Testbericht

Stefan Grundhoff, 1. September 2013
Bei Hawaii denkt jeder an Hula-Mädchen, Fernsehserien wie Magnum oder Hawaii 5-0 und Blumenkränze. Das Vulkaneiland lässt sich perfekt erleben im Mini Cooper S Roadster.

Die hawaiianischen Inseln gehören zu den Traumzielen auf der Welt. Doch es gibt fraglos spektakulärere Destinationen für eine Autotour. Das Straßennetz ist überschaubar und das Tempolimit von 60 Meilen pro Stunde schmerzt. Dabei hat selbst die Zentralinsel Oahu, auf der viele nicht viel mehr als Honolulu und Waikiki Beach zu sehen bekommen, einiges zu bieten, das man mit einem Auto erkunden kann. Am besten: man fährt offen; und am allerbesten: man steigt in einen Mini Cooper S Roadster.

Die Atmosphäre auf Oahu ist wie die auf allen Inseln des Vulkanatolls im Pazifik: lässig. Aus der Ruhe bringen lässt sich hier niemand und im Straßenverkehr ist Spurspringen ebenso verpönt wie hupen. Man hat alle Zeit der Welt, denn die Sonne scheint auf der anderen Seite der Welt sowieso das ganze Jahr und die Uhren gehen abgesehen vom Always Open Timer im Mini Roadster langsamer. Kurze Regenschauer werden von Einheimischen gerne bejubelt und so lernt man das elektrische Stoffdach auf einer Tour die Ostküste entlang von Oahu Richtung Norden schneller als erwartet zu schätzen. In Zeiten, in denen kaum ein automobiler Sonnenanbeter ohne vollelektrisches Dach unterwegs ist, überrascht es, dass man im Mini Roadster kurz den Kunststoffgriff vor dem Innenspiegel drehen muss. Er dann fährt das knackige Stoffdach auf Schalterdruck nach hinten und verschwindet zwischen den Überrollbügeln aus dem Innenspiegel.

Der Mini Roadster ist perfekt für einen Hawaii-Ausflug. Handtücher und Badesachen in den überraschend großen Laderaum und los geht es. Hier, wo man erlaubterweise allenfalls im Schneckentempo unterwegs ist, hätte es sogar die kleine Cooper-Variante für den Zweisitzer getan. Doch wer wirklich Spaß am Steuer haben will, kommt an dem 184 PS starken Mini Cooper S Roadster nicht vorbei. Schließlich ist der Fronttriebler ein Sportflitzer und auch im Schatten der dicht bewucherten Vulkanhänge entlang des Kamehameha Highways der Bundesstraße 83 Richtung Norden will man es mit Sonne und warmem Fahrwind im Haar locker laufen lassen. Die Kurven - mal enger - mal weiter gezeichnet - durchpflügt der offene Roadster mit bekannten Mini-Qualitäten. Die Lenkung ist präzise und die bei diesen geringeren Geschwindigkeiten nerven noch nicht einmal die Antriebskräfte, die der Mini sonst nur mäßig im Griff hat.

Es geht vorbei am Kahana Valley State Park und den bei Wanderern beliebten Sacred Falls. Winzige Ortschaften wie Hauula oder Laie halten einen kaum auf und auch die ehemals bunt angemalten Lastwagen, aus denen Fish-Fast-Food verkauft wird, haben schon bessere Zeiten gesehen. Es gibt eine Handvoll Buchten. Doch die sind an diesem Freitag überraschend prall gefüllt. Überwiegend bevölkern Einheimische mit ihren Surfboards die Sandstrände. Ein paar Touristen haben ihre Mietwagen einsam auf den Parkplätzen zurückgelassen und wollen ihre bleichen Körper mit einem kräftigen Schluck Hawaii-Sonne versorgen. Hat man die Nordspitze der Insel Oahu mit dem schmucken Kuilima Golfplatz erst einmal hinter sich gelassen, verliert die Landschaft etwas von ihrem Reiz. Also doch weiter zum deutlich weniger bevölkerten Westteil der Insel. Über die 99er-Landstraße und den Honolulu-Highway 2 geht es zunächst nach Süden Richtung Pearl Harbour und Honolulu. Der offene Spaßmacher donnert stramm gefedert über den Marterhighway. Komfortabel können andere - der Mini nicht. Der Always Open Timer links vom Drehzahlmesser zeigt an, dass das Roadsterdach schon dreieinhalb Stunden geöffnet ist. Kein Wunder, denn abgesehen von einem fünfminütigen Schauer heute Morgen gibt es seit Tagen keinen Grund, das Dach zu schließen.

