Testbericht

Marcel Sommer, 18. April 2013
Der neue Z4 von BMW zeigt sich leicht modifiziert mit knallbuntem Ausstattungspaket.

Keine Frage, er macht Spaß. Erst recht, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen blicken lassen. Denn er ist ein waschechter Roadster. 25 Jahre nach dem Türsonderling Z1 lässt BMW seinen frischen Z4 auf die Straße. Die Topmotorisierung Z4 sDrive35is zeigt sich dabei nicht nur gern oben ohne, sondern ist auch ziemlich schnell bei der Sache. Oder besser gesagt, bei 100 Sachen. 4,8 Sekunden vergehen beim 57.600 Euro teuren Zweisitzer während des obligatorischen Sprints. Bei 250 Kilometer pro Stunde ist Schluss. Dafür verantwortlich ist das 3,0 Liter große Triebwerk unter der über ein Drittel der gesamten Fahrzeuglänge einnehmenden Motorhaube.

Der Sechszylinder befeuert die Hinterachse mit 250 kW / 340 PS und bis zu 500 Newtonmetern. Dass dabei das Heck Gefahr läuft seinen eigenen Willen durchzusetzen lässt sich DSC sei Dank unterbinden. Ein gezielter und wohlüberlegter Druck auf den Kippschalter mit den magischen drei Buchstaben und die Bedingungen ändern sich. Jetzt ist ein ruhiger Gasfuß oder einfach nur fahrerisches Können verlangt. Die Klaviatur des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes wird auf Wunsch mit den beiden Schaltwippen rauf und runter gespielt - stets begleitet von einem Gruß aus dem Auspuff. Die Schaltcharakteristik lässt sich dabei genauso individualisieren wie das Ansprechverhalten des Motors, die Dämpfung und die Lenkung.

Etwas überraschend fällt seine anfängliche Trägheit beim vollen Durchtreten des rechten Pedals auf. Selbst in dem Sportlichsten der drei Fahrprogramme Comfort, Sport und Sport plus gönnt sich der 1.600 Kilogramm schwere Münchener eine kurze Denkpause. Dann ist er erst zu hören und im direkten Anschluss an diese künstlerische Pause treiben ihn seine 18 Zöller in die Richtung, die ihm durch die serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfer vorgegeben wird. Die Rückmeldungen über die Fahrbahnbeschaffenheit sowie den Driftwillen des Hecks sind auf Grund der weit zurückliegenden Sitzposition äußerst intensiv, was gleichzeitig den Vorteil bietet, das Antriebsmoment präzise und feinfühlig der Situation anzupassen - was der kleine Bayer sofort in die Tat umsetzt. Innerhalb des kleinen driftfreudigen Hecks, bietet der BMW 310 Litern Gepäck Platz. Innerhalb von 19 Sekunden und bis zu einem Tempo von 40 Kilometer pro Stunde kann dieser allerdings auf 180 Liter zusammengeschrumpft werden. Dann faltet sich per Knopfdruck das zweiteilige Hartop ins Heck.

Trotz des geringen Platz für Einkaufstaschen zeigt sich der 9,0 Liter auf 100 Kilometer verbrauchende, beziehungsweise 210 Gramm CO2 pro Kilometer emittierende BMW sDrive35is äußerst modebewusst. Der 4,24 Meter lange, 1,79 Meter breite und 1,28 Meter flache Zweitürer ist zudem in einem neuen Ausstattungspaket Design Pure Traction erhältlich. Das knallige Orange bildet einen äußerst wirksamen und auffälligen Kontrast zum restlichen, in schwarz gehaltenen Interieur. Das Kontrastspiel zieht sich von der Instrumententafel bis hin zu den beiden Sportsitzen, die beim Topmodell ebenso zur Serienausstattung gehören wie das restliche M Sportpaket. Der 8,8 Zoll große Bordmonitor liegt bei Nichtgebrauch versteckt in der Mittelkonsole verborgen.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: press-inform, 2013-04-18

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