Testbericht

Stefan Grundhoff, 4. November 2013
Ford weitet sein Familienprogramm aus. Der Tourneo Connect ist ungemein praktisch, variabel wie kaum ein anderer und vor allem eines: bezahlbar.

Mit dem Mega-Trend der SUV sind die Familienvans in den letzten Jahren mächtig ins Hintertreffen geraten. Viele, insbesondere größere Vans, sind aus den Modellprogrammen herausgefallen oder fristen in den übervollen Portfolios der Hersteller ein dröges Schattendasein. Wenn hier etwas gut läuft, sind es kompakte Familientransporter. Wer einen praktischen Van zu einem fairen Preis sucht, könnte sich in den Ford Tourneo Connect vergucken. Ehemals aus einem Nutzfahrzeug abgeleitet, hat sich der praktische Kleintransporter mittlerweile mächtig gemausert und sieht, mit zwei Radständen erhältlich, mehr als manierlich aus. "Der Ford Tourneo Connect bietet für jeden Kunden die rechte Lösung", sagt Wolfgang Kopplin, Marketingdirektor von Ford, "er bietet eine maximale Zweckmäßigkeit für Familie oder Freizeit. Das Segment wächst im Vergleich zum letzten Jahr um über zwölf Prozent."

Zunächst einmal merkt man dem Tourneo seine technische Abstammung von der C-Plattform, die auch Focus, Kuga und C-Max beheimatet, schnell an. Die Lenkung ist direkt und das Fahrverhalten komfortabel. Der ein Liter große Dreizylinder mit 74 kW / 100 PS und 170 Nm ab 1.400 U/min reicht aus, um gemächlich unterwegs zu sein. 0 auf Tempo 100 schafft der Fronttriebler in zähen 14,0 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h ist für längere Autobahntouren ebenfalls kaum ausreichend. Wer den Motor treibt, hat keine Chance, den günstigen Normverbrauch von 5,6 Litern Super zu erreichen, sondern drückt den serienmäßigen Bordcomputer trotz der Sechsgang-Handschaltung auf acht Liter. Wer öfter mit der Familie oder viel Gepäck auf der Autobahn unterwegs ist, sollte an den kleinen Dreizylinder daher keinen Gedanken verschwenden. Hier bleiben nur die größeren Diesel mit 95 und 115 PS oder man entscheidet sich für die Kombination aus 150 PS starkem Vierzylinder-Benziner und einer Sechsstufenautomatik. Der ist zwar mit 173 km/h alles andere als schnell, kann aber zumindest mit einer nennenswert besseren Beschleunigung aufwarten.

Wer in dieser Liga ein Auto sucht, für den sind Fahrleistungen und ein dynamisches Fahrverhalten jedoch nicht einmal zweitrangig. Den meisten Kunden wird es vielmehr auf Alltagsnutzen und Praktikabilität ankommen. Der Hochdachkombi ist kein Lastesel, in den man einfach ein paar Heckfenster und Sitzplätze eingebaut hat. Der geneigte Interessent hat die Wahl, ob 4,42 Meter langer Tourneo Connect oder die 4,82 Meter lange Grand-Tourneo-Connect-Variante, der auch als Siebensitzer verfügbar ist. Das Ladevolumen lässt einem mit 2.400 bis 2.761 Litern alle Möglichkeiten. Bei der Langversion lassen sich die Rücksitze flach in den Boden umlegen; sonst muss man diese umklappen oder ausbauen. Das Ein- und Aussteigen geschieht über zwei große seitliche Schiebetüren einfacher denn je und die flache Ladekante erfreut beim wochenendlichen Großeinkauf genauso wie bei der Fahrt zur Mountainbiketour in die Berge. "Der Connect hat nicht nur ein großes Ladevolumen, sondern auch viele kleine, clevere Lösungen wie die bis zu neun Staufächer, die sich wie bei einem Flugzeug im Dach befinden oder das große Panoramadach", ergänzt Wolfgang Kopplin.

Der Basispreis für den Ford Tourneo Connect 1.0 mit kurzem Radstand beginnt bei der allzu dünnen Trend-Ausstattung mit 18.800 Euro. Dann fehlen jedoch nicht nur viele Komfortdetails wie standesgemäße elektrische Fensterheber hinten, eine Einparkhilfe oder eine Klimaanlage, sondern auch die sinnvolle City-Stopp-Funktion. Die Langversion Tourneo Grand Connect 1.0 startet bei 21.180 Euro.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: press-inform, 2013-11-04

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