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Testbericht

22. Mai 2007

Hier der neue BMW X5, mit adaptiven Dämpfern und Stabilisatoren sowie zackiger Aktivlenkung eher Nürburgring-Brenner denn Kiesgruben-Gründler. Dort der GL 500, ein Maxi-SUV für alle, denen der ML zu banal und das G-Modell zu knorrig erscheint. So will der GL schürfen, wühlen,  kraxeln.

Vorzeige-Allradler

Dazu schleppt er eine ganze Steigeisen-Armada mit: höhenverstellbare Luftfederung, sperrbares Mitten- und Hinterachsdifferenzial, Getriebeuntersetzung sowie Bergabfahrhilfe.

Mit Letzterer kann auch der BMW aufwarten, ansonsten geht er in Turnschuhen bergsteigen. Allerdings in griffigen - sprich mit einem fein modulierenden Allradantrieb (X-Drive) plus sperrensimulierendem Bremseneingriff. Die Hinterachs-Luftfederung dient jedoch lediglich zur Niveauregulierung, nicht zur Erhöhung der Bodenfreiheit. Trotzdem schlägt sich der 2,25-Tonner auch abseits des Asphalts wacker.

Um elf auf 30 Zentimeter Bodenfreiheit geliftet, stakst der GL selbst über kernige Hindernisse wie felsgespickte Auffahrten. Beim Klettern wie auch Bergabrodeln hilft ihm die Untersetzung, die den Wandler schont und die Motorbremswirkung verbessert. Der BMW beschränkt sich auf den fein abgestimmten Bremseneingriff seiner Bergabfahrhilfe, die selbst Laien den sicheren Talabstieg ermöglicht. Allerdings gerät seine Hardware stärker in Stress als die des Mercedes.

Reichlich Leistung bieten beide V8

Für eine Überraschung sorgt allerdings der 388 PS starke 5,5-Liter des GL 500. Als ob der auf  Pedaldruck Ballast abgeworfen hätte, drückt er den 2,6-Tonner in 6,9 Sekunden auf Tempo 100. Die Siebenstufen-Automatik legt schnell, sanft und situativ die Stufen nach, der kultivierte V8 drängelt sich nicht einmal beim Kickdown akustisch in den Vordergrund. Beim flauschigen Gleiten ist es ohnehin still im GL, einem Tempel automobiler Wellness im zweiten Stock. Angesichts des wohltuenden Drehmomentflusses in Tateinheit mit engagierter Drehfreude geraten hier selbst Dieselfreunde ins Grübeln. Bis zum ersten Tanken - bei zügiger Fahrweise schleust der Mercedes rund 20 Liter durch seine Brennräume.

Ähnlich wie der BMW. Gegen einen üppigen Super-Plus-Obolus zeigt der 4,8 Liter große Prachtkerl im X5, dass die Bayerischen Motoren Werke ihren Namen zu Recht tragen.Er legt agil los, steigert seinen Elan mit der Drehzahl, bevor spätestens bei 6.500/min der nächste Gang folgt. Speziell bei nach links gezapptem Automatik-Joystick. Dort, im Sportprogramm, ist der Sechsgang-Automat auf hohe Drehzahlen, niedrige Gänge und beflissenes Zurückschalten geeicht. Passend, wenn der 355 PS starke X5 unter Mithilfe des aufwendigen Options-Fahrwerk für 3.290 Euro Tempo macht.

Der GL mimt also den konsequent vollmundigen Edel-Geländegänger, während BMW mit dem X5 auf ambitionierte Asphalt-Dynamiker zielt - und trotzdem ordentliches Geländetalent in der Hinterhand hält.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-05-22

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