Testbericht

Sebastian Viehmann, 4. Dezember 2010
Opel hat den Corsa aufgepeppt, grelle Farben zusammengemischt und das Interieur modernisiert. Ein neuer Spardiesel mit Start-Stopp-Automatik macht den Corsa fast so sparsam wie den Polo Bluemotion.

Schon vor einigen Monaten präsentierte Opel ein Facelift des Corsa. Doch eigentlich war es gar keins – die Optik des Kleinwagens blieb unverändert. Nur Motoren, Fahrwerk und Lenkung wurden überarbeitet. Die Retuschen an der Karosserie liefert Opel nun nach, auf der Motor Show in Bologna stehen diverse Varianten des aufgefrischten Corsa in Reih und Glied. Der Lufteinlass unter dem Kühlergrill zeigt sich deutlich breiter als bisher, die Einfassungen der Nebelschweinwerfer wurden ebenfalls neu gestaltet. Die Hauptscheinwerfer verjüngen sich zum Kühlergrill hin, eine breite Chromspange umrahmt das Opel-Logo. In ähnlicher Manier wurde auch das Gesicht des Geländewagens Antara aufgehübscht.

Bei den Farben des Corsa langen die Rüsselsheimer in die Vollen. Das grelle „Grasshopper Green“ schießt den Vogel ab, im Interieur warten ebenfalls kräftige Töne wie „Tabasco Orange“ oder „Steel Blue“. Mit Optionen wie einem schwarz lackierten Dach und schwarz glänzenden 17-Zoll-Felgen lässt sich der Corsa weiter individualisieren. Bei den Kunden kommt das offenbar an, jeder fünfte Corsa wird in der „Color Edition“ bestellt. Die Konkurrenz bläst mit Audi A1 oder Citroën DS3 ins selbe Horn der Individualisierung.

Im Cockpit des Opel findet sich ein neues Multimediasystem inklusive Navigationsbildschirm. Der Schirm ist weit unten in der Mittelkonsole untergebracht und fiel bei der ersten Sitzprobe im Corsa durch seine winzigen Bedienknöpfe auf. Die meisten Einstellungen nimmt man allerdings per Touchscreen vor. Zusammen mit dem Navi (770 Euro Aufpreis) gibt es Anschlussbuchsen für iPod und USB-Geräte. Das System „Touch & Connect“ ist eine dringend benötigte Neuheit im Corsa und kann auch mit einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung aufwarten. Die Kartendaten werden auf einer SD-Karte gespeichert, im Internet lassen sich dann weitere Funktionen und Updates herunterladen.

Unter der Haube hat der Corsa Motoren von 70 PS / 51 kW bis 192 PS / 141 kW. Neu an Bord ist der Spardiesel 1.3 CDTI Ecoflex mit 95 PS / 70 kW und Start-Stopp-Automatik. Das Aggregat genehmigt sich im dreitürigen Corsa laut Werksangabe im Schnitt nur 3,5 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Der VW Polo Bluemotion verbraucht im Schnitt 3,3 Liter. Der CO2-Ausstoß des Corsa liegt bei 94 g/km. Die Start-Stopp-Automatik ist auch für den Basisdiesel mit 75 PS verfügbar, kostet aber 300 Euro extra.

Der überarbeitete Corsa steht im Januar beim Händler. Das Basismodell (Dreitürer, 70 PS) ist ab 11.640 Euro zu haben, der Fünftürer ab 12.370 Euro. Zur Serienausstattung gehören ESP, Tagfahrlicht, Servolenkung und Zentralverriegelung. Das Modell Satellite – der Name dürfte daher rühren, dass Popsternchen Lena jetzt Markenbotschafterin für Opel ist - enthält zusätzlich Dinge wie Lederlenkrad, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, CD-Radio und Nebelscheinwerfer. Im Modell Navi kommen Tempomat, Bordcomputer und Navigationssystem hinzu, beim Top-Modell Innovation (ab 15.380 Euro) unter anderem Kurvenlicht, Einparkhilfe und Lenkradheizung.

Die sportliche Top-Version bleibt der Corsa OPC (23.650 Euro). Die Diesel-Palette startet bei 14.450 Euro (1.3 CDTI Selection mit 75 PS). Der Ecoflex-Spardiesel mit 95 PS ist ab 15.630 Euro zu haben. Das sind rund 1000 Euro weniger, als VW für den Polo Bluemotion verlangt.
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Quelle: press-inform, 2010-12-04

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