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Testbericht

Marcel Sommer / Sebastian Viehmann, 18. November 2011
Auf der Los Angeles Auto Show versuchen einige kleine Hersteller, den Großen in die Elektro-Suppe zu spucken. Besonders ein Mini-Stromer aus Kroatien zieht die Blicke auf sich.

Zwischen den großen Pick-Ups und den PS-starken Sportwagen sind sie auf der Los Angeles Auto Show vereinzelt auszumachen, die Elektrofahrzeuge der Gegenwart. Der Dok-Ing XD ist eins davon. Der in Zagreb entwickelte Stromer soll bereits im nächsten Jahr nach Deutschland kommen. Seine Wurzeln liegen im militärischen Einsatz. Die Firma Dok-Ing, die vor allem bei der Entwicklung von elektrisch angetriebenen Minenräum-Fahrzeugen mitwirkt, hat ihr Wissen für den Bau eines Mini-Stromer genutzt. Der in Smart-Größe gebaute XD bietet Platz für drei Insassen, wobei der Fahrer mittig im Fahrzeug sitzt und die beiden Mitfahrer leicht nach hinten versetzt Platz nehmen. Das Resultat dieser ungewöhnlichen Sitzanordnung ist eine ungemein große Beinfreiheit für die beiden Passagiere.

Die nach oben öffnenden Flügeltüren sind ebenfalls eine Besonderheit des 2,8 Meter kurzen Dok-Ing. Wer genau hinschaut, entdeckt an beiden Seiten zwei in das Cockpit eingelassene, kleine Regenschirme. Firmengründer Vjekoslav Majetic hat sich nach eigenen Angaben mit dem 50.000 Euro teuren Stadtflitzer einen Traum verwirklicht. Zu haben ist der XD in zwei Versionen, dem XD2 und dem stärkeren XD4. Angetrieben werden sie von 45 kW / 60 PS starken Elektromotoren. Der Unterschied der beiden Versionen ist bereits im Namen verborgen: Der XD2 wird von zwei Motoren, der XD4 von vier Motoren angetrieben. Das Resultat sind 90 kW /120 PS beziehungsweise 180 kW / 240 PS.

Der XD2 verfügt über eine maximales Drehmoment von 360 Nm. Der XD4 hat dementsprechend die doppelte Kraft, sprich 720 Newtonmeter. Beide Elektrofahrzeuge sollen 140 km/h fahren können und den Sprint von null auf 100 km/h in 7,5 beziehungsweise 4,2 Sekunden bewältigen. Allerdings sind die Stromer sehr schwer. Der XD2 bringt 1,2 Tonnen, der XD4 1,3 Tonnen auf die Waage. Die Reichweiten sollen bei einer stadttypischen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h bei knapp 220 Kilometern liegen. Dafür sorgt der mit 32 kWh im Vergleich zu anderen Stromern ziemlich groß dimensionierte Lithium-Eisen-Phosphat-Akku. Eine Ladung an der Haushaltssteckdose dauert acht Stunden.

Ein Heimspiel auf der L.A. Auto Show hat die kalifornische Marke Coda. Optisch ist die kleine Elektro-Limousine, die bis zu 135 km/h schnell unterwegs ist, alles andere als eindrucksvoll. Sie beruht auf dem alten Mitsubishi Lancer, der in China unter dem Namen Hafei Saibao verkauft wird. Coda lässt den Wagen bei seinem Partner, der chinesischen Hafei Automobile Group, fertigen, von wo aus er in den Norden von San Francisco gebracht wird. Hier wird dann der Elektromotor eingebaut. Reichweite des 100 kW (136 PS) starken Stromers gibt Coda mit 150 Meilen an, also rund 240 Kilometer. Gespeist wird der E-Motor von 728 kleinen Akkupaketen in Lithium-Ionen-Technik, die nahezu unsichtbar im Unterboden der 4,40 Meter langen viertürigen Limousine verbaut sind.

Noch ist die Bekanntheit der Marke Coda überschaubar, das Unternehmen steht ganz am Anfang. 230 Mitarbeiter sind nicht viel, wenn man die Autowelt erobern will. Doch von großen Mobilitätskonzernen wie Daimler, BMW, Fisker oder BP hat man sich bereits Experten für wichtige Bereiche geholt.

Neben solchen Kleinanbietern haben auch die etablierten Hersteller ein paar Stromer im Programm, auch wenn Sie auf der L.A. Auto Show nicht im Rampenlicht stehen. So zeigt BMW seinen ActiveE und Audi den A3 e-tron. Bei Cadillac dreht sich die höchst sehenswerte Konzeptstudie ELR auf dem Präsentierteller, ein schnittiges Luxuscoupé mit der Technik des Chevrolet Volt unter der Haube. Honda präsentiert die Elektro-Variante seines Kleinwagens Fit, der in Europa als Honda Jazz verkauft wird. Die Reichweite des Stromers soll bei bis zu 160 Kilometern liegen, entspricht also ungefähr der eines Mitsubishi I-MiEV. Letzterer ist auch in L.A. zu sehen – mit aufgeklebter Holzfolie im typisch amerikanischen „Woody“-Look.

Weniger amerikanisch, sondern eher wie ein Käfer sieht die Studie I-MiEV Sport Air aus, die Mitsubishi allerdings schon auf anderen Messen gezeigt hat. Unter dem Motto „I like Los Angeles“ rollt der rundliche Winzling mit dem abnehmbaren Glasdach nun auch in L.A. an, in der Hoffnung, dass sich die ökologisch angehauchten Kalifornier für den Ausblick auf neue Stromer begeistern können. Der normale I-MiEV immerhin ist bereits ab und zu im Straßenbild der Millionen-Metropole zu beobachten.
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Quelle: press-inform, 2011-11-18

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