Noch vor Pearl City geht es nach Südwesten Richtung Kapolei. Lahmende Lastwagen zuckeln auf der H1 träge vor sich hin. Kurz vom sechsten in den vierten Gang zurückgeschaltet und mit dem kernigen Ploppen der Auspuffanlage links und rechts vorbei an einer Armee von Lasteseln und Tankwagen, die es wohl zum Industriehafen zieht. Nur noch ein paar Meilen und der Highway H1 wird die Bundesstraße 93, die als Farrington Highway entlang der westlichen Küstenlinie verläuft. Die weithin erkennbaren Mietwagen der Touristen wie Ford Mustang Cabrios oder Nissan Maxima sucht man hier vergeblich. Dutzende von Einheimischen zieht es mit ihren betagt-verblichenen Pick Ups aus dem wenig ansehnlichen Pearl City und den Außenbezirken von Honolulu in den weniger bekannten Westen der Insel.

Die Wellen im kristallblauen Meer sind deutlich seichter als im Norden und Westen von Oahu. Hier wird nicht nur am Wochenende gemeinsam mit Freunden und der Familie gegrillt. Die heruntergekommenen Zeltstädte vergangener Jahre rund um Waianae sind größtenteils verschwunden, auch wenn diese Ecke von Oahu nicht zu den architektonisch ansprechenden gehört. Doch betrachtet man die ausladendenden Wolkenkratzer der Touristen-Enklaven rund um Waikiki Beach, sind auch diese kein Augenschmaus. Stattdessen gibt es hier heruntergekommene Flachbauten und morbide Verkaufsständen, die mit heißem oder eiskaltem Labsal nur die Einheimischen locken können. Selbst platten Reifen wäre man hier im Makaha Valley gefeit. Der wenig bekannte 10-Dollar-Tires-Store macht es möglich. Auf dem Parkplatz eines heruntergerockten Supermarkts kommen ein paar Kinder und wollen den Wagen entern.

Der Supermarkt ohne Namen hat sich neben wenig ansprechenden Lebensmitteln auf Fischköder, billige Hawaiihemden und Blumenketten spezialisiert. Endlich. Fehlen nur noch die Hula-Mädchen und der rote Ferrari 308 von Privatdetektiv Thomas Magnum vor der Tür. Doch mit dem offenen Zweisitzer von Mini ist man nicht schlechter unterwegs. Im Gegenteil: selbst niedertourig macht es Freude, die Küstenstraße entlang zu flanieren, ehe es am zunehmend seichter werdenden Wasser Richtung Kea\\\'au Beach Pearl geht, wo ein paar Wohnwagen in der Sonne verbleichen. Ein paar Jetskis pflügen durch die seichten Wellen vor Nanakuli. Kurz nach der Kaena Point Air Force Station, wo die amerikanische Armee im gleichnamigen State Park eine Satellitenstation betreibt, die sich auf den Vulkanhügeln befindet, ist die Tour vorbei. Weiter geht es nicht - Air Force Eigentum. Keine Seltenheit auf den hawaiianischen Insel, denen nicht erst seit dem Angriff auf Pearl Harbour im Zweiten Weltkrieg eine zentrale Bedeutung zukommt.

Die Handvoll Surfer, Boogie Boarder, Volleyballer und Grillmeister stören die weißen Satellitenschüsseln auf den grünen Hängen ebenso wie der heiße Wind, der vom Wasser hereinbläst. Da sorgt der blaue Mini Cooper S Roadster schon für mehr Aufsehen und ein paar anerkennende Blicke. Wer wäre bei diesem Wetter und auf dieser Trauminsel nicht gerne mit einem offenen Spaßmacher wie dem Mini unterwegs? Stimmt; aber jetzt ab zurück nach Honolulu.

Quelle: press-inform, 2013-09-01

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