriebes ziemlich ruppig vonstatten gehen. Den Sprint aus dem Stand bis 100 km/h absolviert der Peugeot innerhalb von 8,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 191 km/h.

Damit der 4,37 Meter lange und 1,84 Meter breite Crossover unter der magischen Grenze von 100 Gramm CO2 pro Kilometer bleibt, wurden im Vergleich zu seinem 120 Kilogramm leichteren Dieselbruder hier und da ein paar Kilos abgespeckt, so dass der Hybrid4 unterm Strich nur 100 Kilogramm schwerer ist. 50 Kilogramm gehen auf das Konto der Batterie, weitere 50 Kilogramm kommen durch die elektrischen Bauteile wie den E-Motor zustande. Da nicht nur beim CO2-Ausstoß jedes Gramm zählt, lässt sich beim Kauf des 99 gCO2/km-Hybriden kein Kreuzchen beim etwas schwereren Panorama-Glasschiebdach machen. Der Kofferraum ist im Vergleich zur rund 2.300 Euro günstigeren, normalen Version mit 377 beziehungsweise 1.186 Litern jeweils um 55 Liter geschrumpft, da die die Batterien für den E-Motor unter dem Kofferraum verstaut sind.

Eventuell auftretenden Problemen mit dem Turbolader, welche bei einem regelmäßigen An- und Ausstellen eines Dieselmotors auftreten können, wurde durch Materialanpassungen und Änderungen im Schmierkreislauf vorgebeugt. Der Motor wird im Übrigen nicht abgewürgt, sondern durch einen sanften Sauerstoffentzug abgeschaltet, so dass die Kurbelwelle nicht brutal gestoppt wird. Mit der gleichen Technik werden nach seiner Markeinführung Ende des Jahres der Peugeot 508 RXH und die 508 Limousine auf die Straßen rollen. Da die Technik natürlich auch der Schwestermarke Citroen zur Verfügung steht, kommt noch vor dem Peugeot 508 der Citroen DS5 als Hybrid auf die Straße.
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Quelle: press-inform, 2011-09-06

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